![]() ![]() The Future OT: The Future Regie: Miranda July Drehbuch: Miranda July Darsteller: Miranda July, Hamish Linklater, David Warshofsky, Isabella Acres, Joe Putterlik, Angela Trimbur, Mary Passeri, Kathleen Gati, Clement von Franckenstein, Tonita Castro Filmstart: 30.12.2011 | Laufzeit: | Drama |
Sophie und Jason sind ein Paar um die 30 und auf dem besten Weg sich auseinanderzuleben. Sie wohnen in einem kleinen Appartement in LA, verbummeln ihre Zeit vor dem Internet, scheitern an ihren Ängsten und hassen ihre Jobs. Um der Tristesse des Alltags zu entkommen und ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben, wollen sie in einem Monat den verletzten Kater Pfötchen adoptieren. Erschrocken über die vor ihnen liegende Verantwortung und den Verlust ihrer Freiheit, treffen Sophie und Jason eine Reihe von Entscheidungen, die ihr Leben vollkommen verändern werden...
Die lethargische Rhetorik der Charaktere, die akustisch melancholische Musikuntermalung und die ausgetauschten Belanglosigkeiten, die bei der intentionierten Bedeutsamkeit der Charaktere erst recht ihre Wirkung entfalten, verbreiten von Beginn an eine schwermütige Grundstimmung. Diese Belanglosigkeiten ziehen sich 90 Minuten durch den Film und sorgen für eine derart starke Fragmentierung, dass ein Kurzfilm-Format vielleicht passender gewesen wäre. Die recht dünne Handlung korrespondiert zwar mit den vielen Eigenheiten, wie dem sprechenden Mond, dem Kater als Erzählstimme aus dem Off oder dem lebenden T-Shirt, gepaart mit der ernsten Beziehungskrise der beiden Protagonisten wird ihr aber an Bedeutung genommen.
Fazit:
The Future besticht vor allem durch seine liebevoll verschrobenen, magischen Momente. Diese werden innerhalb des Films originell in Szene gesetzt, können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Figuren auf dramaturgisch dünnem Eis bewegen. Die Regisseurin (v)erklärt den Alltag der Mitte 30er Generation stimmungsvoll mit philosophischen Gedankenfragmenten. Allerdings werden die durchaus berechtigten Ängste, Zweifel und Anpassungsschwierigkeiten der Protagonisten in den skurrilen Momenten aufgelöst und ihrer Ernsthaftigkeit entledigt. Anfänglich macht dies auch Sinn, July setzt ihren Mix aber konsequent oberflächlich fort und geht auf die Denkanstöße kaum ein. Zurück bleibt liebevoll absurdes Beziehungsdrama, das nicht wirklich ernst genommen werden will.
Wertung:
6/10 Punkte
21.12.2011 - The Future - Deutscher Trailer
21.04.2012 - The Future's Past (2012)
30.03.2012 - Zurück in die Zukunft - Kommt ein Remake?

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