Dark Horse (2011)

OT: Dark Horse - 84 Minuten - Drama
Dark Horse (2011)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Dark Horse

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Abe (Jordan Gelber) sollte eigentlich schon auf eigenen Beinen stehen, ist aber immer noch völlig von seinen Eltern (Mia Farrow, Christopher Walken) abghängig. Alt genug wäre er zwar, aber es fehlt ihm etwas an Ambition. So wohnt er noch immer zuhause bei seinen Eltern, arbeitet in der Firma seines Vaters und schiebt auch ansonsten eher eine ruhige Kugel. Irgendwie gelingt es ihm aber dennoch die schöne Miranda (Selma Blair) davon zu überzeugen, dass sie mit ihm ausgeht. Er scheint aber viel mehr Interesse an der Angelegenheit zu haben, als die eher weniger mitgerissene und stoische Frau...

Man sagt ja, dass die besten Komödien eigentlich aus Tragödien erwachsen. Besonders Regisseur Todd Solondz scheint sich diese Weisheit zu Herzen genommen zu haben, entstehen doch die witzigsten Szenen seiner Filme nicht selten aus Schicksalsschlägen. Auch in seinem neuesten Werk Dark Horse liegen Tragik und Komik wieder äußerst eng nebeneinander und der Zuseher fühlt sich nicht selten vom Film überrumpelt, sodass man sich immer wieder dabei erwischt, dass man gerade am Lachen ist, während den Figuren eigentlich furchtbare Dinge geschehen und eine andere Reaktion vielleicht angebrachter werden.

Aber Solondz ist einfach viel zu meisterhaft darin die Vorstadtgesellschaft auf die Schippe zu nehmen und die seltsamen Aspekte unserer Gesellschaft messerscharf offenzulegen. So etwa bei den Eltern von Abe, die einen sehr erstarrten Charakter aufweisen und so fast schon zur Karrikatur verkommen - aber besonders anhand der Hauptfigur Abe wird klar, dass Solondz über die Klischees hinausgeht. Denn auf der einen Seite wird Abe als klassischer Nerd beschrieben, aber andererseits hat er nicht den gutmütigen Charakter, den ein solcher Nerd in Mainstreamfilmen häufig bekommt, sodass er Sympathie beim Zuseher erweckt. Nein, Abe ist ein wahrer Kotzbrocken und das macht es dem Zuseher natürlich noch schwerer sich für diese Figur zu erwärmen. Aber gerade aus dieser zwiespältigen Haltung gegenüber der Hauptfigur bezieht Dark Horse viel von seinem Reiz und wird so zu einem sehr unterhaltsamen Blick auf die Vorstädte unserer Gesellschaft.

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