Lady Vegas (2012)

OT: Lay the Favorite - 94 Minuten - Komödie
Lady Vegas (2012)
Kinostart: 10.08.2012
DVD-Start: 07.12.2012 - Blu-ray-Start: 07.12.2012
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Filmkritik zu Lady Vegas

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Der britische Regisseur Stephen Frears wurde unter anderem durch Werke, wie der Kultkomödie High Fidelity (2000) mit John Cusack oder aber mit dem biographischen Drama The Queen (2006) bekannt und machte sich dadurch souverän einen Namen innerhalb der Liga überzeugender Hollywood-Regisseure. Mit seiner neuesten Komödie Lady Vegas schafft er es leider nicht, an frühere Erfolge anzuknüpfen, da die Komödie als solche zu schwach ist und die Story sowie auch die Charaktere größtenteils seicht gehalten werden. Als Vorlage diente dem Film jedenfalls der Bestseller Lay the Favorite: A Memoir of Gambling von Beth Raymer, die darin von ihrem Weg von der Stripperin zur erfolgreichen Buchmacherin erzählt, der als Filmvorlage eigentlich vielversprechend wäre.

Protagonistin Beth (Rebecca Hall) verdient sich ihr Geld zunächst als Stripperin und wird eher als naives Dummchen dargestellt. Um ihrem Traum, eine erfolgreiche Cocktail-Kellnerin zu werden, näher zu kommen, beschließt sie nach Las Vegas zu gehen und dort ihr Glück zu versuchen. Im bunten Kasinotreiben angekommen, trifft Beth auf Holly (Laura Prepon), die ihr einen Job bei dem Buchmacher Dink (Bruce Willis) besorgt. Dieser verdient mit legalen Sportwetten sein Geld und erkennt bald Beths Talent, mit Zahlen umzugehen. Die beiden verstehen sich prächtig und langsam aber sicher entwickelt sich mehr als nur eine Freundschaft zwischen ihnen. Dies ist vor allem Dinks Ehefrau Tulip (Catherine Zeta Jones) ein Dorn im Auge, woraufhin Dink seinen neuen Schützling schließlich feuern muss, um sie später wieder zurück zu holen. Als er sie nach einer Krise dann aber wieder rauswirft, begibt sich Beth nach New York, um für den korrupten Buchmacher Rosie (Vince Vaughn) zu arbeiten. Als dieser sie in illegale Machenschaften hineinzieht, muss ihr Dink zu Hilfe kommen.

Frears Las Vegas-Komödie wartet an der Cast-Front mit großen Namen auf. Darunter Actionstar Bruce Willis, der 2012 in The Expendables 2 gemeinsam mit Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stalone für jede Menge Action sorgt und in Lady Vegas als lässiger, wenn auch etwas neurotischer Buchmacher, der seiner „Schülerin“ Beth in jeder Lebenslage zur Seite steht, gezeigt wird. Dargestellt wird diese von der britischen Schauspielerin Rebecca Hall, die sich mit der Titelrolle in Lady Vegas von einer neuen, charakterlich eher einfach angelegten Seite zeigt. Catherine Zeta Jones (Ocean’s Twelve, 2004) überzeugt als hochnäsige und eifersüchtige Ehefrau, wobei ihre Darstellung sehr überspitzt und teilweise etwas übertrieben wirkt, was ihre Figur teilweise ins Lächerliche zieht. Vince Vaughn (Die Hochzeitscrasher, 2005) und Joshua Jackson (Dawson’s Creek, 1998-2003) erweitern den Cast um zwei Nebenrollen. Trotz einer also passablen Besetzung, ist die Story eher schwach und klischeebeladen, wodurch beim Zuschauer kaum Spannung aufkommen will. Lediglich gegen Ende scheint sich kurz etwas am Spannungsbogen zu tun, was für ein wirklich unterhaltsames Filmerlebnis aber leider zu wenig bleibt.

Die Geschichte rund um das einfache Mädchen, das als Cocktail-Kellnerin Las Vegas erobern will und dies dann als Buchmacherin wirklich schafft, beginnt eher seicht und will in Bezug auf die Charaktere zunächst nicht wirklich in die Tiefe gehen. Dies ändert sich nur ein wenig und leider auch zu spät, als Beth gegen Ende die Powerfrau in sich zum Vorschein kommen lässt und ihre zu Beginn einfach zu durchschauende Figur damit interessant macht.

Generell ist Lady Vegas als leichte Kost zu sehen, die zwar mit überzeugenden Schauspielern daherkommt, mit klischeebeladenem Witz und der seichten Story reicht es für einen unterhaltsamen Filmabend aber gerade mal so.

Fazit:
Die Komödie Lady Vegas von Regisseur Stephen Frears könnte den Anspruch erheben, mit einer realistischen und unterhaltsamen Story auf zuwarten – als Vorlage diente der Bestseller Lay the Favorite: A Memoir of Gambling von Beth Raymer, deren Lebensweg von der Stripperin zur erfolgreichen Buchmacherin erzählt wird. Auch die Besetzung, darunter Bruce Willis, Rebecca Hall und Catherine Zeta Jones, erscheint zunächst vielversprechend, doch leider bleibt die Handlung zu seicht und auch die Charaktere und deren Entscheidungen wirken oft übertrieben und nicht nachvollziehbar. Zwar gibt es durchaus lustige Momente, als Komödie kann Lady Vegas aber nicht ganz überzeugen und verharrt in klischeebeladenen Gags.

Wertung:
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Im Kino gesehen 2012
Liste von neozoe
Erstellt: 21.09.2012