![]() ![]() London Boulevard OT: London Boulevard Regie: William Monahan Drehbuch: William Monahan Darsteller: Colin Farrell, Keira Knightley, David Thewlis, Anna Friel, Ben Chaplin, Ray Winstone, Eddie Marsan, Sanjeev Bhaskar, Stephen Graham, Ophelia Lovibond Filmstart: xx.xx.2011 | Laufzeit: | Krimi-Drama-Romanze-Thriller |
Der Gangster Mitchel (Colin Farrell) wird nach drei Jahren aus dem Gefängnis entlassen und trifft vor dem Knast gleich seinen alten Freund Billy (Ben Chaplin), der ihm eine Unterkunft besorgt. Billy, der weiterhin ein Ganove ist, bringt Mitchel zu einer „Willkommen zurück“-Feier in ein Lokal, indem Mitchel viele ehemalige Freunde wiedersieht. In der Bar lernt er die Schauspielerin Penny (Ophelia Lovibond) kennen, die ihn in eine Villa führt. Dort wartet ein neuer Job auf ihn. Als Bodyguard des zurückgezogenen Filmstars Charlotte (Keira Knighltey) kümmert er sich um die äußerst unfreundlichen Paparazzi. Währenddessen kommt Mitchel, mithilfe von Billy, wieder in Kontakt mit seinem ehemaligen und skrupellosen Boss Rob Gant (Ray Winstone). Ferner entwickelt sich zwischen Mitchel und Charlotte eine Romanze, sodass Mitchel beginnt, sich von seiner dunklen Vergangenheit zu entfernen. Dies scheint Gant nicht zu interessieren. Obwohl er von Mitchels Beziehung zu Charlotte weiß, schlägt er ihm einen Deal vor…
Dagegen gelingt es David Thewlis (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1+2), der einen depressiven Junkie darstellt, zu überzeugen und dem Zuschauer auch nach dem Abspann im Gedächtnis zu bleiben. Ray Winston (Gesetz der Rache), dessen bösartiger Charakter nur wenige Nuancen zu bieten hat, hätte das Potenzial viel mehr aus seiner Rolle zu machen, genauso wie Eddie Marsan (Sherlock Holmes), der den Agenten Bailey spielt, allerdings kaum zu sehen ist. Monahan legt stattdessen viel mehr Wert auf Szenen mit unwichtigeren Charakteren, wie Briony (Anna Friel), die Schwester von Mitchel, und ihrem Liebhaber, Dr. Sanji Raju (Sanjeev Bhaskar), die zwar dem Charakter Mitchel mehr Tiefgang verleihen, jedoch im Großen und Ganzen nur den Verlauf der Geschichte stören.
Die Aufmerksamkeit des Betrachters wandert, aufgrund des ideenarmen Drehbuchs, zu den atmosphärischen Songs, die vor allem aus den 60er Jahren (The Knickerbockers, The Yardbirds, The Rolling Stones) stammen. Diese Lieder peppen die eine oder andere Film-Szene etwas auf und machen sie demnach stimmiger. Passend zu den Songs sind auch die Schlägereien und Morde, die in der zweiten Hälfte des Gangsterfilms überwiegen. Demzufolge ergibt sich eine amüsante und zugleich düstere Gangster-Atmosphäre, die der innovationsarmen Story entgegen steht.
Fazit:
Das große Problem von London Boulevard ist schlicht und einfach das Drehbuch, welches der Oscar-prämierte Regiedebütant William Monahan selbst verfasste. Es mangelt an innovativen Einfällen, des Weiteren sind die Dialoge größtenteils langatmig und ohne Witz, sodass sich Langeweile beim Zuschauer verbreitet, die hier und da von den gut gewählten Songs und der kurzweiligen Action unterbrochen wird. London Boulevard kann somit ohne großes Bedenken ungesehen bleiben, da er nichts Neues zu bieten hat.
Wertung:
4/10 Punkte
15.12.2011 - London Boulevard - Deutscher Trailer
09.11.2010 - London Boulevard - Wallpaper online!

| Die Daten werden uns zur Verfügung gestellt von Flimmit.com |

