![]() ![]() In Time OT: In Time Regie: Andrew Niccol Drehbuch: Andrew Niccol Darsteller: Olivia Wilde, Justin Timberlake, Amanda Seyfried, Alex Pettyfer, Matt Bomer, Cillian Murphy, Johnny Galecki, Vincent Kartheiser, Elena Satine, Yaya DaCosta Filmstart: 02.12.2011 | Laufzeit: | Krimi-Sci-Fi-Thriller |
Der Action-Thriller In Time versetzt den Zuschauer in eine Welt, in der die offizielle Währung Geld durch Zeit ersetzt wird. Mit 25 hören die Menschen auf zu altern. Sie sind genetisch so ausgestattet, dass sie nur noch ein Jahr lang überleben können, es sei denn sie schaffen es, sich einen Ausweg zu erkaufen. Die Reichen können sich Tausende von Jahren und somit ewige Jugend und Unsterblichkeit erkaufen, während die Armen betteln, leihen und Minute für Minute stehlen, nur um den Tag zu überstehen. In dieser Welt ist Will Salas (Justin Timberlake) einer der weniger Glücklichen. Jeden Tag erwacht er mit nicht mehr als 23 Stunden auf seiner tickenden Lebensuhr und seine Zeit läuft ab. Jeden Tag muss er genug Zeit verdienen, um den nächsten Morgen zu erleben. Als jedoch ein reicher Fremder in sein Leben tritt und kurz darauf stirbt, wird Will fälschlicherweise des Mordes bezichtigt. Plötzlich ist er auf der Flucht – zusammen mit der attraktiven Geisel Sylvia (Amanda Seyfried). Von jetzt an leben die beiden von Minute zu Minute, im Kampf gegen das korrupte System...
Um das Ghetto Dayton darzustellen wurden ausschließlich junge Menschen aus verschiedenen ethnischen Gruppen gecastet. Als Schauplatz fiel die Wahl auf den Stadtteil Skid Row am Rande von Los Angeles. Diese Entscheidung kommt in Anbetracht der Tatsache, dass Skid Row die höchste Population von Obdachlosen in den Vereinigten Staaten aufweist, wohl nicht von ungefähr. Die stimmig trostlose Verwahrlosung ist den, von Rolltoren begleiteten, leeren Straßen und der kubischen, spartanischen Struktur der vergitterten Gebäude förmlich ablesbar.
Fazit:
Zeit ist Geld. Das hat sich wohl auch der Regisseur gedacht als er die Prämisse, Zeit als Werteinheit, umzusetzen versucht hat. In Time wirkt stellenweise unausgereift, nicht zuletzt durch einige Plotlöcher, zudem bleibt Andrew Niccol mit seiner stilvollen Inszenierung stets an der Oberfläche hängen. Er schafft es kaum den gesellschaftspolitischen Tiefgang zu erreichen, der mit diesem Thema aufgrund seiner Aktualität, gerade im Hintergrund weltweiten Finanzproteste und der Occupy-Bewegung durchaus möglich gewesen wäre. Für Kapitalismuskritik hat In Time zu wenig Biss, für ein Bonnie & Clyde Remake zu wenig Charme und für eine Robin Hood Allegorie versprüht Timberlake zu wenig Charisma. Der Regisseur versucht all diese Aspekte innerhalb von 115 Minuten zu vereinen. Für alle Ebenen und den damit verbundenen Umfang sind 115 Minuten allerdings zu wenig Zeit. Letztlich ist es der ansehnlichen Ausstattung und der originellen Hypothese „Zeit als Währungseinheit“ zu verdanken, dass In Time dennoch kurzweilig unterhalten kann.
Wertung:
6/10 Punkte

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