Daybreakers (2009)

OT: Daybreakers - 98 Minuten - Action / Drama / Horror / SciFi / Thriller
Daybreakers (2009)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 07.03.2011
Will ich sehen
Liste
15542
Bewerten:

Filmkritik zu Daybreakers

Von am
Vampirfilme sind spätestens seit des gefühlten zwanzigsten Teils der Twilight Saga nervig geworden. Mittlerweile dürften wohl nur mehr eingefleischte Blutsaugerfans Gefallen daran finden, sich auf einen weiteren Film rund um das Thema der sonnenunverträglichen Gestalten zu freuen. Nicht zuletzt ist die Mormonin Stephenie Meyer schuld daran, dass aus einst wirklich gefährlichen, widerlichen Gestalten weinerliche, halbromantische Edwards wurden, die sich lieber von wilden Tieren aus dem Wald ernähren, als wirklich noch eine Bedrohung für die Menschheit darzustellen. Anders gesagt: Vampire sind langweilig geworden. Was wurde bloß aus Blade und Konsorten, die aus Blutarmut noch richtige Action machten und coole Sonnenbrillen trugen? Was wurde bloß aus stilvollen Dramen a la Interview mit einem Vampir, die einem die blutigen Seiten des Barockzeitalters vorstellten? Daybreakers von „The Spierig Brothers“  erzeugt Hoffnung. Ja, Daybreakers könnte tatsächlich wieder ein bisschen mehr Richtung coole Sci- Fi Action und weg von romantischen Bella- Geschichten gehen.

Das Jahr 2019 sieht sowohl für Menschen, als auch für Vampire eher weniger rosig aus:  Erstere werden wegen ihres Blutes gejagt und als Zapfanlage verwendet und zweitere verwandeln sich nach einer längeren Zeit ohne Blutgenuss in hässliche, gefährliche, abscheuliche, hirnlose Wesen. Edward Dalton (Ethan Hawke) arbeitet als Wissenschaftler in einer der größten Pharmafirmen ganz Amerikas. Er ist einer von wenigen Vampiren, die ihr ewiges Leben hassen und sich wünschen, lieber (wieder) menschlich zu sein. Er hat Mitleid mit den Gefangenen und Gejagten und sucht schon seit langer Zeit nach einem synthetischen Blutersatz. Dieser wird immer notwendiger, denn langsam aber sicher stirbt die menschliche Rasse aus. Als die menschliche Audrey (Claudia Karvan) auftaucht, schließt sich Edward einer kleinen Gruppe von Menschen an, die nicht nur ums Überleben kämpfen, sondern vor allem das Heilmittel gegen Vampirismus in ihrer Gruppe dabeihaben: Lionel 'Elvis' Cormac (Willem Dafoe). Einst selber Vampir ist er nach einem Unfall wieder menschlich und fest davon überzeugt, die Welt von den Blutsaugern befreien zu können. Doch die Zeit ist knapp. Edward spürt, dass es nicht mehr lange dauert, bis auch er zu einem willenlosen Zombie- Vampir mutiert...

The Spierig Brothers zeichnen ein ziemlich weit entwickeltes Jahr 2019. Es ist voller Hightech, voller neuer Waffen und ultraschnellen Autos und natürlich voller Vampire. Tatsächlich gelingt ihnen mit Daybreakers ein äußerst unterhaltsamer, actiongeladener Neuzeit- Vampirfilm, der mit einem coolen Style, coolen Sprüchen und äußerst soliden Schauspielern ausgestattet ist. Sowohl Ethan Hawke überzeugt als skeptischer Wissenschaftsvampir und auch Willem Dafoe nutzt sämtliche Möglichkeiten, sein leicht psychopathisch veranlagtes Schauspieltalent zu beweisen. Besonders gut besetzt zeigt sich der Pharamkonzern – Chef- Bösewicht Charles Bromley (Sam Neill), der einmal wieder beweist, dass es längst überfällig für ihn ist, weg von seinen momentanen Serienauftritten und wieder hin zu (mehr oder weniger großen) Filmrollen zu gehen.

Auch aus ästhetischer Sicht, gibt es wenig zu bemängeln:  Bei den Kamerafiltern wurde bewusst auf kühles, steriles Blau gesetzt, was die vor dem (menschlichen) Untergang bevorstehende Athmosphäre positiv unterlegt. Leider erkennt man besonders in den explosiven Actionsequenzen die sichtliche Begrenztheit des Filmbudgets – up to date in Sachen Filmeffekte ist hier einfach nicht drin. Nichts desto trotz kann der Film überzeugen, sowohl Aufmachung, als auch Handlung, als auch Spannung und Cast passen äußerst gut und garantieren einen kurzweiligen, unterhaltsamen Vampirfilm in einem recht ansehnlichen Future- Setting.

Fazit:
Warum es Daybreakers nicht in die österreichischen Kinos geschafft hat, ist nicht wirklich nachvollziehbar. Es hat alles, was schon Blade hatte, zugegebenermaßen mit einem etwas eng geschnürteren Produktionsbudget. Wer sich actiongeladene, kurzweilige Unterhaltung wünscht und auch dem Vampirthema nicht abgeneigt ist, kann sich diesen Film ohne Weiteres ansehen.

Wertung:
6/10 Punkte
Filmering.at
Community
Ø Wertung: 5.9/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 8
10 /10
0%
9 /10
0%
8 /10
0%
7 /10
25%
6 /10
38%
5 /10
38%
4 /10
0%
3 /10
0%
2 /10
0%
1 /10
0%
Vielleicht interessiert dich auch
Chronicle - Wozu bist du fähig? (2012)
Resident Evil 5: Retribution (2012)
Dreamcatcher (2003)
Equilibrium - Killer of Emotions (2002)
Das Kartell (1994)
Flucht aus Absolom (1994)
Flatliners - Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990)
They Live - Sie leben! (1988)
Alle Empfehlungen anzeigen
Der Film ist in diesen Listen
Keine Listen gefunden!