Die Trauzeugen (2011)

OT: A Few Best Men - 97 Minuten - Komödie
Die Trauzeugen (2011)
Kinostart: 15.06.2012
DVD-Start: 02.11.2012 - Blu-ray-Start: 02.11.2012
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Filmkritik zu Die Trauzeugen

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Zuviel darf man sich vom australischen Regisseur Stephan Elliott (Frauds, Priscilla – Königin der Wüste) wohl nicht mehr erwarten.  In der Hochzeitskomödie Die Trauzeugen vermählen  sich hauptsächlich „Klischeehaftigkeit“ mit „absehbaren Pointen“. Man hoffte wohl von der Erfolgswelle Hangovers mit getrieben zu werden, tatsächlich schwimmt der Film dann aber doch in anderen Gewässern. Trotz netter Kulisse und guter Besetzung hätte man mit Sicherheit mehr raus holen können. Wer sich nicht zu viel erwartet, kann sich dennoch auf einen amüsanten Kinobesuch freuen.

Der junge Brite David (Xavier Samuel) lernt auf einem Urlaubstrip seine australische Traumfrau Mia (Laura Brent) kennen, und stellt ihr am letzten Tag der gemeinsamen Zeit sogar einen Heiratsantrag. Das nächste Wiedersehen gibt es erst, wenn er mit seinen drei besten Freunden Tom (Kris Marshall), Graham (Kevin Bishop) und Luke (Tim Draxl) nach Australien auf seine Hochzeit fliegt. Die drei sind zwar von seiner spontanen Idee freilich nicht besonders angetan, finden sich aber dann doch alle im Flieger wieder. Was David bis dato nicht wusste ist, dass er geradewegs in eine reiche Politikerfamilie einheiratet, und sein Senator-Schwiegervater Jim (Jonathan Biggins) Mia schon als seine Nachfolgerin plant. Schnell wird klar, dass die betuchte Familie der Braut eine Feier in größeren Dimensionen vorbereitet hat, als David sich das je hätte Träumen lassen. Eine Tatsache, die seine Nervosität nicht gerade mindert. Noch hofft er auf die Rückendeckung und Unterstützung seiner Trauzeugen. Doch wie sich herausstellt, erweisen sich seine Freunde als ganz und gar nicht hilfreich, wenn es darum geht  einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Tom, dem vor allem eine ausgelassene Party wichtig ist, verwickelt sich zusammen mit dem einfach gestrickten Graham in einem verhängnisvollen Drogendeal. Der, vor Kurzem verlassene Luke kommt mit seinem Liebeskummer nicht klar. Er setzt den Pannen die passieren, in seinem Endlos- Rausch immer noch die Krone auf. Noch nicht einmal die Nachwehen des turbulenten Junggesellenabschieds ausgebadet, bahnen sich schon die nächsten Probleme an. Wie zu erwarten ist, entpuppt sich die Hochzeit als Katastrophe. Während Jims Maskottchen-Schaf von Davids Trauzeugen in Mitleidenschaft gezogen wird, und seine Frau Barbara (Olivia Newton-John) in ihrer Hysterie dem Koks verfällt, ist Tom und Grahams durch-geknallter  Drogendealer geradewegs dabei, der Party den Rest zu geben. Das Desaster nimmt seinen Lauf, und fast endet die Ehe bevor sie noch richtig begonnen hat.
 
Trotz dem konsequent durchgezogenen schwarzen Humor fehlt, wenn man ehrlich sein will, das Salz in der Suppe. Was den Film allerdings rettet ist eine fabelhafte Leistung, hervorragender Schauspieler. Sie schaffen es, die teilweise stumpfen Pointen durch ihren Ausdruck aufzupeppen. Da es sich um eine typische Sommerkomödie handelt, darf man wohl nicht zu hart ins Gericht gehen, und Tiefgang oder eine ausgefeilte Story waren von einer Hochzeitsthematik ja ohnehin nicht zu erwarten. Doch kann man sagen, dass für eine durchwegs gelungene Komödie noch einige lustige Überraschungsmomente mehr angeboten werden müssten. Denn kann man schon nicht viel mehr aus der Story rausholen, muss man das Publikum mit neuen Gags füttern.

Fazit:
Beim Besetzten der Rollen kann man Stephan Elliott, nach wie vor nichts nachsagen, über die Filmumsetzung lässt sich allerdings streiten. Die Grundregel zum Kinobesuch von Die Trauzeugen lautet, - nicht zu hohe Erwartungen hegen, -  dann bleibt die komplette Enttäuschung auch aus. Denn lässt man sich auf den britischen Charme und Humor des Filmes ein, wird man sich gut unterhalten können. Wer sich aber von Elliott den ultimativen Kick unter den Hochzeitskomödien wünscht, wird ihn hier wohl eher nicht finden. Blendet man den Regisseur aus, bleibt unterm Strich ein seichter „gute Laune“ Film.

Wertung:
6/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 4.5/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 2
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