My Week with Marilyn (2011)

OT: My Week with Marilyn - 99 Minuten - Biographie / Drama
My Week with Marilyn (2011)
Kinostart: 20.04.2012
DVD-Start: 06.11.2012 - Blu-ray-Start: 06.11.2012
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Filmkritik zu My Week with Marilyn

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Sie ist wohl eine der berühmtesten und berüchtigtsten Persönlichkeiten des letzten Jahrhunderts. So zählt auch das Porträtfoto des Showstars Marilyn Monroe zu einem der bekanntesten Motive, ihre mehr oder weniger vorhandene Qualität als Schauspielerin geht aber meist unter. In seinen Memoiren The Prince, the Showgirl and Me erzählt Colin Clark, der 1956 am Set des Films Der Prinz und die Tänzerin (Originaltitel: The Prince and the Showgirl) als Regieassistent für sechs Monate ganz nah mit der Ikone zusammen arbeiten durfte, von seinen Erfahrungen, ließ dabei jedoch eine Woche aus. Diese Lücke füllte er Jahre später im Rahmen seiner Veröffentlichung von My Week with Marilyn, die sich nun von Regisseur Simon Curtis mit Michelle Williams, Eddie Redmayne, Kenneth Branagh und Dame Judi Dench starbesetzt verfilmt sieht.

Die Handlung begleitet den 23-jährigen Colin Clark (Eddie Redmayne), der nach seinem Oxford-Abschluss als dritter Regieassistent von Sir Laurence Olivier (Kenneth Branagh) für seinen Film Der Prinz und die Tänzerin im Filmbusiness Fuß fassen will. Es ist der Film, für den Marilyn Monroe (Michelle Williams) mit ihrem frisch angetrauten Ehemann Arthur Miller (Dougray Scott) das erste Mal nach Großbritannien reist, um sowohl als Schauspielerin aber auch Produzentin mit Sir Laurence Olivier zusammenzuarbeiten. Am Set lernt Colin die Kostümassistentin Lucy (Emma Watson) kennen und findet sofort Gefallen an ihr. Als er jedoch auf Marilyn Monroe trifft, zieht ihn diese sofort in ihren Bann. Während es zwischen ihr und Sir Laurence Olivier aufgrund der differierenden Vorstellungen des Schauspielstils immer wieder zu Differenzen kommt und sich Marilyn dem Druck immer weniger gewachsen sieht, wird Colin in der kurzen Zeit zu ihrem engsten Vertrauten und verbringt so eine, der wohl intensivsten Wochen seines Lebens mit einer, der wohl intensivsten Frauen der Geschichte.   
 
Die Rolle der einzigartigen Marilyn Monroe wird dabei von der, durch die Teenie-Serie Dawsons Creek (1998-2003) bekannt gewordene Michelle Williams verkörpert und scheint ihr mit dem blonden, engelsgleichen Haar und dem sinnlichen Schmollmund wie auf den Leib geschneidert. Wie ihr Vorbild, zieht auch Michelle Williams Colin Clark, aber auch den Zuseher mit ihrer Weiblichkeit in ihren Bann und geizt nicht mit ihren Reizen. Nach Filmen wie Brokeback Mountain und Blue Valentine, für die sie jeweils für einen Oscar nominiert wurde, konnte sich Williams für ihre Darstellung des Sexsymbols über eine weitere Nominierung sowie einen Golden Globe Award als Beste Hauptdarstellerin freuen und hat längst ihre Qualität für herausragende Rollen bewiesen. Für den besonderen Unterhaltungsfaktor des Films sorgt aber nicht zuletzt  der britische Schauspieler Kenneth Branagh. In der Rolle des Regisseurs und Marilyn Monroes Co-Stars in Der Prinz und die Tänzerin Sir Laurence Olivier bringt er die Verzweiflung über ihren Darstellungsstil nach Paula Strasberg auf witzigste Art zum Ausdruck und wurde für seine Darbietung ebenfalls für einen Oscar nominiert.

In weiteren Rollen sind Harry-Potter-Star Emma Watson als Kostümassistentin des Films und Colins Flamme, Julia Ormond (Du gehst nicht allein, 2010; Der seltsame Fall des Benjamin Button, 2008) als Sir Laurence Oliviers Frau Vivien Leigh sowie Judi Dench, bekannt aus diversen James Bond-Filmen, als die ebenfalls in Der Prinz und die Tänzerin agierende Schauspielerin Sybil Thorndike, die Marilyn gegen Olivier immer wieder verteidigt.

Sowohl das Buch als auch Curtis‘ Verfilmung berichten von unzähligen Problemen während der Dreharbeiten zu Der Prinz und die Tänzerin, die wiederum aus Kommunikationsschwierigkeiten der Beteiligten, aber auch Monroes ständigem Zuspätkommen sowie ihrer Alkohol- und Medikamentensucht resultierten. Dabei erfährt man einen Blick hinter das fassadenreiche Image der Stilikone Marilyn Monroe aus der Sicht des damaligen Regieassistenten Clark, es wird ein impulsives und zerbrechliches Bild des einstigen Starlets gezeichnet, es steht vielmehr ihre Person und der auf ihr lastende Druck, der sie letztendlich in die Arme von Colin treibt, im Vordergrund als eine spannende Handlung. My Week with Marilyn zeigt in Form eines kleinen Ausschnitts aus Monroes Leben nur eine, von vielen Facetten der Schönen und hinterlässt so beim Zuseher trotz des kurzen Blicks hinter ihre Fassade noch viele Rätsel um ihre wahre Persönlichkeit.

Fazit:
Mit der Verfilmung des gleichnamigen, von Colin Clark nachträglich zu seinen Memoiren The Prince, the Showgirl and Me veröffentlichten My Week with Marilyn lässt Regisseur Simon Curtis den Zuseher hinter die glamouröse Fassade der Marilyn Monroe blicken. Es wird die autobiografische Geschichte von Colin Clark erzählt, der im Rahmen zu den Dreharbeiten von Der Prinz und die Tänzerin auf die Ikone traf und eine Woche ganz nah mit ihr verbringen durfte. Neben den Darstellungen von namhaften Schauspielern wie Kenneth Branagh oder Judi Dench wird Curtis dem Bild des Sexsymbols  mit der Besetzung von Michelle Williams als Marilyn Monroe mehr als nur gerecht und enthüllt eine ganz private Seite des Starlets. Ein interessante und intime Sichtweise auf einen Abschnitt in Marilyns Privatleben, vor allem durch die treffsichere Darstellung von Michelle Williams sehenswert und für Monroe-Fans ein Muss.

Wertung:
7/10 Punkte
Filmering.at
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