Battleship (2012)

OT: Battleship - xx Minuten - Action / SciFi
Battleship (2012)
Kinostart: 13.04.2012
DVD-Start: 23.08.2012 - Blu-ray-Start: 23.08.2012
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Filmkritik zu Battleship

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Dass Romane, Fernsehserien, Videospiele oder Comics als Filmadaption den Sprung auf die Leinwand schaffen, liegt nicht fern. Etwas unkonventioneller wird es dann, wenn Sachbücher, Spielfiguren oder Vergnügungsparkattraktionen zu einem Kinofilm gemacht werden. Aber alles ist möglich, schließlich sollen sogar die Legosteine in näherer Zukunft die Kinos erobern. Ein weiteres Genre wären die „Brettspiel-Verfilmungen“. Spielhersteller Hasbro  schloss 2008 mit Universal einen Vertrag über die Filmrechte seiner beliebten Brettspiele wie Monopoly oder Cluedo ab. Jetzt feuert Universal aber erst einmal einen sehr frei interpretierten „Brettspiel“-Actioner auf die Leinwand. „Battleship“ von „Hancock“-Regisseur Peter Berg basiert sehr lose auf dem gleichnamigen Spiel von Hasbro, das wiederum eine Brettspiel-Variante des klassischen „Schiffe versenken“ mit Stift und Papier ist. Das klingt nicht wirklich aufregend, deshalb hat Peter Berg das ganze mit Alien-Attake, reichlich Explosionen und US-Patriotismus angereichert. Wer krachende Action und protzige Sprüche a la Michael Bay hören will, ist bei diesem Film genau richtig. Wer sein Hirn gebrauchen will, spielt lieber das Originalspiel.

Alex Hopper (Taylor Kitsch) ist ein verrückter Draufgänger, der mal eben in einen Supermarkt einbricht und einen Burrito holt, um das Herz der hübschen Sam (Brooklyn Decker) zu erobern. Doch sein Lebensstil soll sich nun ändern, denn sein großer Bruder Stone (Alexander Skarsgard), der Offizier bei der US-Navy ist, hat auch seinen rebellischen Bruder dort eingetragen. Alex macht sich bei der Navy eigentlich gut, fällt aber immer wieder negativ auf, was dem Vater von Sam, Admiral Shane (Liam Neeson), zu schaffen macht. Als Alex und Stones Flotte eine Übung vor der Küste Hawaiis durchführt, ragt plötzlich ein metallenes Gebilde aus dem Meer. Wie sich heraus stellt handelt es sich dabei um ein außerirdisches Raumschiff und die Aliens darin sind nicht in Frieden gekommen. Es beginnt ein unerbittlicher Kampf, bei dem Alex nach dem Tod seines Bruders das Kommando übernehmen muss...

Zurücklehnen und ein Feuerwerk mit 130 Minuten Länge genießen – es gibt Filme, die einzig dazu da sind, dass während ihrer gesamten Laufzeit möglichst viel in die Luft geht und das möglichst spektakulär. Das ist aber nicht weiter schlimm. „Battleship“ demonstriert sehr eindringlich, wie Menschen gegen Aliens mit High-Tech-Waffen um das Ende der Welt kämpfen können ohne dass tatsächlich etwas Weltbewegendes passiert. Nach 30 Minuten ist die Geschichte gewissermaßen fertig erzählt und dann geht es nur mehr darum, das 200 Millionen-Budget des Films zu präsentieren. In der Tat können sich die Special Effects sehen lassen. „Transformers“ zu Wasser wäre wohl die geeignetste Umschreibung für das Action-Spektakel. Wer großen Materialschlachten auf der Leinwand positiv gesinnt ist, sollte sich diese auf keinen Fall entgehen lassen. Leider verläuft der Film ziemlich überraschungsarm und in keiner einzigen Szene kommt so etwas wie Spannung auf.

Über die darstellerische Leistung kann man da erwartungsgemäß wenig sagen. Taylor Kitsch klopft heiter Sprüche zwischen Macho und Weltretter, Sängerin Rihanna zieht da gleichermaßen in weiblicher Variante mit, Alexander Skarsgard darf kurz den Helden spielen, Liam Neeson schaut über weite Strecken besorgt drein und Brooklyn Decker dient sowieso nur als optischer Aufputz. Zu mehr sind sie auch nicht berufen, denn mangels Alternativen (die Aliens sind allesamt gleich aussende und gleichhandelnde Monster) muss sich der Zuseher ohnehin auf ihre Seite schlagen.

Eine wohldossierte Prise Patriotismus findet man in Actionfilmen dieser Art immer wieder, doch bei „Battleship“ schoss man etwas über das Ziel hinaus – den Höhepunkt erreicht das Ganze mit der Aussöhnung der amerikanisch-japanischen Beziehung nach Pearl Harbor und dem Auftritt von Navy-Veteranen, die ihren Teil zur Weltrettung beitragen.

Fazit:
Hirn aus, Action ein. Dass „Schiffeversenken“ als Vorbild für den Film diente, sieht man nur in einer einzigen Sequenz, wenn Alex Hopper und seine Kollegen versuchen, den auf dem Radar unsichtbaren Feind zu treffen. Hätte „Battleship“ auch nur annähernd so viel Spannung und Nervenkitzel wie Schiffe versenken...

Wertung:
4/10 Punkte
Filmering.at
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