Dark Shadows (2012)

OT: Dark Shadows - xx Minuten - Drama / Horror / Mystery / Thriller
Dark Shadows (2012)
Kinostart: 11.05.2012
DVD-Start: 21.09.2012 - Blu-ray-Start: 21.09.2012
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Filmkritik zu Dark Shadows

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Es scheint fast so, als würden die düsteren Darstellungsweisen des Regisseurs Tim Burton und das reserviert komische Schauspiel Johnny Depps Hand in Hand gehen. So ist es kein Wunder, dass Burtons neuestes Werk Dark Shadows, als Adaption der gleichnamigen, britischen TV-Serie (1966-1971), nach Filmen wie Edward mit den Scherenhänden (1990), Sleepy Hollow (1999) oder Sweeney Todd (2007) wieder eine verheißungsvolle Zusammenarbeit der beiden Filmgrößen darstellt – Depp schlüpfte nicht nur in die Rolle des blassen Vampirs, sondern übernahm auch noch den Part des Produzenten. Auch Burtons Frau Helena Bonham Carter ist nach mehreren Zusammenarbeiten wieder mit an Bord.

1752 zieht die Familie des kleinen Barnabas Collins von England nach Amerika, wo sie erfolgreich ein Fischerei-Unternehmen aufbauen. Als Barnabas (Johnny Depp) erwachsen wird, vergnügt er sich zwar mit der verliebten Angelique Bouchards (Eva Green), erwidert ihre Liebe jedoch nicht, woraufhin diese Rache schwört. So tötet sie mit ihren Hexenkräften zunächst Barnabas Eltern sowie auch seine große Liebe Josette DuPres (Bella Heathcote) und belegt Barnabas schließlich mit dem Fluch, fortan als Vampir zu leben. Sie hetzt die Dorfbewohner gegen ihn auf, die ihn, mehr oder weniger lebendig, begraben.

Zwei Jahrhunderte später, 1972 wird er durch Bauarbeiter befreit und kehrt in sein ehemaliges Anwesen nach Collinswood zurück. Dieses ist nun dem Ruin nahe und wird mittlerweile von den letzten Angehörigen der Collins-Familie, Elizabeth Collins Stoddard (Michelle Pfeiffer), deren Tochter Carolyin Stoddard (Chloe Moretz), Roger Collins (Jonny Lee Miller), dessen Sohn David Collins (Gulliver McGrath), Willie Loomis (Jackie Earle Haley) sowie der Psychiaterin Dr. Julia Hoffman (Helena Bonham Carter) und dem neuen Kindermädchen Victoria Winters bewohnt. Barnabas nimmt seinen Platz innerhalb der Familie wieder ein und verhilft dem Familienunternehmen zu neuem Glanz. Als Angelique, die nun das Fischerei-Monopol von Collinswood  betreibt, Wind davon bekommt, setzt sie alles daran, das Collins-Unternehmen zu vernichten sowie auch Barnabas Liebe zu gewinnen, bis es schließlich zum monströsen Kampf zwischen dem Vampir und der Hexe kommt.

Der Meisterregisseur Tim Burton nahm sich nun dem seit Jahren aufgegriffenen Vampirstoff an und verleiht diesem in seinem typischen, unverkennbaren Stil eine ganz besondere Note. So schickt er den Vampir Barnabas aus dem 18. direkt in das 20. Jahrhundert, in die 70er, das Jahrzehnt der freien Liebe und arbeitet dabei mit düster kitschigen Designs, wenn er den bleichen Untoten mit der bunten Flower-Power-Zeit konfrontiert und immer wieder zeitgemäße Elemente einbaut, wie einen Gastauftritt von Rocklegende Alice Cooper. Dabei fügt er seinem Fantasyfilm die gewohnte Prise Humor und Komik hinzu, durch die sich die meisten seiner Filme auszeichnen.

Das ursprüngliche Serienformat der Geschichte macht sich innerhalb des Films insofern bemerkbar, dass die Story stark komprimiert wirkt, sodass manche Entwicklungen der Handlung für den Zuschauer sehr überraschend bzw. weit hergeholt wirken. So hätten die meisten Figuren rund um Barnabas eine genauere Betrachtung in Bezug auf ihre charakterlichen Besonderheiten verdient, was den Rahmen des Films wohl aber bei weitem gesprengt hätte. Die dichte Aneinanderreihung der Geschehnisse sorgt jedoch dafür, dass die Handlung immer dynamisch bleibt und eine Langeweile gar nicht erst entstehen kann.

Neben Dream-Team Johnny Depp und Helena Bonham Carter sind diesmal die nicht mehr ganz so jung anmutende Michelle Pfeiffer (Happy New Year, 2011), die ihre Familie als Herrin des Hauses um jeden Preis beschützen will, die aufstrebende Hollywoodjungschauspielerin Cloe Moretz, die sich schon 2010 in Kick-Ass von ihrer harten Seite zeigte sowie Jonny Lee Miller, der den diebischen Collins-Nachkommen zum Besten gibt, zu bestaunen. Gleich in zwei Rollen zu sehen ist die australische Schauspielerin Bella Heathcote (In Time, 2011), die das nicht mehr schlagende Herz von Barnabas nicht nur einmal für sich gewinnt. Als zurückgewiesene Hexe und Geliebte von Vampir Barnabas tritt die schöne Eva Green (James Bond 007: Casino Royale, 2006) in Erscheinung, die in der Macht ihrer Figur sichtlich aufgeht.  

Fazit:
Wieder einmal nimmt Regisseur Tim Burton sein Publikum mit in eine düstere Fantasywelt und holt sich dabei wie schon so oft schauspielerische Unterstützung von Johnny Depp und Helena Bonham Carter sowie diesmal auch von Michelle Pfeiffer und Eva Green. Dark Shadows überzeugt neben der lockenden Starbesetzung mit seiner Geschichte rund um Vampir Barnabas und dem schrillen Setting der 70er Jahre, als dieser nach Jahrhunderten wieder zum Leben erweckt wird. Zwar ist die Geschichte der Filmadaption der Serie aus den 60ern stark komprimiert und hätte vielleicht mehr Raum für die einzelnen Handlungen gefordert, im Großen und Ganzen bietet der Vampirfilm aber ganz nach Tim Burton-Manier und mit Johnny Depps Komik jede Menge Spannung und Unterhaltung.  

Wertung:
7/10 Punkte
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Ø Wertung: 5.6/10 | Kritiken: 2 | Wertungen: 27
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