![]() ![]() The Help OT: The Help Regie: Tate Taylor Drehbuch: Tate Taylor Darsteller: Emma Stone, Viola Davis, Bryce Dallas Howard, Octavia Spencer, Jessica Chastain, Ahna O'Reilly, Allison Janney, Anna Camp, Eleanor Henry, Emma Henry Filmstart: 08.12.2011 | Laufzeit: | Drama |
Jackson, Mississippi Anfang der 60er Jahre: Als die junge Skeeter (Emma Stone) nach dem College in ihre Heimatstadt zurückkehrt, träumt sie davon Schriftstellerin zu werden. So fasst sie – angetrieben von ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und entgegen aller Konventionen – den Entschluss, afro-amerikanische Frauen zu interviewen, die ihr Leben damit verbracht haben, sich als Hausmädchen um die Kinder der weißen Oberschicht zu kümmern. Doch damit verstößt Skeeter nicht nur gegen den guten Ton, sondern auch gegen das Gesetz, womit sie sich und alle, die ihr geheimes Projekt unterstützen, in Gefahr bringt. Allen voran die gutherzige Aibileen (Viola Davis), die Skeeter als erste für ihr Projekt gewinnen kann, und die resolute Minnie (Octavia Spencer), die mit ihrem vorwitzigen Mundwerk und einzigartigem Schokoladenkuchen für Furore sorgt. Dabei werden Skeeters Freundschaften aus Kindheitstagen auf eine harte Probe gestellt und auch die schwarze Gemeinde steht dem Projekt zunächst mehr als skeptisch gegenüber. Doch nach einem folgenschweren Vorfall sind immer mehr Hausmädchen bereit, Skeeter ihre großartigen, tragischen bis witzigen Lebensgeschichten zu berichten. Jede Veränderung beginnt zunächst mit einem Flüstern, doch die Stimmen werden lauter - und es gibt eine Menge zu erzählen…
Schauplatz der Geschehnisse ist die Hauptstadt von Mississippi, Jackson. Neben den sozialen Verhältnissen ist auch das Klima aufgeheizt. Beim Anblick der feucht, grün gesättigten Landschaft, der pastelligen Kleidung und der allgemeinen Farbenfroheit und Vielfalt wird man sofort in die 60er zurückkatapultiert. Überhaupt ist die Inszenierung in sich sehr stimmig, teilweise bewegt man sich als Rezipient durch die offensichtliche Detailverliebtheit am Rande der Reizüberflutung. Der Dreh an Originalschauplätzen macht sich bei The Help außerordentlich bemerkbar. Um dem Authentizitätsanspruch gerecht zu werden, werden historische Ereignisse wie der Tod von John F. Kennedy kontextualisiert und der Fernseher für die Vermittlung funktionalisiert. Der Südstaatenakzent tut (in der englischen Fassung) sein Übriges.
Fazit:
The Help schafft es über seine gesamte Dauer von knapp zweieinhalb Stunden mit einem ernsthaften Thema zu unterhalten. Ob die mit Charme behafteten Orginalschauplätze, die liebevoll-detailverliebte Ausstattung oder die weit ausgelegte emotionale Bandbreite des Films runden ihn als Gesamtwerk durchaus ab. Tate Tylor inszeniert The Help nicht als reine Moralpredigt sondern ist sich mit Hollywood im Hintergrund seiner Verpflichtung zur Unterhaltung durchaus bewusst. So scheint die quietschbunte Inszenierung mit einem allzu versöhnlichen Ende doch nur an der Oberfläche dieses hässlichen Zeitgeists kratzen zu wollen. Darüber tröstet letztlich die ausgezeichnete Darstelleriege, stets zwischen komödiantisch und dramatisch oszillierend, hinweg und schafft es mit ihren Charakteren die Aufmerksamkeit des Zuschauers einzunehmen.
Wertung:
8/10 Punkte

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