Kann das Liebe sein?

OT: -  90 Minuten - Romantische Komödie
Kann das Liebe sein?
Kinostart: 07.09.2007
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Kann das Liebe sein?

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Es ist schon ein Genre für sich: Die romantische Komödie. Speziell die Geschlechter werden sich hier scheiden. Während sich das weibliche Publikum scheinbar immer wieder für diese Art Film erwärmen kann, starten viele Männer einen Fluchtversuch, wenn sie von ihrer Begleitung in einen solchen Film geschleppt werden. Verständlich sind hier beide Ansichten, denn obwohl sich das Genre eigentlich nie weiterentwickelt hat und heute noch immer die selben Genreregeln wie vor fast 20 Jahren bei Harry und Sally gelten, sind romantische Komödien zum Großteil immer noch ein Garant für seichte, aber kurzweilige Unterhaltung.

Lucas (Vincent Lindon) ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und ist mit seiner eigenen Firma auf dem aufsteigenden Ast. Nur in der Liebe sieht es für ihn nicht so rosig aus. Nachdem sich seine letzte Liebe als Spion der Konkurrenz entpuppt hat, ist er zu einem absoluten Kontrollfreak mutiert. Doch wie der Zufall so will, lernt er die attraktive Elsa (Sandrine Bonnaire) kennen. Diese lebt mit ihrem Neffen und ihrer Cousine in ihrem Atelier und verdreht dem Geschäftsmann gehörig den Kopf. Schade nur, dass Lucas die Geister aus seiner Vergangenheit einholen und er zwanghaft versucht, mit Hilfe seines Sicherheitschef Roland (Francois Berléand) alles über Elsa herauszubekommen. Dies geht natürlich nicht lange gut...

Auch Kann das Liebe sein? schafft es nicht, dem Genre der romatischen Komödie einen neuen Anstrich zu verpassen. Wie oben geschrieben ist das Muster seit Jahren gleich und auch dieser Film hier kann nichts Neues hinzufügen. Am Beginn werden zwei Hauptfiguren eingeführt, die sich in ihren Wesenszügen deutlich unterscheiden. Dann beginnt die Phase, in der sich die beiden kennen und lieben lernen und schließlich voneinander lernen. Dem Paar wird dann im Normalfall eine kurze Zeit der Eintracht gewährt, bevor es sich durch ein auslösendes Ereignis trennt und schließlich am Ende wieder versöhnt.

Genau nach diesem Muster läuft auch Kann das Liebe sein? ab. Zu Beginn wird die Hauptfigur Lucas eingeführt. Er ist ein reicher Geschäftsmann, der zwar beruflich erfolgreich ist, aber im Liebesleben scheitert. Ihm gegenüber steht die fröhliche Elsa, die als Künstlerin ein wesentlich freieres Leben genießt. Schließlich fühlen sich die beiden zueinander hingezogen und werden nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen auch ein Paar. Dabei lernt Lucas die Vorzüge von Elsas Lebensstil kennen. Als sie jedoch entdeckt, dass sie von Lucas ausspioniert wird, beendet sie die Beziehung und es liegt nun an Lucas, alles wieder zu reparieren.

Das ganze Setting erinnert sehr an eine typische amerikanische romantische Komödie. Doch zum Glück bringt Kann das Liebe sein? wenigstens eine Spur frischen Wind mit, da es eine französische Produktion ist und somit auch mit dem Flair von Paris aufwarten kann. Die Stadt der Liebe hat immer noch eine ganz besondere Ausstrahlung und wertet den Film merklich auf. Jedoch ist dies nur eine Kleinigkeit, die zur Unterscheidung von amerikanischen Produktionen dient, denn im Groben erinnern sowohl Story als auch Timing und Inszenierung an die amerikanischen Kollegen.

Wer sich also für diese Art Film begeistern kann, wird auch an Kann das Liebe sein? seine helle Freude haben. Die Darsteller agieren dabei sympathisch und überzeugend. In der Hauptrolle spielt Vincent Lindon einen erfolgreichen Geschäftsmann, der mit einer Prise Melancholie und viel Charme das Publikum für sich gewinnen kann. Doch nicht nur die positiven Aspekte seiner Figur kann er glaubhaft darstellen, sondern auch den Kontrollzwang von Lucas kann er überzeugend vermitteln. An seiner Seite läuft Sandrine Bonnaire zur Hochform auf. Zwar kann auch sie nicht die Genreregeln brechen, aber zumindest stellt sie einen wunderbaren Kontrast zum klassischen Love-Interest aus Hollywood dar. Wenn sie lächelt, dann strahlt die Leinwand.

Zumindest kurzweilig und unterhaltsam ist der Film eigentlich über seine gesamte Laufzeit. Dies liegt jedoch zum Großteil an seinen beiden gut gelaunten Hauptdarstellern. Denn wirklich zum Brüllen komisch wird Kann das Liebe sein? in keiner Sekunde. Zwar regt er oft zum Schmunzeln an, und auch der abgedrehte Überwachungs-Sideplot weiß in seinen Grundzügen zu gefallen, jedoch bleibt Kann das Liebe sein? immer schön flach und versucht gar nicht erst, etwas Außergewöhnliches zu erzählen. Dennoch bleibt der Film in seinem Rahmen ein sympathisches Werk, welches für einen kurzweiligen Abend sorgt.

Fazit:
Kann das Liebe sein? orientiert sich sehr eng an den Genreregeln der romantischen Komödie und zeigt in keiner Sekunde etwas überaus Kreatives oder gar radikal Neues. Die Story läuft nach gewohntem Schema ab und wird lediglich durch die gelungene Paris-Atmosphäre und die beiden gut gelaunten Hauptdarsteller aufgewertet. Wer bis jetzt Freude an solchen Filmen hatte, der wird auch bei Kann das Liebe sein? seinen Spaß haben. Wer bis jetzt nichts mit dem Genre anfangen konnte, der wird seine Meinung auch nicht mehr ändern.

Wertung:
6/10 Punkte

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