Wie beim ersten Mal (2012)

OT: Hope Springs - xx Minuten - Komödie / Drama
Wie beim ersten Mal (2012)
Kinostart: 28.09.2012
DVD-Start: 01.03.2013 - Blu-ray-Start: 01.03.2013
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Filmkritik zu Wie beim ersten Mal

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Was haben „Der Teufel trägt Prada“ und „Marley & Ich““ gemeinsam? Es sind beides familienfreundliche, gutherzige, gutelaune Filme. Und sie sind beide vom selben Regisseur: David Frankel. Und da alle guten Dinge nun mal Drei sind und dieses Konzept schon zweimal erfolgreich geklappt hat, kann man schon denken, was man sich von „Wie beim ersten Mal“ erwarten darf. Auch eine alte Bekannte und beinahe 100% lebende Erfolgsgarantie, konnte der Regisseur wieder mit aufs Boot holen: Meryl Streep. Was könnte da denn eigentlich noch schief gehen?

Kay (Meryl Streep) und Arnold (Tommy Lee Jones) sind seit 30 Jahren verheiratet. Eine lange Zeit und ihrer Ehe merkt man das an. Ihr Alltagsleben ist von Routine geprägt. Kleine romantische Gesten, Zärtlichkeiten und Leidenschaft? Fehlanzeige! Während Arnold scheinbar zufrieden damit ist und bloß seine Ruhe will, brodelt es in Kay wie wild. Sie sehnt die alten Zeiten herbei, als die Beiden noch ein verliebtes dynamisches Paar waren. Für Kay gibt es daher nur eine Lösung: Ehetherapie. Sie schleift ihren mürrischen Mann mit ins romantische Städtchen Hope Springs. Dort begeben sie sich zum berühmten Eheberater Dr. Bernard Feld (Steve Carell), der ihnen dabei helfen soll, wieder Schwung in ihre Ehe zu bringen. Doch das Wiederfinden der verloren gegangenen Leidenschaft zwischen Kay und Arnold, stellt sich als ein schweres und nervenaufreibendes Unterfangen heraus.

Nun, viel schief gelaufen ist auch diesmal nicht. Es gibt zwei primäre Punkte die bei dieser Art von Filmen das A und O sind:

Punkt 1: Die „Helden“ müssen sympathisch sein und eine gewisse Ausstrahlung übermitteln.
Punkt 2: Eine einfache, amüsante „Happy End Storry“, mit der sich das Publikum leicht identifizieren kann.

Und was diese zwei Kriterien angeht, schafft es der Film auch wirklich zu überzeugen. David Frankel setzt diesmal nicht auf Hollywoodbeautys die im besten Alter sind um eine möglichst hohe Zielgruppe zu erreichen. Bei „Marley & Ich“ waren es Jennifer Aniston und Owen Wilson. Beide noch jung genug um für Teenager attraktiv und interessant zu sein. Aber auch schon lange im Geschäft, so dass sie auch von älteren Zusehern geschätzt und erkannt werden. Diesmal setzt der Regisseur auf ein älteres Schauspielerpaar. Meryl Streep und Tommy Lee Jones. Dass dies zu einem geringeren Anteil an junge Zuseher führt, ist wohl zu erwarten. Dafür harmonieren die Beiden noch besser als ihre jüngeren Kollegen. Tommy Lee Jones mimt den mürrischen, in sich gezogenen Arnold sehr überzeugend. Die Rolle ist ihm auch nun mal perfekt auf den Leib geschnitten. Und was Meryl Streep angeht. Nach der intensiven Rolle in „Die eisernen Lady“, merkt man ihr die Leichtigkeit und Freude an, die sie bei der Umsetzung der Rolle der liebevollen Kay hatte. Kurz erwähnt ist auch Steve Carell. Er nimmt sich ausnahmsweise einmal sehr stark zurück und überlässt den beiden Hauptdarstellern die Show.

Was die Story angeht, so spricht der Film wohl ein Thema an, mit dem sich viele identifizieren können. Wie bringt man wieder Schwung in das eingerostete Liebes-/Eheleben? Um dies herauszufinden, lässt der Regisseur die Figuren in einige heikle Situationen geraten, in denen es viel Potential für Brachialhumor geben würde. Diese Art von Komödien sind ja zurzeit stark im Trend und sehr erfolgreich (Hangover, Der Diktator, etc.). Doch so weit lässt man es dann nie kommen. Die Figuren behalten immer ihr Niveau. Die beiden Schauspielikonen hätten da wohl auch nicht mitgemacht, wenn es nicht so wäre.

Was die komödiantischen Elemente angeht, so hätte man sich schon etwas mehr erwarten dürfen. Die Dichte der Pointen ist überschaubar und haben meistens nicht mehr als Schmunzelpotential vorzuweißen. Dazu muss man aber gerechterweise erwähnen, dass der Film auch nicht versucht lustiger zu sein. Damit ist gemeint, dass die Gags die der Film vorweißt, auch funktionieren. Das Timing und die Umsetzung passen hier also.

Fazit:
Eine charmante zärtliche Liebeskomödie mit Happy End Garantie. Der Film punktet mit gut aufgelegten Darstellern und einer liebevollen Story, mit der sich viele Zuseher identifizieren werden können. Die Pointendichte ist nicht gerade hoch. Allerdings wird man trotzdem mit einigen lustigen Sprüchen und Momenten unterhalten. Außerdem ist es sehr angenehm, dass der Film den derzeitigen Trend des Brachialhumors nicht folgt und seiner Linie treu bleibt. Ein Film den man zwar schnell wieder vergessen wird, der aber Spaß und gute Laune macht.

Wertung:
7/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 6.3/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 4
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