![]() ![]() Moonrise Kingdom OT: Moonrise Kingdom Regie: Wes Anderson Drehbuch: Wes Anderson, Roman Coppola Darsteller: Bruce Willis, Tilda Swinton, Edward Norton, Bill Murray, Jason Schwartzman, Frances McDormand, Harvey Keitel, Kara Hayward, Jared Gilman, Bob Balaban Filmstart: 25.05.2012 | Laufzeit: | Drama |
Wir schreiben das Jahr 1965: Irgendwo vor der Küste Neuenglands versucht Scout Master Ward (Edward Norton) ein ordentliches Pfadfinderlager zu führen. Doch eines morgens ist eines seiner Kinder, der 12-jährige Sam Shakushky (Jared Gilman), plötzlich verschwunden. Vor einigen Jahren sind Sams Eltern gestorben und auch seine aktuelle Pflegefamilie möchte den Jungen lieber wieder loswerden. Da er auch bei den anderen Pfadfindern nicht gerade beliebt war, weiß auch niemand wohin Sam verschwunden sein könnte. Sam hingegen hat ein genaues Ziel vor Augen: Er will zu seiner großen Liebe Suzy (Kara Hayward) und die beiden wollen gemeinsam von zuhause weglaufen. Das droht auch Konflikte innerhalb Suzys Familie aufzudecken. Denn zwischen ihrem Vater (Bill Murray) und ihrer Mutter (Frances McDormand) läuft es alles andere als gut. Was vielleicht auch daran liegen könnte, dass Suzys Mutter eine Affäre mit dem örtlichen Sheriff Captain Sharp (Bruce Willis) angefangen hat. Doch nun müssen alle Parteien ihre Kräfte bündeln um gemeinsam die entflohenen Kinder zu finden...
Was den Film, und besonders Andersons Inszenierung, ganz besonders auszeichnet, ist wie es ihm immer wieder gelingt ein Klischee anzudeuten und gleichzeitig zu erweitern, zu unterwandern, oder damit zu spielen. Das führt zu herrlich absurden Situationen in denen man sich als Zuseher immer nostalgisch an diverse Momente der Filmgeschichte erinnert fühlt, aber gleichzeitig mit völlig neuartigen Variationen überrascht wird. Und das ist in den meisten Fällen nicht einfach nur kreativ, sondern oftmals auch schlicht zum Brüllen komisch und man kommt kaum herum eine enorme Symapthie für die liebevoll konstruierte Welt zu empfinden, die Wes Anderson hier entworfen hat und mit uns allen teilt.
Hinzu kommt, dass Wes Anderson sein Universum um eine wunderbare neue Komponente erweitert hat: Denn die wunderbare und höchst emotionale Liebesgeschichte zwischen zwei Kindern kennen wir so noch nicht von ihm. Er spielt immer wieder mit den Erwartungen, hangelt sich an schrulligen Ereignissen entlang, die man so wohl kaum erwarten würde und bringt seinen eigenen Stil ein, aber gleichzeitig vernachlässigt er eben auch nie die emotionale Integrität seiner beiden Hauptfiguren und ihrer Bindung. Mit den beiden Jungdarstellern Jared Gilman und Kara Hayward ist ihm außerdem ein wahrer Glücksgriff in der Besetzung gelungen, besitzen beide (in völlig unterschiedlichen Rollen) doch enormes Charisma und zeigen eine eindrucksvolle Leinwandpräsenz vor, die in Anbetracht der anderen illustren Namen, die den Cast zieren, alles andere als selbstverständlich gewesen ist.
Fazit:
Moonrise Kingdom ist ein grandioser Film. Wes Anderson profiliert sich einmal mehr als großer Bildermagier und Herrscher über seine eigenen schrulligen Welten und lädt uns ein sein kunstvolles und eigenwilliges Puppenhaus, genannt Moonrise Kingdom, zu erkunden. Die Figuren sind großartig gezeichnet, haben ihre Macken und Eigenheiten und wickeln den Zuseher mit ihrem Charme um den Finger. Hinzu kommt eine skurril erzählte Lovestory zwischen zwei Kindern, die dem Film auch auf emotionaler Ebene die nötige Kraft gibt um restlos zu überzeugen. Insgesamt gesehen fügen sich hier einfach alle Einzelteile perfekt zusammen und man kann nur begeistert applaudieren über das, was Wes Anderson hier geleistet hat. Denn wie es ihm immer wieder gelingt Klischees anzudeuten und dann die Erwartungshaltung zu unterwandern ist einfach großartig. Ganz großes Kino und bereits jetzt die schönste Außenseiter-Ballade des Kinojahres.
Wertung:
9/10 Punkte
24.01.2012 - Moonrise Kingdom - Englischer Trailer
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15.11.2010 - Moonrise Kingdom - Viele Stars im Gespräch!

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