Das Pferd auf dem Balkon (2012)

OT: Das Pferd auf dem Balkon - 87 Minuten - Familie / Komödie
Das Pferd auf dem Balkon (2012)
Kinostart: 23.11.2012
DVD-Start: 27.02.2014 - Blu-ray-Start: 27.02.2014
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Filmkritik zu Das Pferd auf dem Balkon

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Im mehr oder weniger charmanten Wien spielend gibt „Das Pferd auf dem Balkon“ einen schönen Familienfilm ab der sich durchaus „sehen lassen kann“. Nicht perfekt, aber auf eigene weise liebenswert, - ganz so wie der Wiener selbst.

Der 10-jährige Mika (Enzo Gaier) leidet unter einer abgeschwächten Form von Autismus, dem „Asperger Syndrom“. Dass er sich aus diesem Grund von anderen Kindern deutlich abhebt, liegt auf der Hand. Er kann beispielsweise nicht lügen und muss zu bestimmten Zeiten seine Mahlzeiten einnehmen. Diese Art von „Zwängen“ macht es ihm nicht gerade leicht sozialen Anschluss zu finden. Seine alleinerziehende Mutter Lara (Nora Tschirner) hat durch ihre herzliche Art und der tatkräftigen Unterstützung ihrer Nachbarin Hedi, einen sympathischen Weg gefunden, mit der schwierigen Situation umzugehen.

Der geregelte Alltag findet aber eine vehemente Unterbrechung, als Mika an einem benachbarten Balkon plötzlich ein Pferd stehen sieht. Auch bei der gleichaltrigen Dana (Natasa Paunovic) wird dadurch Interesse geweckt, und die zwei gehen der Sache auf den Grund. Nicht ohne Folgen, denn das Pferd soll dem Besitzer Sascha (Andreas Kiendl) helfen, ihn aus seiner Schuldenfalle bei zwei Gangstern zu befreien. Während sich die Handlung vollzieht entwickeln sich unterschiedliche aber besondere Beziehungen, -allen voran natürlich zwischen Mika und dem Pferd. Der Konflikt der Story entsteht, wenn das Tier auf einmal verschwindet und die Kinder in eine Entführungsgeschichte verwickelt werden. – Selbstverständlich mit Happy End.

Als „auffallend herausragend“ ist die Spielweise von Enzo Gaier zu bezeichnen. Mit wunderbarer Leichtigkeit und zugleich betonter Konsequenz stellt er den sonderbaren Mika dar, für den das „gefundene“ Pferd zur Therapie wird. Nora Tschirner liefert die altbekannte und erwartete Qualität ab, welche zumindest im Rahmen ihrer Rolle angemessen wirkt. Lediglich Kiendl zeigt deutliche Schwächen auf, die oftmals eher an eine Tom-Turbo Folge erinnern, was dem Film (trotz des Anspruchs ein Familienfilm zu sein) nicht gerecht wird. Denn Regisseur Hüseyin Tabak hat mit seinem Werk auch für Erwachsene eine Thematik zum Nachdenken an den Tisch gebracht. Als „Light-Version“ serviert er die Frage mit dem Umgang eines autistischen Kindes und unterstreicht gleichzeitig die Wunder einer Tiertherapie.

Fazit:
Der Film bringt ein schwieriges und vor allem ernstes Thema als leichte Familen-kost auf die Leinwand. Sympathische Besetzung gibt den gewünschten Charme dazu, und der weihnachtliche Rahmen ergänzt das Ganze mit einem Hauch von Zauberhaftigkeit. Die schauspielerischen Mängel sollen aber auch bei einem Kinderfilm nicht unter den Tisch gekehrt werden, es bleibt also klar zu erwähnen: auch – oder sogar gerade im Vergleich zu seinen erwachsenen Kollegen bringt Gaier eine absolut solide Leistung vor der Kamera.

Wertung:
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