Fast verheiratet (2012)

OT: The Five-Year Engagement - 124 Minuten - Komödie / Romanze
Fast verheiratet (2012)
Kinostart: 13.07.2012
DVD-Start: 15.11.2012 - Blu-ray-Start: 15.11.2012
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Filmkritik zu Fast verheiratet

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Während Jason Segel einem breiten Publikum vor allem durch seine Rolle als liebenswerter Marhsall in der US-Erfolgssitcom „How I met your Mother“ bekannt ist, wussten lange nur die wenigsten, dass sich hinter dem Seriendarsteller ein echtes Multitalent verbirgt. Segel steht nicht nur für Film und Fernsehen vor der Kamera, sondern schreibt auch Drehbücher und komponiert sogar Filmmusik. Die US-amerikanische Filmnation ist ihm sogar für die Wiedererweckung der kultigen Muppets zu Dank verpflichtet. Da überrascht es umso mehr, dass das Duo hinter dem „Muppets“-Film, Segel und sein Kollege Nicholas Stoller, mit ihrer neuen Komödie „Fast Verheiratet“ beim US-amerikanischen Publikum auf weniger Beifall stießen (in den USA spielte der Film nicht einmal die Produktionskosten wieder ein). Mit „Fast verheiratet“ gelang ihnen nach „Nie wieder Sex mit der Ex“ nämlich erneut eine wirklich witzige und liebenswerte Komödie, von der sich RomCom-Fans aber nicht auf eine falsche Fährte locken lassen sollten.

Tom (Jason Segel) und Violet (Emily Blunt) sind seit einem Jahr ein glückliches Paar, als er ihr einen Heiratsantrag macht. Während er als Koch seinen Unterhalt verdient, plant sie die Hochzeit und hofft auf eine Anstellung als Wissenschaftlerin an der Berkeley-Universität. Doch es kommt anders: Violet wird von der University of Michigan angenommen, also beschließen sie, die Hochzeit vorerst zu verschieben und gemeinsam für ein paar Jahre nach Michigan zu gehen. Während Schwester Suzie (Alison Brie) und Toms bester Freund  Alex (Chris Pratt), nach einem One-Night-Stand und einer ungewollten Schwangerschaft bereits geheiratet haben und Baby Nummer 2 auf dem Weg ist, gelingt es den beiden nach wie vor nicht, einen Hochzeitstermin zu fixieren. Tom traut sich Violet auch nicht zu sagen, dass er unglücklich in Michigan ist. Die bandelt bereits mit ihrem Professor (Rhys Ifans) an und bald steht in den Sternen, ob es überhaupt jemals eine Hochzeit geben wird.

Fans von klassischen Liebeskomödien seien gewarnt: Lasst euch vom Filmtitel oder der Inhaltsangabe nicht täuschen. „Fast Verheiratet“ ist voll von Slapstick-Einlagen, (eindeutig) zweideutigen Dialogen und angereichert mit gar nicht erotischen Sexszenen. Zwar gibt es mehr als genügend romantische Momente, die jedoch oftmals lediglich dazu eingeführt werden, um sie dann mit Genuss auf komische Weise zu entzaubern. So werden aber wiederum auch Freunde von weniger romantischen Komödien auf ihre Kosten kommen, denn „Fast verheiratet“ dreht sich zwar um Heirat und Hochzeit, aber in einem sehr weiten Radius, der sich von beruflichen (Miss)erfolgen, über psychologische Experimente bis hin zu ausgeweideten Tieren bewegt. Jason Segel und Nicholas Stoller gelingt es dabei, nie unter die Gürtellinie zu gehen oder in eine Posse abzurutschen.

Das liegt nicht zuletzt an den vielen wirklich liebenswerten Charakteren. Emily Blunt und Jason Segel sind wohl eines der charmantesten Leinwandpaare, die wir in den letzten Jahren im Kino sehen durften – und das ganz ohne makelloses Pin-Up-Aussehen. Da stimmt einfach von der ersten bis zur letzten Minute die Chemie. Jason Segel weiß ganz genau, welche Rollen er sich auf den Leib schreibt. So verkörpert er nach „Nie wieder Sex mit der Ex“ und „Die Muppets“ in „Fast verheiratet“ erneut den gutmütigen Kerl und beweist aber mit seinen urkomischen Sexszenen und verrückten Outfits durchwegs Selbstbewusstsein und Mut zur Peinlichkeit. Aber auch die zahlreichen  - teils skurrilen – Nebenfiguren wie Violets ewigdiskutierende Studienkollegen oder Toms Jagdtruppe sorgen für Lacher und Sympathien.

„Fast verheiratet“ wartet von Minute 1 mit einem Gagfeuerwerk und einer ganzen Portion Charme auf, verliert jedoch gegen Ende hin etwas an Fahrt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Film mit 124 Minuten für eine Komödie, die sich um eine bevorstehende Hochzeit dreht, schon fast Überlänge aufweist. Da hätten ein paar Kürzungen hie und da nicht geschadet. Das Finale sprüht hingegen wieder vor Kreativität und Liebenswürdigkeit, was die Längen des Film (teilweise) wieder wett macht.

Fazit:
Jason Segel hat man einfach gern – und das weiß er. In seiner Paraderolle des Mister Sympathisch, in Kombination mit seiner charmanten Partnerin Emily Blunt, unterstützt durch ein buntes Ensemble liefert er mit Autorenkollege und Regisseur Nicholas Stoller eine gelungene (Heirats-)Komödie, in der die Romantik ein bisschen gegenüber der Komik zurückstecken muss.

Wertung:
7/10 Punkte
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