Pitch Perfect (2012)

OT: Pitch Perfect - 112 Minuten - Komödie / Musik
Pitch Perfect (2012)
Kinostart: 21.12.2012
DVD-Start: 25.04.2013 - Blu-ray-Start: 25.04.2013
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Filmkritik zu Pitch Perfect

Seit 1996 finden jedes Jahr die „International Championship of Collegiate A Cappella“ (ICAA) in den USA und in Europa statt. Zuerst qualifizieren sich jährlich die besten Gruppen in regionalen Wettbewerben. Dabei wird besonders viel Wert auf Gesang und Choreographie gelegt. Die Gewinner treten dann im Finale gegeneinander an. Eine Jury wählt währenddessen die besten drei aus, welche dann die ersten Plätze belegen. Dieses Ereignis hat der Drehbuchautor Kay Cannon aufs Papier gebracht, indem er die Romanvorlage „Pitch Perfect: The Quest for Collegiate A Cappella Glory“ von Mickey Rapkin für die Leinwand adaptierte. Herausgekommen ist eine College-Musical-Komödie, die zwar eine althergebrachte Geschichte neu aufwärmt, aber trotzdem aufgrund der perfekt gesungenen Lieder und dem schrägen Humor überzeugt.

Beca (Anna Kendrick; Up in the Air, 2009) ist eine Außenseiterin, die gerne Songs mixt und einmal als DJ groß heraus kommen möchte. Darüber hinaus ist sie gerade aufs College gekommen. Hier strebt sie einen Praktikumsplatz beim College-Radio an. Ansonsten suchen Chloe (Brittany Snow) und Aubrey (Anna Camp) neue Sängerinnen für ihr Team The Barden Bellas und nehmen wegen einer peinlichen Niederlage im vergangenen Jahr jedes weibliche Gesangstalent auf, das sie kriegen können. Demzufolge wird Beca eher unfreiwillig in die Gruppe aufgenommen. Das Ziel der Bellas ist es nun ihre Erzfeinde, die Treblemakers zu besiegen und damit den ersten Platz auf dem Siegertreppchen einzunehmen. Deshalb lautet die erste Regel der Bellas: Gehe keine sexuelle Bindung mit einem Mitglied der Treblemakers ein. Eigentlich kein großes Problem, doch Jesse (Skylar Astin), der neue Sänger der männlichen Truppe, hat ein Auge auf Beca geworfen…

Bereits beim Lesen dieser Inhaltsangabe wird die Schablone, welche für diesen Film herangezogen wurde, sichtbar. Obendrein deutet Beca während eines Dialogs mit Jesse das Ende der Handlung an. Im Zuge dessen wird die Vorhersehbarkeit des Films direkt ins Schaufenster gestellt. Dessen ungeachtet ist Pitch Perfect sehenswert, denn Regiedebütant Jason Moore hat das Drehbuch nicht ganz so ernst genommen, sodass ein Musical mit schrägem Humor und verrückten Charakteren entstanden ist. Dieser Humor kommt einerseits bei den Moderatoren Gail (Elizabeth Banks; Die Tribute von Panem, 2012) und John (John Michael Higgins, Die nackte Wahrheit, 2009) des Wettbewerbs ICAA zur Geltung, und wird andererseits auch von den jüngeren Darstellern der Besetzung ausgekostet.

Neben der entzückenden Anna Kendrick beweist sich Rebel Wilson nach Auftritten in Die Hochzeit unserer dicksten Freundin (2012) und Brautalarm (2011) weiterhin als komödiantisches Jungtalent. Sie verkörpert die knallharte Fat Amy tadellos, drängt damit Anna Kendrick an die Wand und stiehlt ihr infolgedessen zweifellos die Show. Wilson darf als Fat Amy nicht nur die besten Sprüche heraushauen, sondern nimmt ihre Rolle auch mit einem Augenzwinkern an, sodass ihre Körperlichkeit stets in den Mittelpunkt gedrängt wird. Zudem bestehen die Barden Bellas aus der zickigen Aubrey, dem Mannsweib Cynthia Rose (Ester Dean) und der zurückgezogenen Lilly (Hana Mae Lee). Die sexuell extrovertierte Stacie (Alexis Knapp) und die vernünftige Chloe runden die kunterbunte Truppe ab. Natürlich bricht auch der Zickenkrieg aus, der für zahlreiche Lacher sorgt.

Zu den Höhepunkten von Pitch Perfect gehört auf jeden Fall noch der Riff Off. Es handelt sich hierbei um einen Wettkampf zwischen den Treblemakers, den Barden Bellas und den BU Harmonics. Äußerst kreativ werden demnach Lieder wie „Like A Virgin“, „Hit Me With Your Best Shot“ und „S&M“ miteinander verknüpft, sodass sich eine wunderbare Songkette entfaltet. Des Weiteren können sich Freunde der Pop-Musik im späteren Verlauf des Films über einen A Cappella-Remix des Lieds „Just The Way You Are“ freuen. Die äußerst starken Gesangseinlagen werden allerdings leider nur bei Proben oder Wettkämpfen herangezogen und nicht für Dialoge verwendet. Die etwas schwachen Passagen zwischen den Witzen und Auftritten geraten daraufhin in Vergessenheit, sobald der Abspann läuft. Nichtsdestotrotz ist Pitch Perfect ein äußerst kurzweiliger Film, der nicht nur Glee- oder High School Musical-Fans gefallen wird.

Fazit:
Jason Moore hat am Set seines Regiedebüts Pitch Perfect gute Arbeit geleistet. Er hat die schwachen Passagen des Drehbuchs erkannt und den Film infolgedessen nicht allzu ernst genommen. Somit sieht man wegen des schrägen Humors, den perfekt gesungenen A Cappella Songs und den kreativ gemixten Popliedern gerne über die vorhersehbare Handlung hinweg. Doch nicht nur der Filmemacher, sondern auch die Besetzung hat sich ersichtlich köstlich während der Dreharbeiten amüsiert. Aufgrund dessen geraten die Schwachstellen der Musical-Komödie in den Hintergrund und ein kurzweiliger Film tritt letztendlich hervor.

Wertung:
7/10 Punkte
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Ø Wertung: 6.4/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 8
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