Weiblich, ledig, jung sucht... (1992)

OT: Single White Female - 107 Minuten - Drama / Thriller
Weiblich, ledig, jung sucht... (1992)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Weiblich, ledig, jung sucht...

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Das Genre „Thriller“ gehört wohl zu den am meisten ausgereizten Filmkategorien – besonders in Hollywood. Unter den abertausenden, welche aktuell in Kinos laufen oder in Videotheken auf ihre Entlehnung warten, ist es mittlerweile schwer einen wirklich guten Thriller, welcher auch noch länger im Gedächtnis bleibt, zu finden. Meistens gibt es zu viel Gewalt und Blut, jedoch keine packende Story, manchmal eine solide Story mit furchtbar zähen Gewaltszenen und viel zu oft fehlt einfach gänzlich der Thrill. Richtig macht es hingegen Regisseur Barbet Schroeder mit seinem Film Weiblich, ledig, jung sucht...
 
Der Film erzählt die Geschichte von Allison Jones (Bridget Fonda), welche nach der Trennung mit ihrem Freund eine Annonce in die Zeitung stellt, um mit einer neuen Mitbewohnerin ihre Einsamkeit zu überwinden. Anscheinend ist es genauso schwer eine schöne, billige Wohnung zu finden, wie auch eine normale, psychisch- stabile Wohnungsgenossin, jedenfalls muss Allison bald feststellen, dass die introvertierte, liebliche Hedra (Jennifer Jason Leigh) alles andere als freundlich und schüchtern ist. Nein, Hedra ist weiblich, ledig, jung aber vor allem krank und schreckt spätestens als Allison wieder mit ihrem Freund (Steven Weber) zusammen kommt vor so ziemlich gar nichts zurück...

Bridget Fonda wurde mit ihrem bekannten Familiennamen auch eine ordentliche Portion an schauspielerischem Talent in die Wiege gelegt. Sie spielt die Rolle der nichtsahnenden Vermieterin, mit einem Hang zum ausufernden Selbstmitleid über alle Maßen überzeugend. Die Naivität einer wildfremden Person zu ihrer Wohnung und somit zu ihrem gesamten Leben Zugang zu gewähren, ermöglicht dem Zuschauer noch mehr in Schrecken zu verfallen, wen sich Jennifer Jason Leigh als Hedra in ihrer vollkommenen Bösartigkeit zu Erkennen gibt.

Der Film hat eine ausgewogene Mischung an subtilem Psychothrill und physischen Gewaltszenen, wobei ersterer weit mehr schockierend wirkt. Je mehr Hedra in die Identität ihrer Vermieterin schlüpft und je mehr Allison versucht aus dem gesponnenen Psychonetz zu entkommen, umso eindringlicher läuft einem der Schauer über den Nacken und man fühlt sich umso sicherer, wenn man alleine in seiner großen Wohnung wohnt.

Fazit:  
Weiblich, ledig, jung sucht... gehört zu den wirklich guten, soliden (Psycho)Thrillern der 90er Jahre. Der Film überzeugt mit eindrucksvoll gefährlichen Charakteren, besetzt mit ausgezeichneten Schauspielern, aber vor allem mit seiner Umsetzung, die gleichermaßen angsteinflößend, als auch schockierend wirkt. Vor allem für Thriller- Liebhaber ein Tipp!

Wertung:
7/10 Punkte
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