Working Mum - Der ganz normale Wahnsinn (2011)

OT: I Don't Know How She Does It - 89 Minuten - Komödie
Working Mum - Der ganz normale Wahnsinn (2011)
Kinostart: 18.11.2011
DVD-Start: 22.03.2012 - Blu-ray-Start: 22.03.2012
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Filmkritik zu Working Mum - Der ganz normale Wahnsinn

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Nach dem 2002 erschienen Debütroman „Working Mum“ (Original: „I don’t know how she does it“) der Journalistin Allison Pearson, der im Stil von Tagebucheinträgen aus dem Leben einer arbeitenden Mutter und Ehefrau erzählt und weltweit sowohl Frauen als auch Männer in seinen Bann zog, schuf Regisseur Douglas McGrath eine amüsante Komödie, der sich mit der Frage beschäftigt, wie man Prioritäten in Bezug auf Familienleben und Karriere setzen sollte. Working Mum zeigt den mehr oder weniger erfolgreichen Versuch, beides so gut wie möglich unter einen Hut zu bringen.

Als hätte Kate Reddy (Sarah Jessica Parker) als zweifache Mutter und umsorgende Ehefrau nicht schon genug um die Ohren, feilt sie auch fleißig an der Karriere als Investment-Managerin im Bostoner Büro einer New Yorker Finanzfirma. So organisiert sie erfolgreich das Familienleben mit Ehemann Richard (Greg Kinnear) und den Kindern Emily (Emma Rayne Lyle) und dem kleinen Ben (Theodore & Julius Goldberg) und schafft es irgendwie trotz jeglichen Stresses, ihre mütterlichen Pflichten zu erfüllen, ohne sich dabei zu beklagen. Als Kate wegen eines neuen Investmentfonds mit dem Kopf der Firma Jack Abelhammer (Pierce Brosnan) zusammenarbeiten, zwischen dem Hauptsitz des Unternehmens in New York und Boston pendeln und somit zusätzliche Zeit für die Karriere investieren muss, wird Kates Zeitplan noch enger, vor allem, da sich auch Richard als Selbstständiger für einen größeren Auftrag in die Arbeit stürzen muss.

Mithilfe von selbstkreierten Listen, die Kate sogar bis ins Bett verfolgen, versucht sie ihr Leben als Mutter, Ehefrau und seriöse Geschäftsfrau zu managen und dies gelingt ihr, wenn auch manchmal auf etwas chaotische Weise, immer wieder. Als Kontrast zum organisierten Multitasking-Talent stehen Kate ihre beste Freundin Allison (Christina Hendricks), ebenfalls eine berufstätige Mutter, die den mütterlichen Pflichten eher gelassen entgegen tritt, sowie ihre ehrgeizige, aber distanzierte Assistentin Momo (Olivia Munn), die mit Kindern zunächst so gar nichts anfangen kann und sich voll und ganz auf die Karriere konzentrieren will, zur Seite...

Auch wenn sich Sarah Jessica Parker nicht unbedingt von einer neuen Seite präsentiert, so passt die Rolle der Powerfrau, die tagtäglich den Spagat zwischen fürsorglicher Mutter, liebender Ehefrau und Karrieretier meistert, einfach zu ihr, nicht zuletzt, da sie sich diesem auch im privaten Leben ausgesetzt sieht und sich höchstwahrscheinlich in der ein oder anderen Szene des Films aus persönlicher Erfahrung wiederfindet. Mit ihrer charmanten Erscheinung schafft sie die 180-Grad-Drehung von der Figur der kinderlosen Carry Bradshaw, durch die sie in der Kultserie Sex and the City (1998-2004) praktisch über Nacht zur Stilikone avancierte, hin zur aufopfernden Mutterrolle der Kate Reddy in Working Mum. Gerade durch diese Vielseitigkeit begeistert Parker im Film, der ja eigentlich keine neue Thematik aufgreift, diese dafür aber mit Witz und Gefühl auf erfrischende Weise bearbeitet. Vielmehr als auf eine tiefergehende Bearbeitung des Stoffes setzt die Geschichte auf eine witzige und optimistische Aufzeigung verschiedener Situationen, denen sich berufstätige Mütter immer wieder ausgesetzt sehen.

Pierce Brosnan lässt in der Rolle des sympathischen, obersten Chefs der Investmentfirma Jack Abelhammer seinen ganzen Charme spielen. Der vielseitige Schauspieler, der längst über seine einstige Rolle des James Bond hinausgewachsen unter anderem in der Musicalverfilmung Mamma Mia! (2008) sowie Roman Polanskis Politthriller Der Ghostwriter (2010) glänzte, begeistert mit seiner Eleganz nicht nur den Zuseher, auch Kate scheint die Zeit mit dem charismatischem Jack zu genießen, auch wenn sie seine romantischen Gefühle für sie letztendlich nicht wirklich erwidert. Auch Greg Kinnear, der für seine Rolle des John F. Kennedy in The Kennedys (2011) für einen Emmy nominiert wurde, überzeugt als Kates unterstützender Ehemann Richard, jedoch scheint seine Figur im Vergleich zu der Pierce Brosnans ein wenig in den Hintergrund gedrängt. Als Kates liebenswerte beste Freundin tritt die aus der Erfolgsserie Mad Men (seit 2007) bekannte Christina Hendricks auf, in der Nebenrolle des Kindermädchens der Reddys ist Gossip Girl-Darstellerin Jessica Szohr zu sehen, womit der Film durch viele bekannte Gesichter mit einem markanten Ensemble punktet und nicht zuletzt dadurch überzeugt.

Fazit:
Als Verfilmung des Romans von Journalistin Allison Pearson beweist Working Mum viel Humor und Gefühl mit der Thematik rund um den Spagat einer Frau zwischen Familienleben und Karriere. Die Komödie von Douglas McGrath umgeht zwar eine tiefere Behandlung der Abgründe, die sich im stressigen Alltag einer berufstätigen Mutter auftun können, zeigt aber mit Witz und Optimismus einen möglichen Weg, diesen zu bestreiten. Mit dem Charme von Hauptdarstellerin Sarah Jessica Parker und dem restlichen Schauspielensemble von Pierce Brosnan bis Greg Kinnear bietet der Film Unterhaltung für die ganze Familie und entlässt mit einer zwar wenig neuen, aber wertvollen Botschaft, das private Leben und die Menschen, die dieses erst lebenswert machen zu schätzen und zu pflegen.

Wertung:
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