Die Ewigkeit und ein Tag (1998)

Die Ewigkeit und ein Tag
Die Ewigkeit und ein Tag
OT: Mia aioniotita kai mia mera

Filmstart: xx.xx.1998 | Laufzeit: | Drama
Dies ist ein Pressetext der nicht von uns verfasst wurde:

Dichter Alexander ist sterbenskrank und macht sich auf seine wohl letzte Reise ins Krankenhaus. Bevor er ankommt, befreit er einen albanischen Flüchtlingsjungen aus den Händen einer Schlepperbande und will ihn zu seiner Großmutter über die Grenze bringen. Die Begegnung mit dem Jungen lehrt ihn, das Leben wieder zu lieben.
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Warum?

Als Ausgangspunkt für die reale Welt nimmt Angelopoulos das Thema Kinderhandel und zwar im albanisch-griechischen Grenzgebiet. Hier hilft der alte, todkranke Alexander (Bruno Ganz) einem ’Ampelkind’ in seine Heimat zurückzukehren. Was als Roadmovie beginnt endet in einer surrealen Reise ins Nirgendwo, bzw. an das Ende des Lebens. Dabei wird der Blickwinkel oft geändert. Mal sehen wir Alexanders Familie zwischen Jetzt und Retro, dann ändert sich auch das Sujet und wir bekommen eine märchenhafte Geschichte erzählt, die auch ins Jetzt hineinreicht. Der Alte und der Junge begegnen den Figuren aus früheren Zeiten. Sie reisen mit dem Bus, in dem es recht skurril zugeht.
Und Alexander fragt ’Warum ist nichts so gekommen, wie wir es erwartet haben? Warum haben wir nicht gelernt zu lieben, hin und her gerissen zwischen Schmerz und Sehnsucht?’ Antworten gibt es nicht. Nur eine ’Das Morgen dauert eine Ewigkeit und einen Tag.’
Angelopoulos hat seine eigene Filmsprache, die sich nicht jedem sofort erschließt, obwohl sie nie langweilt, weil immer wieder überrascht. Lange Einstellungen, schmutzige Farben im Kontrast zum hellen Strand mit weiß gekleideten Figuren. Angelopoulos kann man so zwischen Antonioni und Fellini anzusiedeln. Ein außergewöhnliches filmisches Erlebnis der besonderen Art. Weiter weg vom Mainstream geht fast nicht.

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