Gone (2012)

OT: Gone - 94 Minuten - Drama / Thriller
Gone (2012)
Kinostart: 22.03.2012
DVD-Start: 28.09.2012 - Blu-ray-Start: 28.09.2012
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Filmkritik zu Gone

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Gone ist ein Psychotrhriller der überhaupt nichts anders macht als unzählige Genrekollegen. Das wäre zwar grundsätzlich nicht allzu schlimm, würde es der Film zumindest schaffen einen kontinuierlichen Spannungsbogen zu erzeugen. Aber eben das gelingt ihm überhaupt nicht, und so bleibt Gone ein eher ermüdendes Thriller-Erlebnis, das man schon nach kurzer Zeit wieder vergessen hat.

Als Jill Parish (Amanda Seyfried) eines Tages nach Hause kommt muss sie feststellen, dass ihre Schwester Molly (Emily Wickersham) verschwunden ist. Jill wurde selbst vor einigen Jahren von einem Unbekannten entführt, konnte diesem aber entkommen. Damals wollte die Polizei Jill keinen Glauben schenken und so landete sie nach dem Vorfall in psychiatrischer Behandlung. Nun ist sie sich sicher, dass derselbe Täter ihre Schwester gekidnappt hat. Abermals glaubt ihr die Polizei kein Wort und so macht sich Jill selbst auf die Suche nach ihrer verschwundenen Schwester...

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Das Hauptproblem von Gone ist, dass kaum Spannung aufkommen will, was jedoch die Essenz eines funktionierenden Thrillers ist. Dies resultiert teils sicherlich aus der allgemeinen Ideenlosigkeit, und auch die maue Inszenierung bringt den Film auf eine Ebene, auf der es nur noch ermüdend ist der Story zu folgen. In den Grundzügen macht Gone eigentlich nichts falsch, aber man kommt einfach nicht umher in vielen Momenten zu denken, dass man das alles schon mal gesehen hat. Der Film erreicht ihn keiner einzigen Szene das, was man von einem Thriller dieser Art erwarten würde.

Einzelne Handlungen scheinen vollkommen unschlüssig, andere auch einfach nur vorhersehbar und schlichtweg uninteressant. Man muss sagen, es gibt doch ein paar ganz kurze Momente an denen ein Hauch Spannung durchsickert und die holprige Inszenierung in den Hintergrund tritt. Diese Momente sind aber nur sehr spärlich gesät und lösen sich schnell wieder auf. Selbst die Grundmotivation der Protagonistin ist eine altbekannte und sowohl Plot als auch Diegese sind wenig ausgereift. Hinzu kommt, dass Amanda Seyfried ihre Rolle sehr trocken und flach spielt und so bekommt ihr Charakter absolut keine glaubhafte Zeichnung.

Wie in den meisten Psychothrillern liegt auch hier das Augenmerk auf der Wahrnehmung der Hauptfigur und ihrem inneren, emotionalen Konflikt. Dem Film gelingt es allerdings nicht die Täuschung von Realem und Fiktion aufrecht zu erhalten. Das Ende ist dann auch wenig überraschend, einfallslos und wird viel zu schnell abgehandelt. Nach dem letzten Bild bleibt der Eindruck einen eher unvollkommenen und nicht ganz stimmigen Film gesehen zu haben. Selbst eingefleischte Genre-Liebhaber werden kaum Spaß an diesem trägen Thriller haben.

Fazit:
Ein Thriller der nicht spannend ist funktioniert nun mal ganz und gar nicht. Und hierfür ist Gone wohl der beste Beweis. Die dramaturgisch schwache, einfärbige Inszenierung und ein einfallsloses Drehbuch machen Gone zu einem eher eintönigen Filmerlebnis. Hinzu kommt, dass auch das Ende wenig überrascht, wobei dieses trotzdem noch der gelungenste Teil des Films ist. Um es kurz zu sagen: Gone ist über die meisten Stellen hinweg einfach langweilig, unausgegoren und man kann ihn, selbst als Genre-Liebhaber, getrost auslassen.

Wertung:
3/10 Punkte
Filmering.at
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