Happy New Year (2011)

OT: New Year's Eve - 118 Minuten - Komödie / Romanze
Happy New Year (2011)
Kinostart: 08.12.2011
DVD-Start: 10.04.2012 - Blu-ray-Start: 10.04.2012
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Filmkritik zu Happy New Year

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Immer öfter entdecken Filmemacher die Vereinigung vieler bekannter Gesichter in ihren Filmen für sich. Besonders gerne werden solche Streifen zu bestimmten Anlässen des Jahres auf die Kinoleinwand gebracht, wie Tatsächlich Liebe (2003) von Richard Curtis passend zur Weihnachtszeit, Valentinstag (2010) von Garry Marshall zum wohl romantischsten Tag des Jahres oder eben jetzt rund um die große Nacht des Jahreswechsels Happy New Year, in dem ebenfalls Marshall Regie führte und zahlreiche Stars und Filmgrößen für die Darstellung seiner Charaktere gewinnen konnte. Nach einem Drehbuch von Katherine Fugate werden 20 Geschichten verschiedener Menschen erzählt, die sich mal mehr, mal weniger überschneiden und miteinander verflochten sind.

 

New York – es ist der Tag vor der großen Silvesternacht 2012. Während Tess (Jessica Biel) zusammen mit ihrem Mann gegen ein anderes Paar im Krankenhaus darum ringt, wer das erste Neujahrsbaby zur Welt bringt und somit den Gewinn von 25.000 Dollar abräumt, kämpft der in die Jahre gekommene, schwerkranke Harry (Robert De Niro) im selben Spital darum, das neue Jahr überhaupt zu erleben. Gesellschaft erhält er dabei von einer fürsorglichen Krankenschwester (Halle Berry). Unterdessen laufen die Vorbereitungen für das große Silvester-Event am Times Square auf Hochtouren. Claire Morgan (Hilary Swank) ist für dessen reibungslosen Ablauf verantwortlich und sieht sich so manchen Schwierigkeiten gegenüber.

Rockstar Jensen (Jon Bon Jovi) soll bei der Feierlichkeit auftreten, trifft jedoch auf seine Ex-Freundin Laura (Katherine Heigl), die als Chefköchin für das Catering der Veranstaltung zuständig ist, was den Auftritt in Gefahr bringt. Jensens Backgroundsängerin Elise (Lea Michele) sitzt zur selben Zeit im Fahrstuhl ihres Wohnhauses fest und macht so die Bekanntschaft ihres Nachbars Randy (Ashton Kutcher), der den Silvesterabend alleine Zuhause verbringen wollte. Der junge Fahrradkurier Paul (Zac Efron) ist derweilen damit beschäftigt, der deprimierten Ingrid (Michelle Pfeiffer) eine Liste von Wünschen zu erfüllen, um im Gegenzug an heißbegehrte Partytickets zu kommen. Die alleinerziehende Mutter Kate (Sarah Jessica Parker) plant einen gemütlichen Abend mit ihrer Tochter Hailey (Abigail Breslin), diese setzt aber alles daran, mit ihren Freunden am Times Square zu feiern, um einen Mitternachtskuss von ihrem Schwarm zu bekommen. Währenddessen hat Sam (Josh Duhamel) nach der Hochzeit eines Freundes und einem anschließenden kleinen Unfall Mühe nach New York zu gelangen, wo er eine Frau, die er zum vergangenen Jahreswechsel kennengelernt hatte, zu einem Date treffen soll. So haben alle Charaktere bestimmte Pläne für die besagte Nacht, doch für alle kommt es irgendwie anders.

 

Happy New Year kommt in episodenhaftem Stil daher und erzählt mehrere, verschiedene Geschichten, die zunächst voneinander unabhängig erscheinen. Nach und nach lassen sich jedoch Zusammenhänge erkennen und es fügt sich ein Bild von Verbindungen zwischen den Charakteren und den Einzelgeschichten zusammen. Durch die vielen Erzählungen, auch wenn diese im Laufe des Films zusammenlaufen, bleiben die Schicksale größtenteils zu oberflächlich, nur wenige der Teilerzählungen schaffen es, den Zuseher einzufangen. Im Gegensatz zu Curtis‘ Tatsächlich Liebe, der nach einem ähnlichen Schema funktioniert, fehlt hier ein wenig Gefühl und Charme. An gelungenen Gags mangelt es dem Film dafür nicht, mit Werken Marshalls à la Pretty Woman (1990) oder Die Braut, die sich nicht traut (1999) kann der Film jedoch nicht mithalten.

Durch die Darstellungen der zahlreichen Hollywoodstars, die von Schauspielerurgesteinen wie Robert De Niro , Oscar-Preisträgern wie Hilary Swank (Million Dollar Baby,2004) und Halle Berry (Monster’s Ball, 2001) oder aber jungen Gesichtern wie High School Musical-Star Zac Efron und  Lea Michele, bekannt aus der Fernsehserie Glee (seit 2009), weckt der Film natürlich und schon allein besonders großes Interesse von jungem wie älterem Publikum. Auch, dass sich die Verzweigungen zwischen den Figuren und den Geschichten zueinander erst mit der Zeit aufdecken, erzeugt beim Zuseher eine Art Spannung.

Die atmosphärische Stimmung des Jahreswechsels ist durchaus gut eingefangen, vor allem aber auch die Hektik, die nicht selten an diesem besonderen Tag des Jahres herrscht. Es werden viele verschiedene, zwischenmenschliche Beziehungen angeschnitten und unterschiedliche Arten gezeigt, mit dem Silvester-Trubel umzugehen, vom Partyverweigerer, der den Jahreswechsel alleine verbringen will bis hin zur Eventorganisatorin, die dafür sorgt, Millionen Menschen zusammen zu bringen und zu unterhalten. So bietet Happy New Year als buntes Mosaik kleiner Einzelgeschichten, die nach und nach zusammenlaufen, besonders zur festlichen Weihnachtszeit eine romantisch witzige, aber nicht in die Tiefe gehende Filmunterhaltung.  

Fazit:
Als Nachfolger von Valentinstag (2010) präsentiert Regisseur Garry Marshall nun zur festlichen Weihnachtszeit die Romantikkomödie Happy New Year, in dem er in 20 kleinen Geschichten rund um den Jahreswechsel 2012 ein anschauliches Ensemble von Hollywoodstars vereint. Unter anderem locken Robert De Niro, Hilary Swank, Michelle Pfeiffer und Ashton Kutcher mit ihren Darstellungen und beweisen im Film viel Witz und Romantik, die einzelnen Geschichten lassen nach und nach Verbindungen untereinander erkennen, sind aber für die Entwicklung der einzelnen Figuren zu oberflächlich. Im Großen und Ganzen gelingt Marshall aber eine gute, wenn auch hauptsächlich durch das enorme Staraufgebot hervorstechende Festtagsunterhaltung.

Wertung:
6/10 Punkte

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