The Devil Inside (2012)

OT: The Devil Inside - xx Minuten - Horror / Thriller
The Devil Inside (2012)
Kinostart: 02.03.2012
DVD-Start: 05.07.2012 - Blu-ray-Start: 05.07.2012
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Filmkritik zu The Devil Inside

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Der Teufel hat‘s nicht leicht. Spätestens seit der Neufassung von Der Exorzist vor über 10 Jahren, muss er in regelmäßigem Abstand immer wieder arme, unschuldige Mädchen befallen (oder zumindest Dämonenfreunde schicken) damit ein neuer Exorzismus- Film gedreht werden kann. Tragischerweise werden diese dann doch relativ selten mit Lob überschüttet, trotzdem – er versucht es immer und immer wieder. Das Comeback des Jahres, geht einmal wieder an Satan und seine Jünger, diesmal in Form von The Devil Inside.

Im Jahr 1989 ermordete die Amerikanerin Maria Rossi (Suzan Crowley) drei Menschen, während an ihr ein Exorzismus ausgeübt wurde. Mittlerweile befindet sie sich, als unzurechnungsfähig verurteilt, in einer geschlossenen, psychiatrischen Anstalt in Rom. Rund 20 Jahre später bereist ihre Tochter Isabella (Fernanda Andrade) die Stadt, zusammen mit Hobbyregisseur und –kameramann Michael (Ionut Grama) um – wenn möglich auch auf Kamera – zu dokumentieren, was sich damals genau zugetragen hat...

Kaum ein Film wurde in diesem Jahr derart verissen, wie dieser mittlerweile zweite Horrorfilm von Regisseur William Brent Bell. Imdb.com gibt 3,5/10 Punkte, Rotten Tomatoes 1/5, Rollingstone.com schreibt sogar vom „worst movie of the year 2012“. Bevor man ein subjektives Fazit erstellt,  sollte man sich doch kurz den Fakten widmen. Das Produktionsbudjet des Films lag bei 1 Mio. US- Dollar. Das liegt einerseits an der winzigen, vollkommen unbekannten Crew, als auch am Verzicht irgendwelcher pompösen Spezialeffekte. Bis jetzt spielte der Film weltweit das 93fache (!) seiner Kosten ein, ob nun gut oder schlecht – zumindest diese Leistung sollte anerkannt werden. Fakt ist ebenso, dass der Film an seinem Startwochenenende nicht weniger als $33,732,515 eingespielt hat – nur als Vergleich, The Artist kam auf $204,878.
 
Rein finanziell gesehen, muss sich The Devil Inside also wohl alles andere als verstecken, aber warum wird dann inhaltlich derart negativ darüber geschrieben? Nun, im Grunde genommen bietet der neueste Exorzismus- Mainstream absolut nichts, was nicht bereits mehrfach dagewesen wäre. Der Kamerastil ist von The Blair Witch Project geklaut, die Charaktere passen 1:1 auf REC oder Der Exorzismus von Emily Rose, die Schockmomente sind recht dürftig gehalten bzw. für Kenner recht vorhersehbar und eine intelligente Auflösung des Ganzen gibt es nicht. Dafür ein abruptes Ende.

Die Frage, die bei der Bewertung eines solchen Films wohl wichtiger erscheint als „wieso wurde bei zig anderen Filmen abgeschaut?“ oder „warum wird derart wenig auf die Ursache der Besessenheit eingegangen?“ ist eher „was haben wir denn ehrlich von einem derartigen Film erwartet?“ Tiefgreifende Charaktere? Eine hochkomplexe, ausgeklügelte Verschwörungsstory mit Papst Benedikt als Fädenzieher? Special- Effects wie bei Avatar?

Wie kann man generell bei einem derart verbrauchten und zig Mal ge-remaketen Thema enttäuscht sein, wenn es sich nur als kurzweiliges, mittelmäßiges Horrorfilmchen herausstellt? Und wie kann man sich generell beschweren, dass der Inhalt vollkommen unrealistisch und ohne jegliche Erklärung bleibt, wenn man doch eigentlich dankbar sein sollte, nicht mit einer weiteren, vollkommen haarsträubenden Dämonen- Bessessenheits-Story gelangweilt zu werden? Anstatt sich dem Gebashe anzuschließen, sollte man wohl eher herausheben, mit welche geringen Mitteln es der Film eines bislang vollkommen unbekannten Regisseur und Drehbuchautor geschafft hat, derart viel Aufsehen zu erregen und trotz niederschmetternder Kritiken ganz nebenbei fast 100 Mio Dollar einzuspielen.
 
Fazit:
The Devil Inside hält genau das, was er verspricht. Genau so simpel wie das Plakat, ist auch die Story und die Machart des Films. Er legt weder Anspruch auf Neuartigkeit, noch zeigt er kreative Ideen, vielmehr bedient er sich an Altbewährtem, inklusive vollkommen unbekanntem Cast, was jedoch beachtlicherweise keinerlei Einfluss auf das Einspielergebnis genommen hat. The Devil Inside ist weit entfernt davon ein Meisterwerk zu sein und sicherlich gibt es im Genre der Exorzismus- Filme viel Besseres. Allerdings ist er keine Mogelpackung und es gibt in diesem Genre auch bei Weitem viel Schlechteres!
 
Wertung:
5/10 Punkte
Filmering.at
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