Death Wish 3 - Die Rächer von New York (1985)

OT: Death Wish 3 - 92 Minuten - Action / Krimi / Drama / Thriller
Death Wish 3 - Die Rächer von New York (1985)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Death Wish 3 - Die Rächer von New York

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Unser aller Lieblings-Vigilante ist zurück: Paul Kersey. Nach den Ereignissen in Los Angeles (siehe Teil 2) hat Paul sein Architektendasein aufgegeben und widmet sich ganz seiner Bestimmung als Rachekiller. Wie man erfährt, hat er in mehreren US-Städten durch gezielte anonyme Aufräumaktionen für deutlich gesunkene Kriminalitätsraten gesorgt. Jetzt kehrt er wieder nach New York zurück – um seinen Kumpel Charley zu besuchen.

Charley lebt in einem Wohnhauskomplex im Niemandsland der Stadt, das wie ein Schwammerl aus dem Morast herausragt. Ringsum kontrollieren komisch tätowierte und frisierte Gangs das Gebiet und terrorisieren die Bewohner. Um es in Anlehnung an Frank Sinatra zu sagen: You don’t wanna be part of it.

Noch bevor Paul bei Charley eintrifft, wird dieser von der besonders brutalen Gang, die von einem gewissen Fraker angeführt wird, überfallen und ermordet. Paul kommt zu spät und wird von der Polizei verhaftet. Lieutenant Shriker wittert seine Chance: Er lässt Kersey gehen, dafür muss dieser für ihn die Drecksarbeit erledigen und die Stadt vom Abschaum befreien. Schon hat die Ein-Mann-Armee Paul Kersey wieder eine Menge Ärger am Hals. Und bald auch ein Maschinengewehr und einen Raketenwerfer im Gepäck…

DEATH WISH 2 war – 1981 – eine absolut fragwürdige und hirnrissige Fortsetzung zu einem der großen, wenn auch nicht gerade unproblematischen Rachethriller der 70er Jahre. Ein paar Jahre später geht es in Teil 3 nicht weniger hart zur Sache, allerdings ist hier wenigstens mal ein Augenzwinkern erkennbar. Der blanke, menschenverachtende Zynismus aus Teil 2 wich einem gewissermaßen apokalyptischen, post-modernen 80er Jahre Setting, das gerade im Genrekino aus der Zeit besonders populär war: Als ähnlich gelagerte Beispiele seien Mark L. Lesters DIE KLASSE VON 1984, THE WARRIORS von Walter Hill, oder auch GAME OF SURVIVAL von Roberta Findlay genannt. Punk war gerade in Mode und der „normalen“ Zivilbevölkerung suspekt.

„Spannend“ ist an diesem Film die gesellschaftliche Implikation, die mitgegeben wird: Auf der einen Seite sind die braven Mieter im Haus: Vom alten, aber herzensguten Waffennarren (Martin Balsam), über ein liebenswürdiges jüdisches Ehepaar hin zu einem schwarzafrikanischen und einem mexikanischen Paar wird hier schön brav die Bandbreite der amerikanischen Gesellschaft abgedeckt. Auffallend, dass die untereinander aber nicht viel miteinander zu tun haben (wollen). Andererseits sind die Gangs ethnisch ebenfalls gut durchmischt: Aber bei den Verbrechern scheint die Hautfarbe gar nicht mehr zu zählen – gemeinsam gehen sie auf Beutezug, egal ob schwarz, weiß, gelb oder rot. Welch Utopie!

Das letzte Drittel des Films entschädigt so manche Durchhänger zuvor: Charles Bronson mit MG, Revolver und schließlich Raketenwerfer im Häuserkampf durch die Ruinen, abwechselnd gedeckt von seinem mexikanischen Adjudanten oder Lt. Shriker – das geht schon fast als Western durch. Ach ja, und dass eine Frau an der Seite des Vigilante wie immer unmöglich ist, beweist auch DEATH WISH 3: Eine Bewährungshelferin versucht den harten Paul zwar zu knacken, doch sie fällt wenig später den Punks in die Hände und… BUMM!!

Fazit:
Regisseur Michael Winner fährt auch in diesem Film sein volles Programm auf, verzichtet aber darauf, die Rechtfertigungen für Kerseys Handeln in nur dummen, exploitativen Elementen auszuspielen. Charles Bronson macht erneut einen auf mächtig dicke Hose, zugleich merkt man ihm an, dass er nicht all zu glücklich mit seiner Rolle ist und ziemlich lustlos sein Standardprogramm runterkurbelt.

Wertung:
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