The Last Stand (2013)

OT: The Last Stand - 107 Minuten - Action / Krimi / Thriller
The Last Stand (2013)
Kinostart: 31.01.2013
DVD-Start: 31.05.2013 - Blu-ray-Start: 31.05.2013
Will ich sehen
Liste
17675
Bewerten:

Filmkritik zu The Last Stand

Von am
Die 80er Jahre waren eine Zeit der knallharten, übermenschlichen, muskelbepackten Actionhelden und unter all den zahlreichen Darstellern, die damals emporstiegen war Arnold Schwarzenegger der vielleicht größte von allen. Nachdem seine Karriere eher wenig euphorisch ausgeklungen ist, versucht sich der österreichische Superstar nun nach seinem Politzwischenspiel mit einem Comeback. Der erste Film aus seiner zweiten Karriere ist nun The Last Stand, eine recht vorhersehbare Fingerübung des koreanischen Regisseurs Kim Jee-woon, dem es leider nicht so ganz gelingt alle Ansätze des Films unter einen Hut zu bekommen.

Ray Owens (Arnold Schwarzenegger) war einst ein knallharter Cop in Los Angeles, doch mittlerweile lässt er es nur mehr ruhig angehen. Er schiebt als Sheriff der kleinen Stadt Summerton an der Grenze zu Mexiko eine ruhige Kugel und hat es nur mehr mit kleineren Problemen zu tun. Doch all dies ändert sich plötzlich, als der mächtige Drogenbaron Gabriel Cortez (Eduardo Noriega) dem FBI in Las Vegas entkommt und mit einer Geisel in seinem aufgemotzten Auto auf die Grenze zurast. Letzten Endes liegt es an Ray Owens und seinem Team ihn aufzuhalten, bevor er es schafft das Land zu verlassen...

Warum man sich als Zuseher aus der Fülle an Popcornfilmen ausgerechnet The Last Stand aussucht, wird wohl vor allem einen Grund haben: Man will sehen wie sich Arnold Schwarzenegger schlägt und wenn möglich wieder den denselben Spaß wie einst in den 80ern haben. Aber die Zeiten haben sich nun einmal geändert und auch wenn Sylvester Stallone mit The Expendables versucht die alte Zeit heraufzubeschwören, hat sich die Industrie doch weiterbewegt und alte Schemata lassen sich leider kaum mehr finanzieren. Das führt aber auch dazu, dass es The Last Stand wohl keinem so richtig recht machen wird.

Auf der einen Seite zeigt man einen alternden Arnold Schwarzengger, der in bester Clint Eastwood-manier auf alter Cowboy machen darf und dabei eigentlich eine recht gute Figur macht. Das Charisma passt wie eh und je und mit trockenen Onelinern und einer netten Ausgangslage hat Arnie eigentlich einige Trümpfe auf seiner Seite. Doch gleichzeitig traut man sich nicht dieses Szenario wirklich auszuforschen, sondern arbeitet in der Haupthandlung eine reichlich mühselige, over-the-top Dummbatzstory ab, die keine Ratte hinter dem Ofen hervorlockt und sich gleichzeitig so übertrieben an den Jugendgeschmack anbiedert, dass es der Struktur des Films äußerst hinderlich ist.

Das führt wohl dazu, dass die eine Hälfte des Publikums Freude an Arnie hat, aber sich wundert was der völlig übertriebene und teilweise äußerst nervige Drogenbaron, samt super aufgemotzter Karre zu suchen hat, während die andere Hälfte vielleicht gerade daran Spaß hat, aber sich fragt was denn der alte Mann mit Sheriffstern eigentlich will. Ebenso sieht es mit den Nebendarstellern aus: Manche werden sicher Freude an den schrägen Auftritten von Jackass-Star Johnny Knoxville und Luiz Guzman haben, die an der Seite von Schwarzenegger für die humoristischen Einfälle verantwortlich sind - andere wird ihr Gehabe aber auch recht bald nerven.

Wirklich schön ist aber, dass es Regisseur Kim Jee-woon gelingt auf der einen Seite einen sehr modernen Film (inklusive einiger sehr raffiniert gefilmter Szenen) zu inszenieren, aber gleichzeitig auch Westernklassikern wie Rio Bravo die Ehre zu erweisen. Die Vorbereitungen in der Stadt, bzw. der Showdown sind durchaus packend inszeniert, sodass man den Film auch durchaus einiges an Lob aussprechen muss für gewisse Momente. Im großen und ganzen ist The Last Stand aber leider eine Film der nur an wenigen Stellen aufzeigt und an einer etwas durchwachsenen Stilmischung erkrankt. Schwarzenegger-Fans werden also nur bedingt ihren Spaß an der Show haben.

Fazit:
The Last Stand ist ein eher zwiespältiger Film, der auf der einen Seite mit einem durchaus souveränen Arnold Schwarzenegger punktet, der seine Rolle als alternden Sheriff recht charismatisch auf den Punkt bringt, aber andererseits an seiner etwas inhomogenen Durchmischung von alt und neu krankt. So nervt die übertrieben auf hip getrimmte Darstellung der Bösewichte etwas und steht im Widersprung mit dem teilweise fast schon nostalgischen restlichen Charakter des Films. Gut gelungen ist allerdings die Vorbereitung auf den Showdown und auch die Durchführungen des selbigen, in dem Regisseur Kim Jee-woon geschickt Western-Klassiker wie Rio Bravo zitiert. Letztenendes ist The Last Stand aber kein Film den man unbedingt gesehen haben muss.

Wertung:
6/10 Punkte
Filmering.at
Community
Ø Wertung: 5.9/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 8
10 /10
0%
9 /10
0%
8 /10
0%
7 /10
13%
6 /10
63%
5 /10
25%
4 /10
0%
3 /10
0%
2 /10
0%
1 /10
0%
Vielleicht interessiert dich auch
Fast & Furious Six (2013)
Kindergarten Cop (1990)
Fast & Furious 7 (2015)
The Raid (2011)
Sabotage (2014)
Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse (2004)
Street Kings (2008)
Das Mercury Puzzle (1998)
Alle Empfehlungen anzeigen
Der Film ist in diesen Listen
Will ich sehen
Liste von fette_sau
Erstellt: 13.08.2013
Will ich sehen
Liste von MyKinoTrailer
Erstellt: 09.09.2012