Magic Mike (2012)

OT: Magic Mike - 110 Minuten - Komödie
Magic Mike (2012)
Kinostart: 17.08.2012
DVD-Start: 04.12.2012 - Blu-ray-Start: 04.12.2012
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Filmkritik zu Magic Mike

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Der amerikanische Filmregisseur Steven Soderberg machte sich mit Dramen wie Traffic – Macht des Kartells (2000), der ihm sogar einen Oscar einbrachte oder Erin Brockovich (2001), aber auch nicht weniger starbesetzten Komödien wie Ocean’s Eleven (2001) sowie dessen beiden Fortsetzungen, einen Namen und bewies damit sein filmisches Können zu unterhalten. In seinem letzten Film Haywire – ein Action-Thriller, der im Frühjahr 2012 in die Kinos kam – arbeitete Soderbergh bereits mit dem talentierten Schauspieler Channing Tatum zusammen, durch den er sich nicht nur zu seinem neuesten Werk Magic Mike verleiten ließ, sondern diesen auch prompt in den Produktionsprozess mit einbezog und ihn an erster Position besetzte.

Magic Mike – das ist der begehrte Junggeselle Mike (Channing Tatum), der tagsüber am Bau arbeitet und mit seinen 30 Jahren keinen schlechten Lebensstandard pflegt. Diesen kann er sich allerdings nur durch seine zweite und eigentliche Hauptberufung leisten, wenn er sich nachts die Kleider vom Leib reißt und für kreischende Frauenmassen die eingeölten Hüften schwingt. Dem erfolgreichen Stripper und seinen Kollegen liegen die Frauen reihenweise zu Füßen – kein Wunder bei ihren detailreichen Bühnenshows, für die nicht zuletzt Altstripper und Besitzer des Clubs „Xquisite“ Dallas (Matthew McConaughey) verantwortlich ist. Als Mike den 19-jährigen Adam (Alex Pettyfer) kennenlernt, ihn unter seine Fittiche nimmt und schließlich als neues Mitglied der Stipper-Truppe unter dem Künstlernamen „The Kid“ groß werden lässt, ist dieser mehr als nur begeistert von der wilden, glänzenden Welt von Mike und den sich auftuenden Möglichkeiten. Während sich Adam am Ziel seiner Träume sieht, bringt dessen Schwester Brooke (Cody Horn) Mike zum Nachdenken, ob er nicht vielleicht doch mehr vom Leben will…

Der Film entstand in Zusammenarbeit zwischen Soderbergh und Tatum, der die Idee zum Drehbuch nach eigener Erfahrung im Stripper-Beruf lieferte und schließlich mit seinem Produktionspartner Reid Carolin in Worte fasste. Dabei sind die Szenen im Film keineswegs reale Erlebnisse des Schauspielers. Vielmehr wollte man die Atmosphäre und das im Business herrschende Lebensgefühl einfangen, was Soderbergh mit beeindruckenden Tanzeinlagen und berauschenden Bildern auch durchaus realistisch gelungen ist. Hauptdarsteller Tatum gibt seiner Rolle ein natürlich leichtes Spiel, was vermutlich mit seiner persönlichen Verbindung zum Filmthema zu tun hat, aber auch Kollege Alex Pettyfer (Ich bin Nummer 4, 2011) überzeugt in seiner Darstellung. Magic Mike hat von allem ein bisschen Erotik, Charme, aber auch viel Witz, nicht zuletzt durch die Charakterrolle von Matthew McConaughey, der als exzentrischer Clubbesitzer und Striplegende mit Herzblut in jede Choreographie und Showeinlage geht, auch wenn er dabei nicht selten sehr überspitzt dargestellt wird. Auch die restlichen Darsteller überzeugen in den selbstbewussten Rollen des Striptease-Ensembles, darunter Matt Bomer (White Collar, 2009), True Blood-Star Joe Manganiello und Adam Rodriguez (CSI Miami, 2002-2012).

Mit seiner nur in allzu vielen Filmen abgearbeiteten Thematik des Stripper-Daseins, geben Soderbergh, Carolin und Tatum der Geschichte zwei unterschiedliche Blickwinkel und damit im Vergleich zu schweren Dramen innerhalb dieses Bereichs auch eine gewisse, notwendige Frische. Zum einen begleitet man den jungen Adam, der durch Mike in die glitzernde Welt von Geld, Sex und Drogen eintaucht und das Rampenlicht sowie die neugewonnene Begehrtheit in vollen Zügen genießt. Andererseits erlebt man das Ganze aber auch durch Mikes Augen, der zwar durchaus glücklich mit seinem Beruf ist, sich aber trotzdem nach mehr sehnt, als nur oberflächlichen Begegnungen. Dennoch haben die beiden viel Spaß zusammen und wachsen an einander, so muss Mike beispielsweise für Adam Verantwortung übernehmen. Was Magic Mike mit seiner Thematik aber besonders auszeichnet, ist die Tatsache, dass er trotz seiner zwei, immer mehr voneinander abweichenden Ansichtsweisen nicht in die moralisierende Schiene abrutscht. Die Charaktere haben Spaß, an dem was sie tun und müssen sich dafür auch nicht schämen.

Mit bunten Tanzeinlagen und Shownummern, die sich des Öfteren selbst nicht so ernst nehmen, viel Humor, berauschenden Szenen und jeder Menge Charme bietet Magic Mike ein lockeres, unterhaltsames Filmerlebnis, das sich von anderen seiner Sorte abhebt.

Fazit:
Stephen Soderbergh, Oscar-Gewinner und Regisseur von Traffic (2000) oder Ocean’s Eleven (2001) schafft mit seinem neuesten Film Magic Mike ein wunderbar leichtes und buntes Unterhaltungskino, das durch die Augen der beiden Hauptdarsteller Channing Tatum und Alex Pettyfer in die glitzernde Welt des Striptease und kreischender Frauen eintauchen lässt. Dabei wird vor allem die momentane Atmosphäre eingefangen und fast gänzlich auf eine moralisierende Erzählweise verzichtet, was die Geschichte angenehm leicht und frisch, aber dennoch berauschend mitreißen lässt. Ein besonderes Filmerlebnis, das mit Charme und Witz nicht nur weibliches Publikum zu unterhalten  weiß.  

Wertung:
8/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 6.6/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 14
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