In 3 Tagen bist du tot

OT: - 97 Minuten - Teenie / Horror
In 3 Tagen bist du tot
Kinostart: 22.09.2006
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu In 3 Tagen bist du tot

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Seit Scream 1996 in die Kinos kam wurde  eine Welle der Nachahmerfilme ausgelöst. Das Genre der Teenieslasher war bald überfüllt mit billigen Klonen, die dennoch sehr viele Leute in die Kinos locken konnten. In 3 Tagen bist du tot ist jedoch einer der wenigen  Filme, der nicht aus Amerika stammt. Zwar bedient sich der Film einiger bekannten Klischees, jedoch kann das ungewohnte österreichische Ambiente am Ende doch überzeugen und lässt den Film im Großen und Ganzen gelingen.

 

Nach dem Nina (Sabrina Reiter) und ihre Freunde die Maturaprüfung bestanden haben, muss natürlich erst einmal gefeiert werden. Doch gleich nach dem die Clique nach Hause kommt bekommen alle ein SMS mit dem Inhalt: "In 3 Tagen bist du tot". Sie denken sich nichts dabei  und genießen die Feier. Doch bei der Abschlussparty verschwindet Ninas Freund Martin (Laurence Rupp) und taucht erst am nächsten Morgen an einen Schirmständer gebunden im See wieder auf. Die örtliche Polizei ist restlos überfordert und Nina, Clemens (Michael Steinocher), Alex (Nadja Vogel) und Mona (Julia Rosa Stöckl) überlegen welchen Grund der Mörder  haben könnte, die drei zu töten zu wollen. Dabei stoßen sie auf ein längst verdrängtes Geheimnis in ihrer Vergangenheit...

 

Der österreichische Regisseur Andreas Prochaska hat sich überlegt warum die Jugendlichen nicht gerne österreichische Filme sehen und ist dabei zum Schluss gekommen dass sie die inländischen Produktionen thematisch absolut nicht ansprechen. Also schielte er nach Amerika um zu sehen welche Film dor Jugendliche ins Kino locken. Da gab es natürlich eine plausible Antwort: Teenie Horrorfilme sind billig zu produzieren und ziehen die Zuseher an. Deshalb drehte er das österreichische Pendant zu den amerikanischen Publikumserfolgen.

 

Der Film ist sehr düster gehalten und verzichtet beinahe gänzlich auf Humor. Dieses Prinzip geht auch voll und ganz auf, jedoch hat er das Problem dass die ersten Morde ziemlich unspektakulär sind und keine wirkliche Beklemmung aufkommt. So ergibt sich ein Spannugnstief speziell im ersten Teil des Films, das jedoch weitgehend vom ungewöhnlichen Ambiente abgedeckt wird und am Ende zündet der Film dann in einem wirklich spannenden Showdown.

 

Die Technik des Films kann sich wirklich sehen lassen und die erzeugten Bilder stehen mit den amerikanischen Produktionen auf Augenhöhe. Das einzige Problem sind die machmal etwas zu hektischen Schnitte des Films und der spannungsarme erste Teil, in dem man sich als Zuseher nicht wirklich vor dem nächsten Mord fürchten kann, weil diese irgendwie zu locker inszeniert waren.

 

Dennoch muss man insgesamt sagen, dass der Film im Großen und Ganzen gelungen ist und es kommt sogar dass Gefühl auf, dass er die amerikanischen Produktionen schlägt und somit sogar besser ist als seine Vorlagen. Trotzdem stellt sich die Frage wie gut diese Vorlagen im Endeffekt wirklich sind. Denn obwohl In 3 Tagen bist du tot grundsolide ist, schleichen sich doch einige typische Fehler des Genres ein. Zum Beispiel das alte Klischeeproblem, das sich in beinahe allen Figuren wiederfinden lässt, oder einige Logiklöcher im Film.

 

Trotz der Tatsache, dass sich der Film viel von den amerikanischen Vorbildern abgesehen hat, und obwohl er auch deren Fehler zum Großteil wiederholt, gelingt er im Endeffekt  gut. Dies kann man vor allem dem ungewöhnlichen österreichischen Setting zuschreiben und dem rustikal Charme den dieses Land versprüht.

 

Fazit:

Solider Teeniehorrorfilm, der sich mit amerikanischen Produktionen durchaus messen kann, jedoch nicht über die typischen Genrefehler hinwegtäuschen kann.

 

Wertung:

7/10 Punkte

Filmering.at
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