Die Frauen von Stepford (2004)

OT: The Stepford Wives - 93 Minuten - Komödie / SciFi / Thriller
Die Frauen von Stepford (2004)
Kinostart: 16.07.2004
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Die Frauen von Stepford

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Die Frauen von Stepford ist ursprünglich ein 1972 erschienener Roman von Ira Levin, welcher 3 Jahre später verfilmt wurde. Ira Levin kennt man – immerhin hat er auch die Romanvorlage von Rosemarie‘s Baby geschrieben. Die 1975er Version ist etwas in Vergessenheit geraten, umso überraschender kam 2004 ein Remake, gespickt voll mit Hollywood- Größen: Bette Middler, Glenn Close, Christopher Walken, Matthew Broderick und natürlich Nicole Kidman geben sich gegenseitig die Klinke in die Hand und garantieren zumindest auf der DVD- Hülle für prominente Unterhaltung.

Kann der Stoff von 1972 jedoch heute noch überzeugen? Kann die Geschichte einer winzigen Stadt in Conneticut, wo die Frauen alle blond und lieblich und die Männer alle stark und männlich sind, noch jemanden vom Hocker reißen?

Der Inhalt etwas genauer: Joanne Eberhart (Kidman) ist Ende 30, hat 2 Kinder und einen Ehemann und ist erfolgreiche TV- Produzentin. Sie hat all das, was die Frau im 21. Jahrhundert haben will: Ehrgeiz, Stolz, Erfolg, Macht und Power. Ach ja und hässlich ist sie auch nicht wirklich. Am Gipfel ihrer Karriere angelangt, kommt der Schlag ins Gesicht: eine ihrer Sendungen floppt und sie wird von ihrem Sender mit einer dicken Abfindung auf die Straße gesetzt. Verzweiflung. Wut. Burnout.

Da hilft nur eines: The American Dream: Weglaufen. Ehemann Walter Kresby (Broderick) packt Frau, Kinder und Koffer zusammen und zieht schnurstracks aufs Land, wo die Wiese noch grün und die Naturhaarfarbe noch blond ist. Dort soll alles besser werden, Joanne soll endlich wieder eine richtige (Haus)frau werden und er wieder die Hosen anhaben, so ist zumindest der Plan.

Es braucht nicht lange, bis Joanne merkt, dass die ach so braven und gar nicht desperaten Housewives ein schreckliches Geheimnis in sich tragen und dass Stadträtin Claire Wellington (Close) zusammen mit ihrem Sektenopa-ahnlichen Ehemann (Walken) ganz andere Dinge als Relaxing in ihrem Day Spa vollbringen. Und als sich dann auch noch ihre einzige Freundin der Stadt Bobby Markowitz (Middler) in einen blonden Hausfrauenzombie verwandelt, will Joanne wieder nur eines: The American Dream: Weglaufen.

Regisseur Frank Oz, den man eher aus dem Kinderfilm- Genre kennt, beweist besonders in Sachen Besetzung ein kluges Köpfchen. Selbst Kidman- Skeptiker müssen zugeben, dass es für die Rolle einer exzentrischen, egoistischen, wenn auch brillianten TV- Produzentin, wohl keine bessere als die rothaarige Australierin mit einer mittlerweile recht bekannten Sucht nach Botox, gibt. Und wer könnte den leicht weinerlichen und unterdrückten Schwächlingsehemann wohl besser spielen als der wohl bekannteste Schwächlingsehemann in ganz Hollywood: Matthew Broderick.

Fazit:
Die Frauen von Stepford ist ein unterhaltsamer, kurzweiliger, manchmal (wenn auch versteckt) gesellschaftskritischer Film im Stil von Die Teufelin oder Der Tod steht ihr gut. Besonders Bette Middler als (vorerst noch) emanzipierte jüdische Schriftstellerin, aber auch Glenn Close als fanatisches Stadtoberhaupt mit einem eindeutigen Hellrosa- Fetisch machen aus manchen Dialogen ein Sarkasmus- Feuerwerk mit viel Charme und Humor.  Wer sich unterhaltend berieseln lassen will, ohne viel Nachzudenken, macht mit Die Frauen von Stepford alles richtig. Und wer schon immer einmal zusehen wollte, wie Christopher Walken geköpft wird, sollte sich den Film sowieso besorgen!

Wertung:
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