Woody Allen: A Documentary (2012)

OT: Woody Allen: A Documentary - 113 Minuten - Dokumentation
Woody Allen: A Documentary (2012)
Kinostart: 13.07.2012
DVD-Start: 25.10.2012 - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Woody Allen: A Documentary

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Woody Allen ist nicht nur eingefleischten Filmkennern ein Begriff und gehört seit jeher zu den, sowohl von Kollegen als auch Schauspielern meistgeschätzten Regisseuren unserer Zeit. Auch als Darsteller, meist in seinen eigenen Filmen, machte er sich einen Namen und schafft es nach wie vor die Massen zu unterhalten. Doch wirklich viel über den Menschen Woody Allen, angefangen mit seinem bürgerlichen Namen Allan Stewart Konigsberg, sowie sein Leben, mal abgesehen von seinem skandalösen Liebesleben, weiß man nicht. Um das zu ändern und das Filmurgestein quasi für sein bisheriges Lebenswerk zu würdigen, machte sich Regisseur Robert B. Weide an eine Dokumentation über das Multitalent, die nun einen kleinen Einblick in Allens Arbeit, aber auch Privatleben gewährt.

Weide beginnt bei den Anfängen von Woody Allens Karrieren, erzählt von seinen ersten Auftritten als Comedian in diversen Clubs und zeigt dabei auch auf, wie unwohl er sich damals auf der Bühne fühlte. Auch Woody Allens Verwandte und Kollegen kommen in Interviews und durch Archivaufnahmen zu Wort und machen den Drang des jungen Talents deutlich, die Leute zu unterhalten. Es wird gezeigt, wie er als junger Mann zum Schreiben und dadurch auch zum Filmemachen kam, aber auch, wie es nach nur einem Film zu seiner Entscheidung kam, für seine Drehbücher nur noch selbst Regie zu führen.

Regisseur Robert B. Weide verbrachte zwei Jahre mit Woody Allen und die brauchte er auch, um sein Leben filmisch fassbar in eine Dokumentation zu verpacken. So scheint er kein Detail auszulassen, bleibt aber immer in einem beständigen Tempo, wodurch der Zuseher nie gelangweilt wird, sondern vom dynamisch erzählten Fluss von Woody Allens Leben mitgerissen wird. Es wird durch viele, kurze Filmausschnitte ein Einblick in Woody Allens filmisches Schaffen gewährt, den man so selten erhält und durch den Allens Vielseitigkeit deutlich wird. Zwar haben seine Werke eine große Bandbreite, eine gewissen Allen’sche Handschrift ist jedoch zu erkennen und wird in der Dokumentation hervorgehoben. Zugleich wird seine Biografie aber auch mit Ausschnitten aus seinen Filmen unterstrichen und an gewissen Stellen der Erzählung seines Lebens eine passende Szene aus einem seiner Filme gezeigt, was besonders charmant und witzig wirkt. Dadurch offenbaren sich auch gewollte Parallelen zwischen seines Lebens und seiner Werke. Auch werden kleine Geheimnisse von Woody Allens Arbeitsweise preisgegeben: So zeigt er seine chaotischen Notizen, die den Grundstein seiner Drehbücher darstellen oder aber eine uralte Schreibmaschine, auf der er bis heute seine Bücher verfasst.

Neben Hinter-den-Kulissen-Bilder von älteren als auch neueren Filmen, die Allens lockere Regiearbeit und die damit verbundene angenehme Zusammenarbeit mit seinen Darstellern wie Scarlett Johannson (Scoop, 2006), Penelope Cruz (Vicky Christina Barcelona, 2008) oder Diane Keaton (Der Stadtneurotiker ,1977) zeigen, erzählen einige Schauspieler, die mit dem Regisseur arbeiten durften, aus dem Nähkästchen, lassen dabei aber natürlich nur Lobeshymnen ab. Ein wichtiger Aspekt in Woody Allens Leben und so auch in der Dokumentation ist natürlich sein Liebesleben. So wird von seiner romantischen Beziehung zu Kollegin Diane Keaton berichtet, der Ehe mit Schauspielerin Mia Farrow oder auch über die aktuelle und zu Beginn skandalöse Liebe zu seiner Adoptivtochter, die Allen ebenfalls ehelichte.

Woody Allen bleibt seinem Motto, fast jedes Jahr einen neuen Film rauszubringen, treu und liefert diesen Sommer mit To Rome with Love wiedermal eine romantische Komödie. Die übrige Wartezeit bis dahin versüßt Woody Allen: A Documentary allemal und ist für Woody Allen-Fans und solche, die es noch werden wollen, ein Muss.

Fazit:
Robert B. Weides Dokumentation über den allseits bekannten und beliebten Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Woody Allen zeigt das Leben des Comedy-Talents auf interessante und spannende Weise und scheint dabei kaum etwas auszulassen. Man erhält einen Einblick in seine Anfänge im Showbusiness, seine eigentümlichen Arbeitsweisen sowie auch sein Privatleben. Besonders die zahlreichen Ausschnitte aus Woody Allens Filmen geben einen passablen Überblick seiner filmischen Erfolgsgeschichte und machen Lust, sich jedes einzelne Werk anzusehen. Ein gelungenes Porträt des Lebens und Schaffens des Multitalents Woody Allen, das wohl zu den genialsten Entertainern unserer Zeit zählt.

Wertung:
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Liste von Radleey
Erstellt: 07.10.2012