Kochen ist Chefsache (2012)

OT: Comme un chef - 84 Minuten - Komödie
Kochen ist Chefsache (2012)
Kinostart: 08.06.2012
DVD-Start: 30.11.2012 - Blu-ray-Start: 30.11.2012
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Filmkritik zu Kochen ist Chefsache

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Spätestens seit Ratatouille wissen wir eines: In der Hektik des Küchenalltags können sich wunderbare Geschichten verstecken, die uns auch so manches über das Leben selbst sagen können. Und tatsächlich scheinen sich auch die Filmemacher von Kochen ist Chefsache das Meisterwerk von Pixar etwas näher angesehen zu haben, denn in wesentlich Zügen ist ihr Film dem großen Animationsfilm nicht gerade unähnlich. Von der “jeder kann kochen” Thematik, bishin zum Restaurant in Nöten, den unerwarteten Meistergerichten, usw. sind viele Ansätze vorhanden und obwohl dem Film in letzter Instanz die große Klasse eines Ratatouille fehlt, wird doch charmante Unterhaltung mit gut gelaunten Darstellen geboten.

Alexandre Lagarde (Jean Reno) ist ein erfahrener Sternekoch, der bereits alles erreicht hat. Er führt ein hoch angesehenes Lokal, hat seine eigene Kochsendung im Ferhsehen und ist eine Institution der französischen Küche. Doch sein Boss sieht das anders: Die Geschäfte könnten besser laufen und er möchte frischen Wind ins Restaurant bringen. Doch er darf Alexandre nur feuern, wenn dieser einen Stern verlieren sollte - was aber durchaus passieren könnte, wenn ihm nichts Neues einfällt. Doch durch Zufall lernt Alexandre den engagierten jungen Koch Jacky Bonnot (Michaël Youn) kennen, der mit seiner Kreativität alles in Ordnung bringen könnte...

Jean Reno einmal anders: Als charmanter Chefkoch muss der französische Erfolgsmime einmal nicht den harten Kerl spielen, sondern darf sich von seiner jovialen Seiten zeigen. Und Reno löst diese Aufgabe auch mit Bravour, ist es doch gerade seine Leinwandpräsenz und das locker-fröhliche Zusammenspiel mit Kollege Michaël Youn, das Kochen ist Chefsache auszeichnet und über weite Strecken zu einem sympathisch-amüsanten Film werden lässt. Aber man sollte auch nicht verschweigen, dass der Film von den üblichen Symptomen des heiter-französischen Komödienkinos befallen ist und es nie schafft seiner Geschichte eine gewisse Tiefe zu verpassen - bzw. über den nett-amüsanten Charakter hinaus zu wachsen.

Nicht so gut funktioniert es, wenn die Filmemacher versuchen das Tempo anzuziehen und mehr aufs Gas zu steigen. Das führt leider dazu, dass an manchen Stellen aus einer liebevoll-schrulligen, charakterzentrierten Komödie ein etwas zu platter, unpointierter Rundumschlag wird. Doch zum Glück sind diese Szenen eher Ausnahmen und über weiter Strecken besinnt sich Regisseur Daniel Cohen auf die Stärken seines Films: Und das sind ganz klar die Darsteller, wenn es ihnen gestattet wird auf subtile Weise für erfrischende Komik zu sorgen.

Fazit:
Kochen ist Chefsache ist eine amüsante Komödie mit zwei wunderbar harmonierenden Hauptdarstellern in bester Spiellaune, die immer dann am besten funktioniert, wenn die beiden Köche auf subtile Art und Weise für Humor sorgen dürfen. Nicht so gut klappt es, wenn der Film zu viel aufs Gas steigt und plötzlich die Balance in Richtung Slapstick kippt. Da Regisseur Daniel Cohen das Geschehen aber meistens unter Kontrolle hat, ist Kochen ist Chefsache ein charmant-unterhaltsamer Film, der zwar wohl nicht für Freudentaumel sorgen wird, aber zumindestens einen netten Kinoabend garantiert.

Wertung:
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Filmering.at
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