The Cabin in the Woods (2011)

OT: The Cabin in the Woods - 95 Minuten - Horror / Thriller
The Cabin in the Woods (2011)
Kinostart: 07.09.2012
DVD-Start: 01.02.2013 - Blu-ray-Start: 01.02.2013
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Filmkritik zu The Cabin in the Woods

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Viel Lob ging The Cabin in the Woods voraus. Zahlreiche Genrefans waren begeistert und nicht wenige fühlte sich an das auf die Metaebene verlagerte Zitatespiel von Scream erinnert. Das schürt Erwartungen, aber schlussendlich kann der von The Avengers Regisseur Joss Whedon produzierte und mitgeschriebene Horrofilm nicht auf ganzer Linie überzeugen. Dabei ist der Film auf Metaebene tatsächlich ganz ordentlich geworden und schafft es auf geschickte Weise zahlreiche Horrorfilmklischees der letzten Jahre auf die Schippe zu nehmen und gleichzeitig ein vernichtendes Statement zum Status quo des Genres abzuliefern. Aber leider hat man es zwischen all der Kritik am Horrorgenre vergessen selbst für Spannung zu sorgen.

Sitterson (Richard Jenkins) und Hadley (Bradley Whitford) beginnen ihren Arbeitstag in einer entlegenen, geheimnisvollen Forschungsstation. Die kritische Phase ihres Projekts ist gerade am anlaufen: Die Studententruppe, bestehend aus Curt (Chris Hemsworth), Dana (Kristen Connolly), Jules (Anna Hutchison), Holden (Jesse Williams) und Marty (Fran Kranz) ist schon auf dem Weg in die entlegene Waldhütte, in der sie ein heiteres Wochenende verbringen wollen und das Team von Sitterson und Hadley soll ihnen dort einen standesgemäßen Empfang bereiten. Unterbewusst werden die Jugendlichen beeinflusst und schlussendlich wird ihnen gar eine Meute Untoter an den Hals gehetzt. Doch was soll das Schauspiel eigentlich bezwecken?

The Cabin in the Woods stellt bereits von Anfang an klar, dass es sich nicht um einen konventionellen Horrorfilm handelt. Bevor die traditionellen Genreklischees bedient werden, sehen wir zunächst ein Labor, mysteriöse Dialoge und der Film schafft es äußerst geschickt das Interesse zu wecken: Was geht hier vor und wohin soll das ganze hinaus laufen? Und parallel zur Darstellung der aus unzähligen Filmen bekannten Figuren und Situationen wird immer wieder auf den Laborbetrieb verwiesen und gezeigt wie die Mitarbeiter Einfluss auf die Figuren nehmen, bzw. wie sie den Plot interessiert vor Bildschirmen verfolgen. Es dauert nicht allzu lange bis die zahlreichen Referenzen zünden und man zugegeben amüsiert das Spektakel beobachtet.

Denn wie bereits eingangs erwähnt ist es vorallem der selbstreferenzielle Zugang, bzw. der Metakommentar den der Film über das gesamte Horrorgenre abgibt, der The Cabin in the Woods interessant werden lässt. Dank des durchaus durchdachten Plots, der mit einem Augenzwinkern versucht die gesamte Horrorfilmgeschichte in neues Licht zu rücken und sich gleichzeitig über die Einfallslosigkeit der Filme lustig macht, bzw. nicht weniger versucht als das Genre in seinen Grundfesten zu erschüttern und einen radikalen Neubeginn zu fordern, bewahrt sich The Cabin in the Woods auch einen einzigartigen Charakter, der den Film hervorhebt und auszeichnet.

Allerdings kann man ein großes Problem nicht leugnen: So gut der Film als bissiges Metakommentar funktioniert, so mittelmäßig ist er auf Genreebene. Dank der ständigen Relativierung der Geschichte und der augenzwinkernden Art des Films, kann man ihn als Horrorfilm schlicht und einfach nicht besonders ernst nehmen und tatsächlich fehlt innerhalb des Konstrukts eine These wie ein moderner Horrorfilm funktionieren könnte. Man beschränkt sich darauf aufzuzeigen was die Konkurrenz falsch macht, schafft es aber nicht auf bessere Art und Weise für Spannung zu sorgen, sodass man The Cabin in the Woods zwar durchaus als interessantes Spiel mit den Klischees weiterempfehlen kann, aber für alle die nach einem nervenaufreibenden, “echten” Horrorfilm suchen, ist der Film nur sehr bedingt sehenswert.

Fazit:
The Cabin in the Woods ist ein interessanter Film, der mit seinem durchdachten Plot nicht weniger als den Untergang des Horrorgenres herbeisehnt und einen radikalen Neubeginn fordert. Doch so gelungen der Film auf Metaebene ist, genauso durchschnittlich ist er auf Genreebene. Denn schlussendlich fehlt es an Spannung, Thrill und packenden Ideen um auf Horrorebene zu überzeugen. Das führt dazu, dass man den amüsanten Film eigentlich nur für all jene weiterempfehlen kann, die auf der Suche nach einem augenzwinkernden Film sind, der vor allem auf Metaebene überzeugt. Alle die einen spannenden Horrofilm suchen, sind mit The Cabin in the Woods falsch beraten.

Wertung:
7/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 7.3/10 | Kritiken: 2 | Wertungen: 34
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