Paranormal Activity 4 - Es ist näher als Du glaubst (2012)

OT: Paranormal Activity 4 - 95 Minuten - Horror
Paranormal Activity 4 - Es ist näher als Du glaubst (2012)
Kinostart: 19.10.2012
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Paranormal Activity 4 - Es ist näher als Du glaubst

Die Filmemacher der Horrorreihe Paranormal Activity wissen wie sie ihr Publikum fesseln können. In Paranormal Activity (2007) war es die standhafte Kamera, welche die Ungewissheit und zugleich die Hilflosigkeit des Zuschauers verursachte, sowie der Sound, der unter die Haut ging und damit für Schockmomente sorgte. In Paranormal Activity 2 (2010) wurde dann teilweise die Vorgeschichte des ersten Films visualisiert, allerdings durch die zahlreichen Überwachungskameras die Spannung aufgelockert. Paranormal Activity 3 (2011) beantwortete nicht die in Teil 2 aufgeworfenen Fragen, sondern erweiterte die Story mit einem Prequel zur gesamten Geschichte. Außerdem wurde der Blick des Zuschauers erneut auf eine Kamera reduziert und das Spiel mit der Angst weitergeführt. Aufgrund des großen Erfolgs der Horrorreihe ist nun ein vierter Teil in die Kinos gekommen, welcher beweist, dass dem Franchise auf Dauer die Luft ausgeht.

Es sind einige Jahre vergangen, seitdem die Dämonen besessene Katie (Katie Featherston) ihren Enkel von ihrer Schwester weggenommen hat und mit ihm verschwunden ist. Doch damit wurden die übersinnlichen Aktivitäten nicht vergraben. Ganz im Gegenteil – im Elternhaus der 15 jährigen Alex geschehen komische Sachen seitdem eine Frau und ein kleines Kind in das Nachbarhaus eingezogen sind. Aus diesem Grund installiert Alex’ Freund Ben (Matt Shively) zahlreiche Kameras im Haus, sodass beide dem Spuk nachgehen können. Nachdem die Nachbarin wegen gesundheitlichen Problemen ins Krankenhaus eingeliefert wurde, nehmen Katies Eltern den kleinen Jungen Robbie (Brady Allen) bei sich auf. Alex traut Robbie aber nicht, denn dieser hat nicht nur ein Auge auf sie, sondern auch auf ihren kleinen Bruder Wyatt (Aiden Lovekamp) geworfen…

Mittlerweile sollte jeder, der einen Paranormal Activity Film gesehen hat, wissen wie dieser aufgebaut ist. Zu Beginn erhält der Zuschauer Einblick in das Leben einer Familie. Die Aufnahme der Bilder mit der Handkamera ermöglicht den Blick des Rezipienten in das Privatleben der Figuren. Es entsteht eine Nähe zu den gezeigten Personen. Mit der Zeit geschehen merkwürdige Dinge, wobei der Sound eine wichtige Rolle spielt. Dieser sticht besonders in den Vordergrund, wenn signalisiert werden soll, dass bald ein Schocker folgt. Der Zuseher, welcher sich auf dieses Spiel einlässt, wird dann bis zum Ende um den Finger gewickelt, sodass er hilflos dem Film ausgesetzt ist und während dem Höhepunkt, meistens die letzten fünf Minuten, ein intensives Furchterlebnis durchläuft. Exakt diesen Weg haben die Regisseure Henry Joost und Ariel Schulman auch für Paranormal Activity 4 gewählt. Allerdings wird hier eine neue Familie eingeführt, sodass zuerst eine Distanz zum Zuschauer besteht. Diese wird dann schnell durchbrochen, denn das Opfer scheint diesmal ein jugendliches Mädchen zu sein.

Doch außer des bereits bekannten Ablaufs haben sich die Filmemacher auch neue und damit frische Ideen ausgedacht, um ihr Publikum zu erschrecken. Einerseits handelt es sich hierbei um den Bewegungssensor einer Videospielkonsole im Wohnzimmer des Hauses, der eine befremdliche Nachtsicht erzeugt. Andererseits verstehen es Joost und Schulman sehr gut mit den selbst aufgestellten Grenzen der Filmreihe zu spielen. Im Zuge dessen verursacht ein verschwundenes Messer blutige Vorstellungen beim Zuschauer. Darüber hinaus löst ein Zitat aus Stanley Kubricks Meisterwerk Shining (1980) blutige Bilder beim Betrachter aus. Denn wenn der kleine Robbie mit dem Dreirad durch das Haus fährt, dann sollten die Alarmglocken läuten.

Allerdings läuten nicht nur die Alarmglocken der Furcht, sondern auch diese, welche langsam das Ende der Filmreihe ansagen. Beispielsweise beantwortet der vierte Teil kaum Fragen, die in den vorigen Filmen aufgeworfen wurden, sondern stellt stattdessen neue in den Raum. Des Weiteren entstehen einige Logikfehler. Demzufolge kann das Verhalten der Figuren partiell nicht nachvollzogen werden. Dies führt wiederum zu Frustmomenten, welche nicht einmal mit der unerwarteten Wendung am Ende des Films überspielt werden können.

Fazit:
Der Paranormal Activity-Reihe geht langsam die Luft aus. Zwar kann der Film einige gute Schocker vorweisen, jedoch wird im Großen und Ganzen nicht viel an der Struktur verändert, sodass der Film erst im letzten Drittel so richtig in Fahrt kommt. Aufgrund dessen ist dieser auch nur für Fans der Horrorreihe empfehlenswert.  

Wertung:
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