3 und raus! (2008)

OT: Three and Out - 106 Minuten - Komödie / Drama
3 und raus! (2008)
Kinostart: 10.05.2012
DVD-Start: 18.10.2012 - Blu-ray-Start: 18.10.2012
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Filmkritik zu 3 und raus!

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„3 und raus“ ist der erste Spielfilm des Regisseurs Jonathan Gershfield, der bisher vorwiegend Fernsehserien in Szene gesetzt hat. Der Cast besteht u.a. aus Mackenzie Crook ( „Fluch der Karibik“), Colm Meaney ( „Star Trek“-Serien), Bond-Girl Gemma Arteton („Ein Quantum Trost“) und Imelda Staunton („Harry Potter und der Orden des Phoenix“). Im Vorfeld gab es Proteste der „Associated Society of Locomotive Engineers and Firemen“ (Vereinigung der Zugführer), die den Plot als beleidigend und albern bezeichneten.

Der Londoner U-Bahnfahrer Paul (Mackenzie Crook), der eigentlich lieber Schriftsteller sein und in einem Haus auf einer abgelegenen schottischen Insel leben möchte, hat die Chance, aus einem Unglück ein sagenhaftes Glück zu machen. Als er eines Tages die U-Bahn nicht mehr schnell genug abbremsen kann, überfährt er einen Mann, der von seinem Hund auf die Gleise gezogen wurde. Kurz darauf bekommt ein zweiter Mann in einer U-Bahnstation einen Herzinfarkt und fällt ebenfalls auf die Gleise, vor Pauls Zug. Als er, durch diese Ereignisse gezeichnet, auf seine Kollegen trifft, eröffnen ihm diese, dass, wenn er innerhalb eines Monats drei Leute überfährt, er eine Abfindung in der Summe von zehn Jahresgehältern erhält. Von dem Geld angespornt, macht er sich auf die Suche nach geeigneten Kandidaten.

Zu Beginn seiner Suche spricht er einen älteren Herrn an, fragt bei einer Telefonseelsorge als Helfer an und loggt sich in einem „Selbstmord-Chatroom“ ein. Die einzige aussichtsreiche Methode scheint aber der Chatroom zu sein, wo er einen Freiwilligen findet, der jedoch auf eine ganz besondere Art und Weise sterben möchte, die Paul jedoch energisch zurückweist. Doch wie es der Zufall so will, sieht er Tommy (Colm Meaney) über das Geländer einer Brücke klettern und kann ihn im letzten Moment noch davon abhalten zu springen. Daraufhin überredet er ihn zu einem Drink und erzählt ihm, dass er vor hat ihn zu überfahren und bietet ihm dafür 1500 £ an, um sein letztes Wochenende noch einmal richtig genießen zu können.

Tommy steigt darauf ein und der Pakt wird mit einem Handschlag besiegelt. Sein letzter Wunsch ist es, noch einmal seine Familie zu besuchen, die er vor acht Jahren verlassen hat. Seine Frau Rosemary (Imelda Staunton) ist aber nicht sonderlich erfreut, da sie ihn bis dato tot geglaubt hatte. Noch extremer reagiert seine Tochter Frankie (Gemma Arterton), die nicht einmal mit ihm sprechen will. Nach der anfänglichen Eiszeit zwischen Tommy und Rosemary, gewährt sie ihm nach und nach mehr Freiheiten und die beiden nähern sich wieder etwas an.

Diese Annäherungen sind das bisherige Highlight des ansonsten eher gemächlich dahinplätschernden Films, der zwar hin und wieder für einen Lacher gut ist, aber sich im Großen und Ganzen nicht wirklich entscheiden kann, was er sein will. Am Schluss überwiegt der tragische Teil dieser Tragikomödie, die sich gegen Ende wieder einigermaßen, von der eher schwachen ersten Hälfte des Films, erholen kann. Somit, und auch dank des doch etwas unerwarteten Endes, kann sich die Geschichte, die sich der Freundschaft zwischen den beiden Hauptcharakteren und auch kurz dem vermeintlichen Gegensatz von Stadt- und Landleben widmet, noch ins gute Mittelmaß retten.

Vom Schauspielerischen her kann der Film als guter Durchschnitt betrachtet werden, Mackenzie Crook kann zwar als gelangweilter U-Bahnfahrer überzeugen, muss dafür aber auch keine Glanzleistung abliefern. Hervorzuheben sind jedoch die Vorstellungen von Colm Meaney und die seiner Leinwand-Ehefrau Imelda Staunton. Gemma Arterton als Tochter wird zwar nicht sonderlich gefordert, zeigt aber trotzdem eine grundsolide Leistung.

Fazit:
„3 und raus“ ist eine Tragikomödie, die mehr sein will, als sie eigentlich ist. Basierend auf einer erfrischenden Idee, schafft sie es leider nicht, den Funken ganz überspringen zu lassen und verharrt irgendwo zwischen verzichtbar und sehenswert. Die gelungenere zweite Hälfte vermag den Film zwar noch in ein besseres Licht zu rücken, was aber nur mehr dazu führt, den Film auf ein etwas besseres Mittelmaß zu hieven.

Wertung:
6/10 Punkte
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Ø Wertung: 6/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 1
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