Starbuck (2011)

OT: Starbuck - 103 Minuten - Komödie
Starbuck (2011)
Kinostart: 17.08.2012
DVD-Start: 13.01.2013 - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Starbuck

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Einem gelungenen Festivalauftritt in Toronto ist es zu verdanken, dass Ken Scotts „Starbuck“ nun auch in unseren heimischen Kinos zu sehen ist. Bei dieser Komödie handelt es sich um ein kanadisches „Überraschungs-Ei“. Nach einem schleppenden ersten Drittel, (das zu diesem Zeitpunkt nur mit dubioser Story und schwachen Bildern überzeugt) kommt Bewegung ins Spiel. Eine undefinierbare Sympathie für die Charaktere wird geweckt, und macht den Film zu einer sehenswerten Komödie.

David (Patrick Huard) ist ein klassischer Verlierer-Typ um die 40. Er scheint nichts wirklich auf die Reihe zu bekommen, und  wird neben Pech und Fehlentscheidungen auch noch von ein paar Gangster-Typen verfolgt, denen er Geld schuldet. Nun hat ihm seine Freundin Valerie (Julie LeBreton) ihre Schwangerschaft gebeichtet und in diesem Zuge auch gleich, dass sie das Baby lieber ohne solch einen Vater großzieht. Leider sind das nicht seine einzigen Probleme. Das erkennt David, als ihm eines Tages ein Anwalt in der Wohnung auflauert, welcher seinem derzeitigen Leben die Krone aufsetzt. Plötzlich wird Davids miese Gegenwart von einem Tsunami seiner Vergangenheit überflutet. Denn zwanzig Jahre zuvor, hatte er bei einer Befruchtungsklinik sein Sperma gegen Geld verkauft, - und das nicht zu knapp. Das Resultat davon: 533 Kinder. 142 davon haben nun beschlossen eine Sammelklage zu erheben, um die wahre Identität ihres leiblichen Vaters zu erfahren, den sie bis dato nur unter dem Namen „Starbuck“ kennen. Davids bester Freund (Antoine Bertrand) ist Jurist, und sieht in dem Fall seinen Karrieresprung, weswegen er sich sofort anbietet. Mit einem gewonnen Fall, könnte David eine Entschädigung für den Fehler der Befruchtungsklinik erhalten, und endlich seine Schulden begleichen. Das Kuvert des gegnerischen Anwaltes, welches die Identitäten der klagenden Kinder enthält, liegt vorerst unberührt an Davids Schreibtisch. Schließlich siegt die Neugier dann aber doch, und er zieht sich eines seiner Kinder heraus. Da staunt er nicht schlecht, denn es handelt sich um einen sehr bekannten Fußballspieler. Das Ego und sein Vaterstolz werden damit so gefüttert, dass er nach der Reihe auch die anderen Kinder aufsucht und unerkannt in ihr Leben tritt.

Ein Film mit Ecken und Kanten, der vor allem zu Beginn, keine starken Bilder vermittelt. Man hat zuerst das Gefühl einen Streifen zu sehen, den man nach dem Kinobesuch bald wieder vergessen wird. Umso überraschender wendet sich diese Ansicht, nach ungefähr der Hälfte des Gesehenen. Es wäre zu viel gesagt zu behaupten, dass sich die filmische Qualität plötzlich ungemein steigert, oder die Story einen einzigartigen Wendepunkt versteckt hält. Dennoch gibt es darin perfekte Momente, in denen von Musik über schauspielerische Leistung, bis hin zu den Pointen alles stimmt. Zwar sind diese Momente schnell wieder vergangen, aber dennoch bewirken sie einen einzigartigen Zugang zur Story und den Figuren. Man hat Gelegenheit eine unglaubliche Sympathie für die Charaktere aufzubauen, und zugleich eine gewisse Ehrlichkeit des Films zu spüren. Bleibt abzuwarten, ob das geplante englischsprachige Remake, mit Vince Vaughn, es schaffen wird, den gleichen Charme zu versprühen, wie sein kanadischer Vorgänger.

Fazit:
Die Befürchtungen die man nach der ersten Filmhälfte hat, in einen Flop geraten zu sein, bewahrheiten sich zum Glück ganz und gar nicht. Der Film entwickelt sich zu einer leicht zugänglichen Komödie, die es verdient hat, gesehen zu werden. Wie immer man danach über die Story urteilt, sei dahingestellt, aber eine starke Sympathie für Patrick Huard, wird definitiv hängen bleiben. Nach gesehenem Film kann man sagen: Man mag ihn eben.

Wertung:
7/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 6.2/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 6
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