Kein Sex ist auch keine Lösung (2011)

OT: Kein Sex ist auch keine Lösung - xx Minuten - Komödie
Kein Sex ist auch keine Lösung (2011)
Kinostart: 01.12.2011
DVD-Start: 05.07.2012 - Blu-ray-Start: 05.07.2012
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Filmkritik zu Kein Sex ist auch keine Lösung

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Nach dem 2008 erschienen, gleichnamigen Bestseller von Autorin Mia Morgowski bringt nun Regisseur Torsten Wacker nach dem Kinodebüt Süperseks (2004) seinen zweiten Spielfilm Kein Sex ist auch keine Lösung auf die Leinwand. Dieser kommt ganz im Stile von deutschen Komödien wie Männerherzen (2009), in der Hauptdarsteller Stephan Luca ebenfalls eine kleine Rolle spielte, daher und bleibt auch hier bei altbewährten Mustern.

Der attraktive Tom Moreno (Stephan Luca) verkörpert das typische Bild eines Machos und Frauenhelden. So angelt er sich eine Frau nach der anderen, mehr als eine Nacht dürfen diese jedoch nicht bleiben, getreu der Regel: nach drei Mal ist Schluss, sonst wäre es ja schon eine Beziehung. Zu den wenigen Frauen, in denen Tom kein Sexobjekt sieht, zählt neben seiner extravaganten Mutter (Corinna Harfouch) Toms Mitbewohnerin und großer St.-Pauli-Fan Paule (Anna Thalbach). Wenn Tom nicht gerade auf der Jagd nach neuen Eroberungen ist, hängt er mit ihr und seinen besten Freunden Luke (Johannes Allmayer) und Vince (Oliver Fleischer) in der Stammkneipe ab.  

Als Tom, der in einer Werbeagentur arbeitet und schon lange darauf wartet, von seinem Chef Rolf (Armin Rohde) zum Partner gemacht zu werden, im Rahmen einer neuen Werbekampagne mit der neuen Kollegin Elisa (Marleen Lohse) zusammenarbeiten muss, wirft er sofort ein Auge auf die Rothaarige. Nachdem die beiden schließlich eine Nacht zusammen verbringen, macht Elisa zu Toms Verwunderung keine große Sache daraus, dennoch spüren die beiden eine starke Anziehung zueinander. Um den neuen Auftrag für die Agentur zu gewinnen und diese vor dem Ruin zu bewahren, machen sich Tom und Elisa zu den Werbekunden auf. Dort trifft Tom aber prompt auf seine alte Bekannte Lydia (Janin Reinhardt), die wie schon früher vehement versucht, Tom zu verführen. Dieser erkennt, dass er nur noch an Elisa interessiert ist, doch es reihen sich weitere Missverständnisse aneinander und so muss Tom erstmals für eine potentielle Beziehung kämpfen.

In Kein Sex ist auch keine Lösung findet sich so ziemlich jedes Rollenklischee bedient – vom Frauenaufreißer über die kumpelhafte, beste Freundin bis hin zur homosexuellen „Empfangsdame“ der Agentur. Auch die Situationen, in denen sich der Protagonist wiederfindet, bleiben die meiste Zeit klischeebeladen, was jedoch in gewissen Szenen und sicher nicht zuletzt durch die Darstellung der zahlreichen, deutschen Komödienstars durchaus funktioniert.

Der Kern der Geschichte, die Liebesgeschichte zwischen dem, gegen jegliche Art von fester Beziehung stehenden Tom und der feurigen neuen Kollegin Elisa bleibt allerdings zu oberflächlich behandelt, um für den Zuseher glaubwürdig und nachvollziehbar zu erscheinen. Es wird nicht ganz klar, dass und wieso Tom, der sich zuvor emotionaler Nähe zu Frauen verwehrte, sich verliebt und seine Einstellung für Elisa ändert, wodurch die romantische Spannung zwischen den beiden ein wenig auf der Stecke bleibt.

Vor allem der Einsatz vieler, bekannter Persönlichkeiten aus der deutschen Film- und Fernsehszene setzt im Film aber immer wieder kleine Highlights. Stephan Luca beweist, dass er nicht nur gut aussieht, sondern sich auch für körperlichen Einsatz nicht zu schade ist und schafft es, die altbekannte Story mit seinem Witz originell zu halten. Auch Filmpartnerin Marleen Lohse (SOKO Stuttgart, 2010) gibt eine gewisse Leichtigkeit ihrer Figur zum Besten. Des Weiteren überzeugen Corinna Harfouch (Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders, 2006) in der Rolle von Toms Mutter Theresa, die sich energisch dagegen wehrt, von diesem als solche bezeichnet zu werden, sowie Armin Rohde als verzweifelter Chef. In weiteren Rollen zu sehen sind außerdem Switch-Star Michael Kessler, Hannelore Elsner (Das blaue vom Himmel, 2011) und die ehemalige VIVA-Moderatorin Janin Reinhardt, deren Rolle der Lydia allerdings etwas zu übertrieben wirkt, sowie  Felicitas Woll (Vater Morgana, 2010), der Sportler Stefan Kretzschmar als Elisas rebellischer Bruder und Fernsehallrounderin Collien Ulmen-Fernandes in Gastrollen. Die unterschiedlichen, bekannten Gesichter sorgen immer wieder für Abwechslung und diverse lustige Situationen, die den Film und seine Geschichte nur bereichern.

Fazit:
Als deutsche Romantikkomödie versucht Kein Sex ist auch keine Lösung von Torsten Wacker eine Liebesgeschichte mit Witz und Klischeereichtum zu erzählen, was ihm zwar ab und zu gelingt, die romantische Verzweigung der beiden Hauptfiguren bleibt jedoch zu oberflächlich, generell scheinen viele Handlungsmotive unerklärlich. Die Vielzahl an bekannten Gesichtern aus der deutschen Film- und Fernsehszene sorgt aber dennoch für viele lustige Momente, auch wenn diese oft fast schon zu überspitzt wirken. Vor allem Hauptdarsteller Stephan Luca beweist, dass er neben seinem guten Aussehen auch eine überzeugende, komische Ader hat, was den Film durchaus zu einem vergnüglichen Unterhaltungsträger macht.

Wertung:
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