Dream House (2011)

OT: Dream House - 92 Minuten - Drama / Mystery / Thriller
Dream House (2011)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: 26.10.2012 - Blu-ray-Start: 26.10.2012
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Filmkritik zu Dream House

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Wenn amerikanische Film- Familien in ein neues Haus ziehen und diese Geschichte in das Genre „Horror“ eingeordnet wird, kann man sich schon denken, dass mit diesem Haus etwas nicht stimmt. Entweder, es wird von einem Dämon heimgesucht, oder die Seelen verstorbener, ermordeter Vormieter vermiesen einem das gemeinsame Mittagessen, oder sonstige unheimliche Dinge vergangener Zeiten erklären, warum der Kaufpreis derart ausgefallen ist. Selten geschehen neuartige Gruselgeschichten in und rund um heimgesuchte Häuser, es scheint so, als müsste The Amityville und Poltergeist unendlich oft in Form von neuen Filmtiteln wiederkehren und all die Horrorelemente auspacken, die schon in den 80ern funktioniert haben.

Nun versucht es kein Anderer, als Hollywood- Urgestein Jim Sheridan, diesmal jedoch ohne seiner männlichen Muse Daniel Day-Lewis, sondern immerhin mit Bond- Star Daniel Craig, seiner mittlerweile geehelichten Rachel Weisz und Naomi Watts. Letztere hat ja in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen, dass sie vor keinem Horrordrehbuch zurückschreckt und gerne kreischend vor der Kamera herumläuft.

Will Atenton (Daniel Craig) kündigt seinen Job als Editor bei einem namhaften Verlag, um im Beisammensein seiner Familie in Ruhe selbst ein Buch zu schreiben. Was bietet sich wohl mehr an, als das gerade gekaufte, wenn auch renovierungsbedürftige Landhaus in einer netten kleinen Stadt, abseits des Trubels zur eigenen Schreibwerkstatt zu machen und ein neues Projekt anzufangen. Leider gerät das Leben von Will und seiner Frau Libby (Rachel Weisz) zunehmend aus den idyllischen Fugen, als des nächtens eine angsteinflößende Gestalt vor dem Fenster auftaucht, Nachbarn eigenartig befremdlich auf sie wirken und Polizisten nicht weiterhelfen wollen. Es dauert nicht lange und das Ehepaar findet heraus, dass in ihrem neuen Eigenheim ein furchtbares Verbrechen stattgefunden hat. 3 Menschen starben, eine Mutter und ihre beiden Kinder, der Mörder konnte nie gefasst werden. Verdächtiger #1 war und bleibt der Familienvater – Peter Ward – der aufgrund mangelnder Beweise jedoch längst aus der Nervenheilanstalt um die Ecke entlassen wurde. Will ist davon überzeugt, dass jemand versucht auch seine Familie auszurotten, als er jedoch feststellen muss, wer dieser Peter Ward wirklich ist, muss er sich selbst eingestehen, dass Realität nur Einbildung war und das Leben in der neuen Gegend, im neuen Haus einfach nur ein Traum. Ein Alptraum, um genau zu sein...

Selten aber doch ist es für einen Filmkritiker schwer, eine Kritik zu verfassen, ohne Auflösungen und Spannungsknüller zu verraten. Grundsätzlich kein großes Problem – besser man verrät zu wenig und der Zuschauer ist verblüfft, als man verrät zu viel und der Zuschauer ist gelangweilt. Dream House wäre möglicherweise ein Film geworden, der an mehreren Stellen einen derart faszinierenden Turnaround bietet, dass man aus dem Staunen und der Verblüffung nicht mehr herauskommt. Wenn jedoch ein Filmkritiker in seiner Kritik das Wort „wäre“ verwendet, kann man sich schon denken, dass die Bewertung nicht sonderlich gut ausfallen wird. Der Film mit einem ausgesprochen soliden, bekannten Cast hätte nämlich dann sehr gut werden können, wenn The Amityville, Identity, 23, The Sixth Sense, Hide and Seek, Dark Water, und/ oder Shuttler Island nie abgedreht worden wären. Dream House wird folglich nur bei einem Publikum funktionieren, das keinen der eben genannten Filme jemals auch nur andeutungsweise gesehen hat. Und das dürften sehr wenige Menschen weltweit sein, anders kann man sich die furchtbare Performance an den Kinokassen nicht erklären. Da hilft es auch nichts, dass die letzten 20 Minuten versuchen noch einmal alles zu retten und ein gar nicht so erwartetes, fast schon gutes Ende abliefern – der Zuschauer ist von den ersten 70 Minuten unbeschreiblich angeödet, dass eine Rettung einfach nicht mehr möglich ist. Jim Sheridan, 6x für den Oscar nomiert, war derart entsetzt über das Ergebnis bzw. den Schnitt seines abgedrehten Films, dass er seinen eigenen Namen aus dem Projekt streichen lassen wollte. Der Regisseur will nicht, dass man einen von ihm abgedrehten Film mit ihm in Verbindung bringt?! Mehr kann man dem Ganzen wohl nicht hinzufügen.

Fazit:
Dream House ist eine Neuverwurstung von zig bereits abgedrehten Filmen über eine gestörte Persönlichkeit, ein Haus mit einer schrecklichen Vergangenheit und in der Mitte eine arme Familie, die darunter leiden muss. Zwar ist Soundtrack, Kameraarbeit, Schnitt, sowie Schauspielleistung Hollywood von seiner besten (und bekanntesten) Seite, allerdings ist die Story derart abgedroschen, kopiert und ausgelaugt, dass selbst die letzten (starken) 20 Minuten aus dem Film nur eine lasche Angelegenheit ohne wirklichen Grusel, Spannung oder Nachhaltigkeit machen.

Wertung:
5/10 Punkte
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