Who Killed Marilyn? (2011)

OT: Poupoupidou - 102 Minuten - Komödie / Krimi / Mystery
Who Killed Marilyn? (2011)
Kinostart: 03.08.2012
DVD-Start: 07.12.2012 - Blu-ray-Start: 07.12.2012
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Filmkritik zu Who Killed Marilyn?

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Die Kunstfigur der Marilyn Monroe fasziniert seit jeher mit ihrer Sinnlichkeit und diente bereits viele Male als Stoff filmischer Verarbeitung sowie als Idol unzähliger Fans weltweit. In der französischen Krimikomödie Who killed Marilyn?, die mit ihrem Originaltitel Poupoupidou Monroes Hit „I wanna be loved by you“ zitiert, verarbeitet der französische Regisseur Gérald Hustache-Mathieu nun sowohl die Thematik rund um die nachgeahmte Schönheit des Starlets als auch die Gefahren des Ruhms in einer spannenden als auch witzigen Geschichte.

Die Handlung begleitet  den bekannten, französischen Romanautor David Rousseau (Jean Paul Rouve), der sich gerade in einer Art Schaffenskrise befindet und auf der Suche nach einem Stoff für sein neuestes Buch ist. Wie der Zufall will, bringt ihn das Erbe seines verstorbenen Onkels in die kälteste Kleinstadt Frankreichs, Mouthe. Dort angekommen, wird der Todesfall des dort ansässigen, durch eine Käsewerbung berühmt gewordenen Starlets Candice Lecoeur (Sophie Quinton) in den verschneiten Wäldern des Ortes durch eine Überdosis Pillen bekannt. Für die Polizei als klarer Fall von Selbstmord geltend, will Rousseau nicht recht an einen solchen glauben und begibt sich angetrieben von seiner Krimilust auf die Suche nach Indizien und Beweisen für einen Mord. Dabei kommen immer mehr Details aus Candices Leben ans Licht sowie ihre persönliche Bewunderung der Marilyn Monroe, der sie auch äußerlich nacheiferte. Von der Polizei wird partout nicht ermittelt, Unterstützung erhält Rousseau lediglich vom jungen, engagierten Polizeibeamten Bruno Leloup (Gouillaume Gouix), der ihn gegen den Willen des Kommandanten Colbert (Olivier Rabourdin) mit Informationen versorgt.

Who killed Marilyn? versprüht trotz seines Krimicharakters eine angenehme Ruhe, die auch durch die schneebedeckte und kühl wirkende Landschaft unterstrichen wird. In diesem Sinne verzichtet Hustache-Mathieu auf wilde Verfolgungsjagden oder dergleichen, wie es oft in großen amerikanischen Thriller-Produktionen üblich ist. Dies tut der Handlung aber keinen Abbruch, da sich der Spannungseffekt des Films hauptsächlich aus den, erst nach und nach preisgegebenen Details aus Candices Leben ergibt. Dadurch findet immer wieder ein Wechsel der Sichtweisen statt und es bleibt für den Zuschauer bis zum Schluss offen, ob und wer denn nun wirklich Schuld am Tod der hübschen Blondine hat.

Die Figur der Candice Lecoeur hat dabei nicht nur äußerliche Ähnlichkeit mit Monroe, es finden sich auch charakterliche Parallelen der beiden Frauen. So erscheint auch Candice als gebrochene Persönlichkeit und vor allem in den Liebschaften von Candice lässt sich ein gewisses Monroe-Muster erkennen. Generell wird die äußerliche Nachahmung von Marilyn nur sehr reduziert eingesetzt und wird vielmehr als Ergebnis von Candices Wesen, ihren Charakterzügen und folglich ihren Entscheidungen dargestellt, was die Handlung auch abseits des Marilyn-Mythos interessant macht. Verkörpert wird die Blondine von der französischen Schauspielerin Sophie Quinton, die schon in ihren ersten Kurzfilmen mit Regisseur Hustache-Mathieu zusammenarbeitete und 2003 durch Wer tötete Bambi? bekannt wurde. Auch Jean Paul Rouve, der 2005 in Zwei ungleiche Freunde gemeinsam mit Gérard Depardieu spielte, überzeugt in der Rolle des Autors, an dem ein aufmerksamer Kriminaldetektiv verloren ging, mit viel Sarkasmus und Humor.

Mit Witz und einem ganz speziellen Charme wird die spannende, aber auch tragische Geschichte geschmückt – es ergibt sich in gewisser Weise auch eine kleine Liebesgeschichte zwischen Rousseau und Candice, der Vorlage seiner Romanfigur.  

Fazit:
Als französische Krimikomödie überzeugt Who killed Marilyn? von Regisseur Gérald Hustache-Mathieu mit einer detailreichen Story und einer ungezwungenen  Spannung. Man begibt sich gemeinsam mit dem Romanautor Rousseau auf eine Entdeckungsreise, die mehr hält als sie zunächst zu versprechen scheint und das Interesse des Zuschauers erst nach und nach weckt, im Endeffekt aber mit einer guten Mischung an Krimi, Komödie und Charme für sich gewinnt.

Wertung:
8/10 Punkte
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