Zorn der Titanen (2012)

OT: Wrath of the Titans - xx Minuten - Action / Abenteuer / Fantasy
Zorn der Titanen (2012)
Kinostart: 30.03.2012
DVD-Start: 03.08.2012 - Blu-ray-Start: 03.08.2012
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Filmkritik zu Zorn der Titanen

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Fast genau zwei Jahre ist es her als Sam Worthington in Louis Leterriers Remake des  mythologischen Abenteuer-Trash Clash of the Titans erstmals in die Rolle des Perseus schlüpfte. Ungeachtet der durchwegs schlechten Kritiken mauserte sich die CGI-Monsterschlacht zu einem respektablen Boxoffice Hit und spielte weltweit knapp eine halbe Milliarde Dollar ein. Dass die Studiopolitik danach ein Sequel verlangt ist durchaus verständlich und in Anbetracht des Verbesserungspotentials der Dialoge, des 3D oder der CGI-Effekte gar nicht mal so dämlich. Und siehe da, das Sequel Wrath of the Titans ist tatsächlich besser als sein Vorgänger. Dass diese Entwicklung mit Vorsicht zu genießen und mit gebremster Euphorie zu begrüßen ist liegt an ähnlich holprigen Dialogen und einer erneuten, unausgegorenen 3D-Konvertierung. Womit der Film letztendlich punkten kann sind die Actionszenen: Getreu nach dem Motto „Nicht kleckern, klotzen!“ setzt das kolossale Spektakel Wrath of the Titans nochmal eins auf den Vorgänger drauf und erweist sich als Fest für Actionfans mit, aber auch ohne Hang zur griechischen Mythologie.

Zehn Jahre nach dem heldenhaften Sieg über den monströsen Kraken möchte der Halbgott Perseus (Sam Worthington) – Sohn des Zeus (Liam Neeson) – ein beschauliches Leben als Fischer und alleinerziehender Vater seines zehnjährigen Sohnes Helius führen. Doch die Götter kämpfen mit den Titanen weiterhin um die Vorherrschaft. Denn weil sie von den Menschen kaum noch verehrt werden, verlieren die Götter ihre Macht über die eingekerkerten Titanen und ihren grimmigen Anführer Kronos, den Vater der schon ewig herrschenden Brüder Zeus, Hades (Ralph Fiennes) und Poseidon (Danny Huston). Das Triumvirat hat den mächtigen Vater vor langer Zeit gestürzt – inzwischen vermodert er in den finsteren Abgründen des Tartarus: Dieses Verlies liegt tief in den Gewölben der Unterwelt verborgen. Um dort hinzugelangen bittet Perseus die Kriegerkönigin Andromeda (Rosamunde Pike), Poseidons Sohn, den Halbgott Argenor (Toby Kebbell) und den gefallenen Gott Hephaestus (Bill Nighy) um Unterstützung, bevor er sich mutig auf die gefährliche Reise in die Unterwelt begibt, um Zeus zu befreien, die Titanen zu stürzen und die Menschheit zu retten...

Zyklopen, Minotauren & Mehrköpfige Höllenhunde. Dabei wollte der Halbgott Perseus in einem kleinen Dorf von seinem Götterdasein entfliehen und ganz Mensch sein. Nach dem Sieg über den monströsen Kraken aus dem ersten Teil hätte er sich die Ruhe redlich verdient. Aber Hades lässt einfach nicht locker und hetzt seinem Neffen eine Armee an Kreaturen auf den Hals. Dabei beschleicht einen schon von Beginn an das Gefühl, dass die enorme Menge an Pauken und Trompeten die offensichtlichen Schwächen des Films übertönen sollen. Perseus schlittert von einer brenzligen Situation in die Nächste und obwohl ihm des Öfteren die Luft ausgeht, kennt der Sohn Zeus’ so etwas wie Verschnaufpausen nicht. Als Zuseher fühlt man sich ähnlich. Das zügige Tempo und die brachiale Action machen Spaß, sobald das Tempo aber herausgenommen wird merkt man die stellenweise unfreiwillige Komik (ausgenommen von einer erfrischenden Labyrinth Sequenz).

Die CGI Effekte sind zwar nicht state-of-the-art, für ansehnlich ungetrübtes Sehvergnügen reichen sie aber allemal. Was visuell wirklich stört ist der 3D Effekt. Dass sich seine volle Wirkung erst in der Tiefe entfaltet ist kein Geheimnis. Dass Filme in der post-production immer wieder in 3D konvertiert werden um im Endeffekt bloß in netten Effekten mit herabrieselnder Asche oder Funken zu enden, ist wohl einem ökonomischen Faktor zuzuschreiben. Die Studios sollten sich hier lieber auf mehr Inhalt konzentrieren, als auf die belanglose und oberflächliche Ausschmückung von nicht vorhandenem Inhalt.

Sam Worthington macht einen ganz passablen Eindruck. Anders als beim ersten Teil wird seine Eindimensionalität diesmal mit prächtigen Locken dekoriert. Ohne Ecken und Kanten agiert er recht brav und versucht vergebens die Entwicklung seines Charakters nach außen zu kehren, aber darum geht es ja bei Wrath of the Titans in erster Linie sowieso nicht. Ralph Fiennes und Liam Neeson duellieren sich gewohnt routiniert, manchmal wünscht man sich detailliertere Hintergründe zu ihrem Konflikt und deutliche mehr Screentime der ungleichen Brüder. Ungewohnt aber durchaus interessant in der Rolle einer unerschrockenen Kämpferin findet man die eher klassische Rosamund Pike, die Alexa Davalos als Andromeda mit Bravour ersetzt. Bill Nighy als verschroben grimmiger, göttlicher Waffenschmied und Édgar Ramírez als kampflustiger Kriegsgott Ares runden den ungewöhnlichen aber homogenen Cast ab.

Fazit:
Wrath of the Titans ist gepflegtes Hau-drauf-Kino, das mit einem bombastischen Soundtrack und einer Unzahl an Actionszenen dem Zuschauer die fragwürdigen Dialoge und das völlig überflüssige 3D aus der Wahrnehmung hämmern. Wer sich im ersten Teil bereits unterhalten konnte dem wird im Kino eine leicht verbesserte Version vor den Latz geknallt. Wenn die positive Entwicklung anhält, dann kann man sich schon fast auf den bereits angekündigten dritten Teil freuen: Mögen die Götter mit dem Franchise sein.

Wertung:
6/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 5.4/10 | Kritiken: 5 | Wertungen: 15
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Liste von fette_sau
Erstellt: 13.08.2013