Dredd 3D (2012)

OT: Dredd 3D - 95 Minuten - Action / SciFi / Thriller
Dredd 3D (2012)
Kinostart: 16.11.2012
DVD-Start: 19.04.2013 - Blu-ray-Start: 19.04.2013
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Filmkritik zu Dredd 3D

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Die Actionhelden aus den 80ern machen dieses Jahr wirklich etwas mit. Obwohl sie sich gemeinsam zum Klassentreffen in The Expendables 2 wiedergesehen haben, hat es die Industrie auf ihre früheren Werke abgesehen. Nachdem Arnold Schwarzenegger bereits das Ziel war und sein Klassiker Total Recall neu aufgelegt wurde, ist nun Sylvester Stallone an der Reihe. Doch Regisseur Pete Travis hatte zugegeben eine etwas leichtere Aufgabe vor sich, ist Judge Dredd doch ausschließlich ein sympathischer B-Actioner. Und tatsächlich hat das grimmige Remake Dredd seinen Reiz und überzeugt mit einer durchaus interessanten Stilistik und einem soliden Unterhaltungswert.

Die Welt ist zu einer leblosen Wüste geworden. Zwischen den brachen, atomar verseuchten Gebieten, gibt es riesige Zusammenschlüsse von menschlichen Städten. Megacity One streckt sich über die Ostküste der USA und ist zu einem kaum zu kontrollierenden Moloch verkommen. Um Ordnung zu sorgen, musste sich das Gesetz radikal ändern: Übermächtige Judges vereinen die Aufgabe von Polizei, Richter und Henker in einer Person und greifen unbarmherzig durch. Einer der besten seines Fachs ist Judge Dredd (Karl Urban). Doch als er gemeinsam mit der neuen Rekrutin Anderson (Olivia Thirlby) aufbricht um im Gebiet von Drogenqueen Ma-Ma (Lena Headey) für Ordnung zu sorgen, wird er vor eine gewaltige Aufgabe gestellt...

Dredd ist insofern ein heißes Pflaster, gibt es doch immerhin gleich drei Parteien, die man zufrieden stellen muss: Zum einen die Fans der Comicvorlage, dann noch die Fans des Stallone-Films und zum Schluss noch das normale Publikum. Pete Travis richtet sich mit seiner Verfilmung aber vor allem an die Fans des Comics. Der Humor des Stallone-Films wird völlig aus dem Film gestrichen, stattdessen ist Dredd ein gnadenloser und brutaler Actionfilm, der Judge Dredd als humor- und kompromisslosen Rächer zeigt, der mit unnachgiebiger Härte auf den Straßen für Ordnung sorgt. Fans des Stallone-Films haben also weniger zu lachen, fehlt doch nicht nur der Hauptdarsteller, sondern auch der Stil ist ein völlig anderer.

Die Vision der Zukunft ist dabei durchaus gelungen. Von der Gestaltung der Stadt, über die Gesellschaftsstrukturen, wirkt alles durchaus überlegt und man taucht gerne in diese Welt ab. Das liegt auch daran, dass Pete Travis inszenatorisch richtig in die Vollen geht und das Bildkader bis aufs letzte ausreizt. So findet man auch einen wahren Overkill an Zeitlupeneffekten, gepaart mit optischen Kniffen, die in der dystopischen Atmosphäre für einen ästhetischen Aufschrei sorgen. Das macht durchaus Spaß, allerdings hat man das Gefühl, dass man diese Gestaltungsweise etwas zu häufig einsetzt.

Wiederholung ist überhaupt das große Problem des Films. Überzeugt die Handlung zunächst mit einigen netten Einfällen, ist das Innovationsniveau schon relativ bald ausgeschöpft. Die Szenen scheinen sich immer wieder zu wiederholen und mangels Spannung, fehlt hier der nötige Druck um wirklich zu überzeugen. Auch der immer gleiche, verkniffene Ausdruck im Gesicht von Karl Urban, nutzt sich ab. Aber man muss trotzdem eines festhalten: Dredd zeigt durchaus Potential und sorgt für einen kurzweiligen Kinoabend. Zwar ist der Film bei weitem kein Must-see, aber ein netter Unterhaltungsfilm ist es allemal geworden.

Fazit:
Pete Travis’ Neuverfilmung Dredd ist ein solider Unterhaltungsfilm, der atmosphärisch und inszenatorisch an einigen Stellen aufzeigt, aber letzten Endes daran erkrankt, dass sich gewisse Motive immer wiederholen und es dem Film an einem wirklich packenden Spannungsbogen mangelt. Nichtsdestotrotz können Fans von grimmigen Actionfilmen und dystopischen Zukunftsszenarien durchaus einen Blick riskieren.

Wertung:
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