Ghost Rider: Spirit of Vengeance (2011)

OT: Ghost Rider: Spirit of Vengeance - 95 Minuten - Action / Fantasy / Thriller
Ghost Rider: Spirit of Vengeance (2011)
Kinostart: 24.02.2012
DVD-Start: 10.08.2012 - Blu-ray-Start: 10.08.2012
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Filmkritik zu Ghost Rider: Spirit of Vengeance

Von am
Das Genre der Comic-Verfilmungen hat sich mittlerweile längst in Hollywood etabliert. Marvel Verfilmgungen wie Spider-Man, Iron Man oder Thor sorgten für gute Unterhaltung und ließen die Kassen ordentlich klingeln. Und dann waren dann auch noch Christopher Nolans Batman Filme oder Sin City von Robert Rodriguez, die auch auf künstlerischer Ebene einiges zu bieten hatten. Doch zwischen all diesen Perlen hat sich auch einiges an Mist eingeschlichen. Neben Fantastic Four war vor allem Ghost Rider ein Dorn im Auge der Fans - und gerade zu diesem Müll soll nun also eine Fortsetzung kommen? Doch eines vorweg: Ghost Rider: Spirit of Vengeance macht einiges besser als der erste Teil - auch wenn man von einem wirklich guten Film immer noch ein Stück weg ist.

Johnny Blaze (Nicolas Cage) hat seine Seele verkauft um seinen schwerkranken Vater zu retten. Nun muss er als Ghost Rider für den Teufel auf Seelenjagd gehen. Deshalb hat er sich auch etwas zurückgezogen, damit niemand hinter sein Doppelleben kommt. Doch da taucht plötzlich der geheimnisvolle Moreau (Idris Elba) auf und bittet Johnny Blaze um Hilfe: Der Teufel macht Jagd auf seinen 12-jährigen Sohn Danny (Fergus Riordan), durch den er hofft seine Macht zu erweitern...

Nicolas Cage hat ja nicht unbedingt den Ruf bei seiner Rollenwahl allzu sorgfältig zu sein. Oder eher: Seit einigen Jahren nimmt der ehemalige A-Star absolut jeden Müll an, der ihm etwas Geld in die Taschen spült. Überraschenderweise scheint ihm aber gerade am Ghost Rider Franchise etwas zu liegen, sodass er die Fortsetzung sogar selbst vorantrieb. Anstatt des beim ersten Teil gescheiterten Regisseurs Mark Steven Johnson musste aber Ersatz her: Die Crank Macher Mark Neveldine und Brian Taylor sprangen ein und übernahmen das Ruder. Und man muss sich schon eines eingestehen: Sie haben die Franchise quasi in jedem Punkte aufgewertet.

Anstatt eines farblosen, lieblosen und überflüssigen Ghost Riders ist die Fortsetzung nun zumindestens ein Film bei dem man die Handschrift der Filmemacher erkennt. Gerade Neveldine und Taylor sind ja allerspätestens seit Crank 2 für ihren übertriebenen Stil bekannt, dem man auch durchaus skeptisch gegenüber stehen kann, aber eines muss man zumindest zugestehen: Die beiden haben zumindest einen Stil. Und im Fall von Ghost Rider: Spirit of Vengeance schalten sie auch einen Gang zurück und lassen nicht dermaßen wie in Crank 2 die Sau los. Gerade im Vergleich zu anderen Comic-Verfilmungen ist Ghost Rider: Spirit of Vengenace aber natürlich dennoch ein over-the-top Roundhousekick voller schräger Ideen.

Und auf Grund dieses Stils fällt es auch schwer den Film richtig einzuschätzen. Auf der einen Seite versuchen sie die Figur des Riders weniger lächerlich anzulegen und etwas mehr Düstnernis in die Geschichte zu bringen, andererseits hat man aber dennoch nicht das Gefühl, dass die Filmemacher das ganze jetzt bierernst nehmen. Das liegt auch wieder einmal an der Darbietung von Nicolas Cage, den man scheinbar völlig von der Leine gelassen hat: Jede Zurückhaltung wird abgeschüttelt, stattdessen darf Cage einfach richtig abdrehen (und er neigt auch schon in seinem zurückhaltenden Modus zum Overacting). Im Gegensatz zum ersten Teil scheint man sich aber in Ghost Rider: Spirit of Vengeance aber zumindest der Tatsache bewusst zu sein, dass das Geschehen eine gewisse Komik beinhaltet.

So fühlt man sich als Zuseher von der Fortsetzung auch weit weniger verarscht, als dies noch beim ersten Teil der Fall war und man kann zumindestens ohne schlechtem Gewissen seinen Spaß haben. Und recht viel mehr bietet Ghost Rider: Spirit of Vengeance auch schon nicht mehr. Es ist eine leichte, überzogene Comicverfilmung, immer hart an der Grenze zu einem weiteren “Nicolas Cage losing his Shit” Video auf Youtube, aber im Gegensatz zum völlig verkorksten ersten Teils erkennt man zumindestens das Konzept der Filmemacher und man hat den Eindruck, dass eben dieser Stil auch genauso gewollt ist. Das muss einem nicht gefallen, aber eine Steigerung im Franchise ist nicht zu leugnen.

Fazit:
Ghost Rider: Spirit of Vengeance ist eine spürbare Steigerung gegenüber dem ersten Teil. Aber das ist auch keine Kunst, wenn der Vorgänger eine der verhasstesten Comic-Verfilmungen der letzten Jahre ist. Doch eines muss man dem Film zu gute halten: Die Crank-Macher Mark Neveldine und Brian Taylor bringen zumindest eine Form von künstlerischer Handschrift und Konzept in die Reihe, die man bisher vermisst hatte. Dieser Stil muss einem nicht gefallen, aber im Gegensatz zum ersten Teil hat Ghost Rider: Spirit of Vengeance zumindestens einen eigenen Stil. Dieser ist natürlich over-the-top, hart an der Grenze zur unfreiwilligen Komik und von einem völlig von der Leine gelassenen Nicolas Cage geprägt. Aber das ist nun einmal das Konzept, das zumindestens solide Unterhaltung liefert, die mit einem Augenzwinkern präsentiert wird. Nichts wirklich besonderes, aber zumindestens okay.

Wertung:
5/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 3.3/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 9
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Liste von Missdavies
Erstellt: 18.10.2015