Oh Yeah, She Performs! (2012)

OT: Oh Yeah, She Performs! - 90 Minuten - Dokumentation
Oh Yeah, She Performs! (2012)
Mit: »Mehr
Kinostart: 09.11.2012
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
Will ich sehen
Liste
17728
Bewerten:

Filmkritik zu Oh Yeah, She Performs!

Von am
„Oh yeah she performs“ ist ein Dokumentarfilm von Mirjam Unger. Die Protagonisten sind die österreichischen Musikerinnen Gustav, Clara Luzia, Teresa Rotschopf und Vera Kropf von Luise Pop.

Sie sind laut, ihre Musik ist tanzbar und sie haben vor allem eines gemeinsam, sie versuchen die Bühne, eine Männerdomäne, zu erobern. Die vier passen nicht etwa in den Film, weil ihre Musik in den Indie-, Electronic- bis Mainstreambereich einzuordnen ist, sondern weil sie einen gemeinsamen Traum verfolgen.

Mirjam Unger arbeitet als Moderatorin, Fotografin, Drehbuchschreiberin und Filmregisseurin in Wien, und hat die Musikerinnen ein ganzes Jahr lang auf Schritt und Tritt begleitet. Der Film wirkt dynamisch und privat, jedoch niemals voyeuristisch. Wie auch im Film gesagt wird: „Die, die es ernst meinen, stehen nackt auf der Bühne“. Die Sängerinnen werden auch live gezeigt, auf Bühnen, auf denen sie alles von sich preisgeben.

Von Feminismus, Öffentlichkeit, Kindern als auch plötzlichen Sinneswandeln oder menschlicher Weiterentwicklung wird alles thematisiert, gezeigt und vor allem auch erzählt. Private Gespräche, Studioaufnahmen, Konzerte oder philosophisch angehauchte Fragen wechseln sich ab.

Die Bilder zeigen alles von großen und klaren Aufnahmen, zu körnigeren Konzertbildern, jedoch scheinen sie gut zusammen zu passen und lassen den Gesamteindruck lebendig wirken. Die Musik von Gustav, Clara Luzia, Teresa Rotschopf und Luise Pop bilden gleichzeitig zur dokumentarischen Funktion, auch den Soundtrack und roten Faden der Musikdoku. Gezeigt werden starke Frauen, die selber schreiben, komponieren und musizieren, was heutzutage immer noch keine Selbstverständlichkeit ist. Mirjam Unger begründet die Produktion in ihrem ORF-Interview damit, dass sie ihrer 17jährigen Tochter mit einer Art Gebrauchsanleitung zeigen wollte, dass es möglich ist sich als Frau in der Musikbranche durchzusetzen.

Fazit:
Die Mischung aus Unsicherheit und Selbstvertrauen, die der Film zeigt wirkt unglaublich sympathisch. Er zeigt eine Vielfältigkeit und scheint dabei nicht viele Worte zu brauchen. Zuschauer können sowohl in die Bühnenwelt, als auch in das Backstageleben eintauchen. Jedoch hätten einige angeschnittene Themen, tiefer beleuchtet werden können. Zeitweise wartet man auf mehr Inhalte und Statements, wird dann aber mit Auftritten und Musik vertröstet.

Wertung:
7/10 Punkte
Filmering.at
Community
Ø Wertung: 7/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 1
10 /10
0%
9 /10
0%
8 /10
0%
7 /10
100%
6 /10
0%
5 /10
0%
4 /10
0%
3 /10
0%
2 /10
0%
1 /10
0%
Vielleicht interessiert dich auch
Keine Empfehlungen gefunden!
Der Film ist in diesen Listen
Keine Listen gefunden!