Friends with Kids (2011)

OT: Friends with Kids - 107 Minuten - Komödie
Friends with Kids (2011)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: 29.11.2012 - Blu-ray-Start: 29.11.2012
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Filmkritik zu Friends with Kids

Jennifer Westfeldt hatte 2001 ihren Durchbruch mit der Independent-Komödie Kissing Jessica Stein. Damals verfasste sie das Drehbuch, spielte die Hauptrolle und fungierte als Co-Produzentin. Dieser Film ebnete ihr den Weg, sodass sie 2006 die RomCom Ira & Abby auf den Markt brachte. Sie verfasste das Drehbuch und porträtierte die weibliche Hauptrolle. Doch dies reichte Westfeldt nicht, sodass sie in ihrem neuesten Projekt Friends with Kids auch die Regie übernahm. Zudem überredete sie ihren Ehemann Jon Hamm (Mad Men; Brautalarm, 2011) eine Nebenrolle zu übernehmen. Ferner konnte sie auch das Comedy-Talent Kristen Wiig, sowie Maya Rudolph aus der Hit-Komödie Brautalarm, als auch Hingucker Megan Fox überzeugen. Die Regiedebütantin schaffte sich damit eine viel versprechende Ausgangslage für einen gelungenen Film. Doch dieser Plan ist letztendlich nach hinten losgegangen. Nach einer gelungenen Independent-Exposition lässt der Film kein Klischee des RomCom-Genres aus und wird demnach vorhersehbar und langweilig. Die Geschichte beginnt demnach mit zwei Freunden, die in einem Lokal auf die restlichen Mitglieder des Freundschaftskreises warten.

Julie (Jennifer Westfeldt) und Jason (Adam Scott) sind in ihren 30ern und die einzigen in ihrem Freundeskreis, die noch keinen feste/n Partner/in haben. Nachdem ihre Freunde Missy (Kristen Wiig) und Ben (Jon Hamm), sowie Leslie (Maya Rudolph) und Alex (Chris O’Dowd) bereits die ersten Kinder erhalten haben, merken sie, dass Liebe und Lust während der Kindererziehung nur noch auf Sparflamme laufen. Um dieses Problem zu umgehen, beschließen die guten Freunde gemeinsam ein Kind zu zeugen und sich dann jeweils auf die Suche nach der Liebe ihres Lebens zu machen. Daraufhin geht Jason nach der Geburt des gemeinsamen Babys eine Beziehung mit der jungen Mary Jane (Megan Fox) ein. Jasons attraktive Partnerin weckt Eifersuchtsgefühle in Julie, sodass die Probleme beginnen…

Haben wir diese Geschichte nicht bereits abgewandelt in anderen Romantischen Komödien gesehen? Jennifer Westfeldt wollte den Vergleich mit ähnlichen Filmen des Genres vermeiden und fügte somit noch die zwei Freundschaftspaare hinzu. Daraus entstand dann eine wirklich frische Exposition. Vor allem Maya Rudolph und Chris O’Down stechen mit einer hervorragenden Chemie und mit lustigen Dialogen hervor. Die Zusammentreffen der Paare / Freunde zu Beginn der Komödie erinnern ein wenig an die Erfolgssitcom Friends mit unter anderem Jennifer Aniston. Zumal erzählt Jennifer Westfeldt am Anfang ihre Story in einer unkonventionelle Art und Weise, sodass sich der Film erstmal vom RomCom-Einheitsbrei abzuheben scheint. Dies ändert sich allerdings schlagartig nachdem das Neugeborene auf die Welt kommt.

Die Drehbuchautorin und Regisseurin Westfeldt konzentriert sich im Hauptteil des Films nur noch auf das Paar Jason und Julie. Ihr Verhältnis zueinander, ihre neuen Beziehungen und ihr gemeinsames Baby füllen nun die Handlung aus. Leider schafft es die Regiedebütantin von nun an nicht mehr zu überzeugen. Die Chemie zwischen ihr und Adam Scott reicht nicht aus, um die Klischees, welche nacheinander präsentiert und demnach abgehackt werden, zu überspielen. Nicht einmal die Dialoge über Geschlechterrollen können unterhalten. Dazu kommen zahlreiche Witze über Geschlechtsorgane hinzu, die völlig unpassend präsentiert werden und demzufolge eher nerven als zum Lachen anregen. Selbst Megan Fox, die erneut als sexy Blickfang präsentiert wird, gelingt es nicht Schwung in die Komödie zu bringen. Fox sollte sich in Zukunft besser ihre Rollen aussuchen, wenn sie als Schauspielerin ernst genommen werden möchte. Nach Transformers (2007; 2009) hat das Erfolgsmodel kaum einen Erfolg landen können. Die Filme Passion Play (2010) und Jonah Hex (2010) floppten an den Kinokassen. Zudem spielte sie im Comedy-Hit Der Diktator sich selbst, sodass dies nicht als großer schauspielerischer Erfolg angesehen werden kann. Es hätte also von vornherein klar sein sollen, dass Fox in der altbekannten Rolle nicht für Sympathiepunkte, beim etwas anspruchsvolleren Zuschauer, sorgen würde. Vollkommen unverständlich ist daraufhin, dass Maya Rudolph und Chris O’Dowd im Hauptteil nur noch vereinzelt benutzt werden, um die Handlung voranzutreiben und Kristen Wiig, als auch Jon Hamm für eine lange Laufzeit völlig in Vergessenheit geraten.

Das komödiantische Talent von Wiig wird in dieser Komödie somit völlig ignoriert. Stattdessen darf die Darstellerin beweisen, wie gut sie vor der Kamera weinen kann. Man könnte dabei denken, dass die Schauspielerin der verlorenen Zeit nachtrauert, die sie in Friends with Kids investiert hat. Gegen Ende erhält sie aber doch noch etwas Spielzeit, jedoch in veränderten Beziehungsverhältnissen, die bis zu diesem Zeitpunkt nicht erklärt wurden. Der Zuseher kann sich die Gründe mancher Beziehungskonstellationen nun mehr oder weniger selbst zusammenreimen. Ansonsten verschwinden Charaktere, die nicht mehr benötigt werden, schneller als sie vorgestellt wurden. Obendrein präsentiert uns Jennifer Westfeldt am Ende ihres Films keine Überraschungen, sodass Friends with Kids als eine langatmige, vorhersehbare und klischeehafte „Komödie“ mit ein paar gelungenen Witzen und einer frischen Ausgangslage in Erinnerung bleibt.

Fazit:
Jennifer Westfeldts Regiedebüt weist zahlreiche Mängel im Drehbuch auf. Der Film ist vorhersehbar, langweilig und überwiegend nicht lustig. Darüber hinaus wirken Kristen Wiig und Jon Hamm unterfordert und uninteressiert. Megan Fox und Adam Scott können wiederum nicht in ihren Rollen überzeugen. Zumal verfällt die gelungene Ausgangslage der herkömmlichen Schablone einer RomCom, sodass schließlich der Film ohne bedenken ausgelassen werden kann.

Wertung:
3/10 Punkten  
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