American Pie - Das Klassentreffen (2012)

OT: American Reunion - 113 Minuten - Komödie / Romanze
American Pie - Das Klassentreffen (2012)
Kinostart: 27.04.2012
DVD-Start: 30.08.2012 - Blu-ray-Start: 30.08.2012
Will ich sehen
Liste
14991
Bewerten:

Filmkritik zu American Pie - Das Klassentreffen

Von am
Die Teenie-Komödie fischt nicht erst seit den „American Pie“-Filmen unterhalb der Gürtellinie nach Gags (man denke an die „Eis am Stiel“-Reihe) doch Paul Weitz setzte mit dem ersten „American Pie“ einen neuen Höhepunkt in Sachen deftigem Sexualhumor. Über Nacht wurden die Jungschauspieler Jason Biggs, Seann William Scott und Co. zu Stars, die frivolen Szenen hatten bald Kultcharakter und bis heute wird der geschmacklose, leichtfüßige Humor des Films zitiert und nachgeahmt. Die zwei Fortsetzungen – über die gnadenlos schlechten „American Pie präsentiert“-Filme hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens – lieferten immer noch genügend zündende Gags, doch nach „American Pie – Jetzt wird geheiratet“ 2003 ist es ruhig um die Clique wie um ihre Darsteller geworden (einzig Alyson Hannigan gelang mit ihrer Hauptrolle in der Sitcom „How I met Your Mother“ erneut ein Megaerfolg). Nun marschieren in „American Pie: Das Klassentreffen“ von Jon Hurwitz und Hayden Schlossberg wirklich alle Charaktere noch einmal auf und spielen fast pausenlos auf den ersten und originalen „American Pie“ an. Dabei scheint es fast so, als würde in diesen Anspielungen die einzige Daseinsberechtigung des Films liegen, denn alle neu eingeführten Figuren bleiben Fremdkörper.

13 Jahre ist es her seit die Clique um Jim (Jason Biggs) die High School in West Michigan verlassen hat. Da wird es natürlich Zeit für ein Klassentreffen und das kommt den mittlerweile (mehr oder weniger) erwachsen gewordenen Jungs gerade recht, um ihrem Alltag zu entkommen. Bei Jim und Michelle (Alyson Hannigan) herrscht seit der Geburt ihres Sohnes tote Hose im Bett. Oz (Chris Klein) will endlich seine High School-Liebe Heather (Mena Survari) wiedersehen, hat aber seine Model-Freundin (Katrina Bowden) im Schlepptau, Kevin (Thomas Ian Nicholas) ist zur Hausfrau mutiert und Finch (Eddie Kaye Thomas) war in den letzten Jahren spurlos verschwunden. Uneingeladen taucht auch noch Stifler (Seann William Scott) beim Treffen auf und ist wieder für allerlei Schandtaten bereit. Für Jim und die Jungs beginnt eine Dauerparty mit allerlei Fettnäpfchen und nackten Tatsachen, in der natürlich auch Jims Dad (Eugene Levy) und Stiflers Mom (Jennifer Coolidge) nicht fehlen dürfen.

Wenn nach gerade einmal 10 Minuten Laufzeit die Jungs in eine Bar marschieren und die Barkeeperin auf ihrem Smartphone einen Youtube-Clip von Jims legendärer Stripeinlage aus „American Pie“ abspielt, ist der Weg des Films bereits vorgegeben. Es folgen eineinhalb Stunden voller „achja, den/die gab’s ja auch noch“- und „uh, das war damals komisch“-Momente, die sich leider nie zu einem geschlossenen Ganzen fügen wollen. Hinzu kommt, dass die Regisseure (übrigens das Duo hinter „Harold und Kumar“) bei manchen Charakteren nicht so recht wussten, was sie mit ihnen machen sollen – allen voran Finch (Eddie Kaye Thomas), Michelle (Alyson Hannigan), Kevin (Thomas Ian Nichols) und Vicky (Tara Reid), die auf wenige mittelmäßig lustige Szenen reduziert wurden. Stattdessen bedient man sich neuer Charaktere, die aber leider etwas nervig geraten sind. So bleiben etwa an der Figur der 18-jährigen Nachbarin Kara (Ali Cobrin) das aufregendste ihre nackten Brüste und die auf einmal als Love Interest für Finch hergezauberte Ex-Mitschülerin Selena (Danie Ramirez) bietet noch nicht einmal das.

„American Pie: Das Klassentreffen“ liefert aber trotzdem das, was man von dem Film erwartet: Reichlich infantil-versaute Gags, die zu peinlich berührten Lachern führen. Für herrlich geschmacklose Höhepunkte sorgt natürlich wieder Seann William Scott als Stifler, der unter anderem seinen Darm in eine Kühlbox entleert, aber auch Jason Biggs zeigt vollen Körpereinsatz und präsentiert sogar sein Geschlechtsteil in einer Großaufnahme. Chris Klein als Oz erhält erstmals die Möglichkeit, seinem sonst romantisch angehauchten Charakter zumindest für ein paar Minuten zu entfliehen und dem Publikum eine urkomische Tanzeinlage zu bieten. Eugene Levy als Jims Dad liefert einmal mehr seine fast schon patentierte Show ab.

Fazit:
„American Pie“ ist und bleibt auch mit seinem vierten Teil eine Teenie-Komödie, doch weder seine Darsteller, noch das Publikum der ersten Filme sind heute noch Teenager. So pendelt „American Pie: Das Klassentreffen“ zwischen nostalgischen Momenten und pubertären Gags hin und her, wobei der Film darauf hoffen kann, dass die Teenager von heute Slapstick-Einlagen von Schauspielerin in ihren 30ern komisch finden.

Wertung:
5/10 Punkte
Filmering.at
Community
Ø Wertung: 6.9/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 21
10 /10
10%
9 /10
10%
8 /10
14%
7 /10
24%
6 /10
24%
5 /10
10%
4 /10
10%
3 /10
0%
2 /10
0%
1 /10
0%
Vielleicht interessiert dich auch
American Pie 2 (2001)
American Pie (1999)
Terminal (2004)
Kuck
Date Movie (2006)
Love is All You Need (2012)
Happy New Year (2011)
Was das Herz begehrt (2003)
Alle Empfehlungen anzeigen
Der Film ist in diesen Listen
schon gesehen
Liste von mausmaus
Erstellt: 11.11.2013