Die Schlümpfe 2 (2013)

OT: The Smurfs 2 - 105 Minuten - Zeichentrick / Komödie / Familie / Fantasy
Die Schlümpfe 2 (2013)
Kinostart: 01.08.2013
DVD-Start: 02.12.2013 - Blu-ray-Start: 02.12.2013
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Filmkritik zu Die Schlümpfe 2

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Wenn man mit aller Schärfe eine Beurteilung hinlegen müsste, könnte man wohl sagen, der Film hat „verschlumpft“. Mit nicht gerade mitreißender Schauspielerleistung und unkreativer Story, wäre aus der Kultzeichentrick-Serie mit Sicherheit mehr raus zu holen gewesen.

Der böse Zauberer Gargamel (Hank Azaria) hat sich in Paris einen Namen als Zauberer gemacht, und füllt täglich das Opernhaus mit zahlreichem Publikum. Um noch mächtiger zu werden, benötigt er dringend mehr der begehrten „Schlumpf-Essenz“ und plant daher, Schlumpfine (Katy Perry) zu entführen. Der Hintergrund ist simpel: Sie war einst eine seiner Schöpfungen, die er „Lümmel“ nennt, und wurde später von Papa Schlumpf durch eine geheime Zauberformel zu einem echten Schlumpf. Nun gilt es, die Formel möglichst schnell aus ihr herauszubringen, um sich eine eigene Kolonie der blauen Wesen zu erschaffen. Das Ziel ist, - wie so oft -  nicht weniger, als die Weltherrschaft an sich zu reißen. Nach einer unspektakulären Entführung des weiblichen Schlumpfs, mit Hilfe seiner zwei Lümmel Zickie (Christina Ricci) und Hauie (JB  Smoove) bitten Papa Schlumpf, Clumsy, Muffi und Beauty ihre Freunde Patrick (Neil Patrick Harris) und Grace (Jayma Mays) um menschliche Unterstützung...

Patricks Stiefvater Victor (Brendan Gleeson) ist diesmal auch an Bord. Und hier beginnt eine zweite Erzählebene, in der es um Parallelen zweier Vater-Konflikte geht: Einerseits bezogen auf Schlumpfine, die mit ihrer Herkunft ringt und versucht herauszufinden, wer nun ihr Vater ist, - der ursprüngliche Schöpfer Gargamel oder Retter Papa Schlumpf. Und auf der anderen Seite Patrick, der keinen Zugang zu seinen Stiefvater Victor finden kann.  

Doch genau wie die Hauptstory, ist auch die Nebengeschichte unausgereift und frei von Kreativität. Regisseur Raja Gosnell fehlt es rundum an originellen Einfällen. Man wird lediglich durch die Einbindung von aktuellem Standart-Equipment wie einem Facebook-Account (der weder in Schlumpfhausen, - noch bei Gargamel fehlt) oder einem Tablet, zu einem „Schmunzler“ verleitet. Die Kehrseite davon ist aber offensichtlich: Hiermit geht auch das letzte bisschen „Schlumpf-Flair“, mit welchem man von der Originalserie vertraut ist, kläglich zu Grunde. Die Pointen beschränken sich fast ausschließlich auf sämtliche Abwandlungen des Wortes „Schlumpf“ und wirken ziemlich schnell abgedroschen.

„How I met your Mother“-Fans werden auch im zweiten Teil mit der schauspielerischen Darbietung Neil Patrick Harris, ihr blaues Wunder erleben. Im negativen Sinne, versteht sich. Gleeson sticht zwischen dem halbherzigen Schauspiel seiner Kollegen, zeitweise richtig hervor, hatte aber definitiv auch schon bessere Filmmomente. Der einzige Grund, mild im Urteil mit dem Hybridfilm umzugehen, ist die Tatsache, dass sich das jüngere Zielpublikum (wohl auch geblendet von der gut eingesetzten 3D-Technik), trotz allem damit unterhalten lässt. Vor allem die Pariser Kulisse, macht sich (wie so oft) auf der Leinwand bezahlt.

Fazit:
Wer auf einen charmanten Neil Patrick Harris hofft, oder gar einer witzigen Story, die voll von Pointen den Charme der Kultserie versprüht, muss auch im zweiten Teil enttäuscht werden. Die Stärken des Films liegen eher auf der technischen Seite, mit wirklich gut eingesetzten 3D- Effekten. Das kreative Highlight des Hybridfilms beschränkt sich auf die Einbindung eines „Social-Schlumpfs“, der mit aktuellen Postings das „Schlumpfhausen 2013“ repräsentiert. Trotz der durchaus witzigen Idee, geht hier aber noch einmal viel vom Originalflair der Serie verloren.
Die mit Sicherheit weniger anspruchsvolle, jüngere Zielgruppe, wird sich wohl trotz zahlreicher Mängel gut unterhalten, was Anlass dazu gibt, ein Auge zuzudrücken.

Wertung:
4/10 Punkte
Filmering.at
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Liste von fette_sau
Erstellt: 13.08.2013