![]() ![]() Anna Karenina OT: Anna Karenina Regie: Joe Wright Drehbuch: Tom Stoppard, Leo Tolstoy Darsteller: Aaron Taylor-Johnson, Keira Knightley, Kelly Macdonald, Jude Law, Matthew Macfadyen, Olivia Williams, Michelle Dockery, Emily Watson, Holliday Grainger, Ruth Wilson Filmstart: 07.12.2012 | Laufzeit: | Drama |
Russland im 19. Jahrhundert: Anna (Keira Knightley) bildet mit dem hochrangigen Beamten Alexei Karenin (Jude Law) und Sohn Serhoza (Oskar McNamara) eine perfekte, kleine Familie. Doch eine Reise soll alles ändern: Anna reist zu ihrem Bruder Oblonsky (Matthew Macfadyen), der seine Frau Dolly (Kelly Macdonald) betrogen hat und nun etwas Hilfe braucht um wieder alles in Lot zu bringen. Ebenfalls Liebesprobleme gibt es bei Kitty (Alicia Vikander), die einen Heiratsantrag von Levin (Domhnall Gleeson) ablehnt, weil sie sich in den Offizier Vronsky (Aaron Taylor-Johnson) verliebt hat. Doch bei einem Ball kommen sich Vronsky und Anna näher und es entbrannt eine flammende Leidenschaft zwischen den beiden...
Als Zuseher hat man schlussendlich viel mehr Interesse daran zu verstehen was dieser Ansatz bedeuten soll, und die visuellen Spielereien zu verfolgen, als dass man sich auf die Geschichte und die Figuren konzentrieren könnte. Leo Tolstoi gerät somit völlig in den Hintergrund und auch auf Grund der konfusen Struktur des Films fällt es schwierig die Handlung zu erfassen. In Folge ist man als Zuseher besonders zu Beginn sehr verwirrt und kann viele Details der Geschichte nur erahnen. Wirklich eigenartig ist allerdings, dass der Film seine extreme Form im Laufe der Zeit immer wieder reduziert und es dann auch wieder Szenen gibt in denen er völlig mit ihr bricht. Es ist allerdings nie klar warum Joe Wright dies tut, bzw. welcher tiefere Sinn darin verborgen sein soll.
Fazit:
Anna Karenina ist ein eiskaltes, formal gewagtes Experiment, bei dem man den Eindruck hat, dass es Joe Wright vor allem darum ging sich selbst zu profilieren. Durch die Entscheidung wesentliche Teile des Films als Theaterstück zu zeigen, und dabei die Künstlichkeit ins Schaufenster zu stellen, erzeugt der Film einen ganz eigenen Stil, der aber leider nicht wirklich funktioniert. Anna Karenina ist ein unterkühltes, selbstverliebtes und berechnenedes Werk, dass die eigenen formalen Spielereien weit über die Geschichte und die Figuren stellt und dabei noch nicht einmal konsistent vorgeht. Für den Zuseher ist dies anstrengend und verwirrend, vielleicht sogar ärgerlich, vor allem da die Intention von Joe Wright nie so ganz klar wird.
Wertung:
4/10 Punkte
17.11.2012 - Anna Karenina - Deutscher Trailer
22.06.2012 - Anna Karenina - Englischer Trailer
04.10.2011 - Anna Karenina - Dreharbeiten beginnen!

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