![]() ![]() Extrem Laut und Unglaublich Nah OT: Extremely Loud and Incredibly Close Regie: Stephen Daldry Drehbuch: Eric Roth, Jonathan Safran Foer Darsteller: Tom Hanks, Sandra Bullock, John Goodman, Max von Sydow, Viola Davis, Jeffrey Wright, Thomas Horn, Adrian Martinez, Matthew Broadley, Zoe Caldwell Filmstart: 17.02.2012 | Laufzeit: xx Minuten | Drama |
Oskar Schell (Thomas Horn) ist ein ganz spezieller Junge: Intelligent, ruhig, schüchtern, scheinbar hart an der Grenze zum Asberger Syndrom. Nur sein aufopfernder Vater (Tom Hanks) schafft es immer wieder den kleinen Oskar dazu zu bringen seine Ängste zu überwinden. In groß geplanten Expeditionen schickt er ihn durch ganz New York und bringt ihn dazu auch mit anderen Menschen zu sprechen um schließlich die Rätsel seines Vaters zu lösen. Doch bevor Oskar sein letztes Rätsel knacken kann stirbt sein Vater auf tragische Weise bei den Terrorangriffen am 11. September 2001. Nun gibt es nur noch Oskar, seine Mutter (Sandra Bullock), seine Großmutter (Zoe Caldwell) und ihren stummen Untermieter (Max von Sydow), der sich langsam mit Oskar anfreundet. Doch dann findet Oskar etwas: Versteckt im Schrank seines Vaters entdeckt er einen Schlüssel mit der Aufschrift “Black” - also durchsucht Oskar das Telefonbuch nach allen Menschen in New York mit dem Nachnahmen Black, in der Hoffnung darauf das Schloss zu finden in das der geheimnisvolle Schlüssel seines Vaters passt...
Mit ein Grund warum sich die Emotionen in Waage halten ist vor allem die Dychotomie zwischen Oskar und den Menschen denen er auf seiner Reise begegnet. Obwohl bei seinen Gesprächspartnern durchaus gewisse Klischees bedient werden entsteht im Kontrast zu Oskar ein sehr ausgewogenes Verhältnis. Große Emotionen und Mitgefühl mit Oskars tragischem Verlust treffen auf die Schwierigkeit Oskars mit anderen Menschen zu kommunizieren und Emotionen zu zeigen, sodass die zahlreichen Eigenheiten in Oscars Verhalten dazu führen dass eine eigenwillige Stimmung entsteht, die den Film durchaus auszeichnet.
Aber das bringt uns auch zu einem der Kritikpunkte am Film: Denn tatsächlich merkt man, dass hier so manche Ebenen der Geschichte schlicht konstruiert wirken und sich nicht organisch aus dem Handlungsverlauf ergeben. Auch manche Wendungen im Storyverlauf erzielen nicht den gewünschten Überraschungseffekt, aber das alles sind Kritikpunkte die die Qualität des Films nicht merklich trügen. Es sind eher Dellen an einer wunderschönen Karosserie, als wirklich tragische Hindernisse. Denn das Wichtigste ist, dass Extrem und unglaublich nah das Herz am rechten Fleck hat und es auch schafft seine Botschaft zu transportieren und dabei auch emotional zu funktionieren.
Fazit:
Extrem laut und unglaublich nah ist ein berührender Film, getragen von grandiosen Darstellern. Bis in die kleinsten Nebenrollen hochkarätig besetzt und tatsächlich zeigen sich auch alle Schauspieler von ihrer besten Seite. Besonders Max von Sydow liefert eine unglaublich beeindruckende Leistung, aber auch die Darbietungen von Tom Hanks, Thomas Horn und Jeffrey Wright bleiben in Erinnerung. Viel wichtiger aber ist, dass sich der Film stets seine emotionale Integrität bewahrt und es trotz des schwierigen Themas schafft die Balance zwischen subtiler Emotionalität und großen Gefühlen zu bewahren. Vielleicht ist die Geschichte an manchen Punkten etwas konstruiert und nicht alle Wendungen kommen so überraschend wie es der Film gerne hätte, aber trotz diesen kleinen Kritikpunkten ist Extrem laut und unglaublich nah ein sehr sehenswerter und berührender Film geworden.
Wertung:
8/10 Punkte
22.11.2011 - Extrem laut und unglaublich nah - Deutscher Trailer

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