Meanwhile (2011)

OT: Meanwhile - 60 Minuten - Drama
Meanwhile (2011)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Meanwhile

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Joseph (D.J. Mendel) hat definitiv den Flow: Er lebt sein Leben wie es kommt, und schafft immer sich geschickt durch die Hürden der Welt zu manövrieren. Er ist immer auf der Suche nach dem großen Geschäft und auch wenn er abseits seiner Profession gefordert ist, hat er immer eine helfende Hand übrig. Auch an diesem Tag, der eigentlich gar nichts besonderes ist, lebt Joseph sein Leben wie gewohnt. Das Abholen eines Schlüssels führt ihn quer durch die Stadt und führt zu zahlreichen Begegnungen...

Hal Hartley (bekannt unter anderem für Fay Grimm und Henry Fool) legt seine Fingern in seinem leichtfüßigen Stimmungstableau Meanwhile auf den Puls der Gesellschaft. Was bewegt die Menschen heutzutage so und wie tickt eigentlich die Welt? Allgegenwärtig und doch nicht direkt sichtbar ist da natürlich die übergroße Wirtschaftskrise. Die Menschen wirken unrund, finanzielle Sorgen scheinen durch und überhaupt steht der Elephant auch in Meanwhile recht präsent im Raum ohne direkt benannt zu werden.

Dem entgegen steht der lockere Problemlöser Joseph, der auf der einen Seite wirkt als könnte ihm nichts auf der Welt etwas anhaben, der aber andererseits natürlich auch seine lieben Probleme hat. Entgegen den meisten anderen Menschen, tanzt er aber scheinbar einen lockeren Tango mit dem Leben und bekommt deshalb auch einen etwas anderen Zugang, der dazu führt, dass er nicht etwa resigniert, sondern stets sich selbst treu bleibt. Besonders im Gespräch mit den anderen Figuren macht es einfach richtig Spaß Joseph zu beobachten.

Aber man muss auch sagen, dass Meanwhile letzten Endes nicht viel mehr als eine lockere Fingerübung ist. Hal Hartley hat weder eine große Vision, noch ist man am Ende wirklich schlauer - was vielleicht auch daran liegt, dass der Ausklang der Geschichte recht einfallslos ist und auch einen fast schon krampfigen Charakter besitzt, was natürlich im krassen Gegensatz zum eigentlich lockeren Flow der restlichen Inszenierung steht. Nichtsdestotrotz ist Meanwhile ein netter Film für zwischendurch, der auf sympathische Art und Weise für gute Unterhaltung sorgt.

Wertung:
7/10 Punkte
Filmering.at
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