Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt (2012)

OT: Seeking a Friend for the End of the World - 101 Minuten - Komödie / Drama / Romanze / SciFi
Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt (2012)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: 24.01.2013 - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt

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Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt ist nicht nur ein auffallend langer Titel, sondern auch mal ein Weltuntergangsfilm der etwas anderen Art. Der Film startet auch gleich in medias res. Im Radio wird verkündet, dass der Weltuntergang in 21 Tagen bevorsteht. Eine perfekte Einleitung für die Figuren, um sich zu überlegen, was sie mit ihrer verbleibenden Zeit anfangen werden. Ohne übertriebener Massenpanik oder Endzeitszenarien beleuchtet Regiedebütantin Lorene Scafaria das Ende der Welt von einer unerwartet angenehm ruhigen Perspektive.

Ein Asteroid nähert sich bedrohlich der Erde und kündigt das Ende der Welt an. Dodge (Steve Carell) kann diese Meldung allerdings nicht aus der Fassung bringen und geht zunächst weiterhin seinen Job als Versicherungsverkäufer nach. Unverhofft lernt er jedoch seine Nachbarin Penny (Keira Knightley) kennen. Während eines Aufstandes beschließen sie die Stadt gemeinsam zu verlassen. Dodge will seine alte Jugendliebe wieder finden, Penny sucht einen Weg, um zu ihrer Familie zu gelangen. Ein abenteuerlicher Roadtrip voller eigensinniger und exzentrischer Begegnungen beginnt, der beide einander näher kommen lässt.  

Die Menschheit ist schon in unzähligen Endzeitfilmen zugrunde gegangen. Sei es durch Viren, Aliens, Naturkatastrophen oder den Klimawandel. Auch die Idee, das Ende der Welt durch einen Asteroiden einzuleiten, ist nicht neu. Ungewöhnlich ist jedoch die filmische Umsetzung. Sieht man üblicherweise den amerikanischen Präsidenten und eine Handvoll Helden, die die Erde retten, beleuchtet Scafaria eine gänzlich andere Perspektive. Sie verzichtet auf Special-Effects, Actionszenen, Heldentum und melancholisch-dramatische Szenen und erzählt die Geschichte aus Sicht der „normalen“ Bevölkerung. Das Endzeitthema wird verpackt in einen Feel-Good-Roadmovie, der gespickt ist mit Humor und von Freundschaft und außergewöhnlichen Persönlichkeiten erzählt.

Was tun die Menschen also mit genau drei Wochen verbleibender Lebenszeit? Während die einen weiterhin brav zur Arbeit gehen und ihren Alltag bewältigen, lassen andere die Sau raus und begegnen dem Ende der Welt mit Partys, Sex und Alkohol. Wieder andere drehen vollkommen durch und bestellen Auftragskiller, um auf ihre Weise der Apokalypse zu entgehen. Und dann gibt es da noch Dodge und Penny. Carell, der als 40-jährige Jungfrau seinen Durchbruch schaffte, passt perfekt in die Rolle des Dodge. Er verkörpert den Normalbürger, der durch seine meist unfreiwillige Komik und seinen trockenen Humor für die meisten Lacher sorgt. Sein geruhsames Naturell trifft auf die chaotische und quirlige Art, die Knightley als Penny verkörpert.  

Ab der zweiten Hälfte des Filmes rückt die Beziehung zwischen Dodge und Penny immer mehr in den Vordergrund. Kann das ungleiche Paar zu Anfang noch durch seine belebende Gegensätzlichkeit überzeugen, wirkt es mit der Zeit dennoch eher unglaubwürdig. Trotz einiger einfühlsamer und heiterer Szenen wirkt die Chemie zwischen Dodge und Penny nie so richtig stimmig. Was anfangs gut beginnt wirkt gegen Ende eher gezwungen. Da helfen auch die engagierten Bemühungen der beiden Hauptdarsteller nur wenig.

Fazit:
Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt ist ein Feel-Good-Movie mit  tragischem Hintergrund. Die Idee, einen Weltuntergangsfilm als Komödie darzustellen, die in einer Lovestory mündet, funktioniert zwar, muss aber einige Abstriche machen. Alles in allem handelt es sich um eine charmante Tragikomödie, die trotz stellenweiser Längen und genretypischer Zwischenspiele, als amüsantes Filmerlebnis durchgehen kann.

Wertung:
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