Killer Elite (2011)

OT: Killer Elite - xx Minuten - Action / Thriller
Killer Elite (2011)
Kinostart: 28.10.2011
DVD-Start: 15.03.2012 - Blu-ray-Start: 15.03.2012
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Filmkritik zu Killer Elite

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Der Kalte Krieg ist ein unglaublicher Spielplatz für Filmemacher um dort vor historischem Hintergrund die abstrusesten Spionagegeschichten zu erzählen. Gary McKendrys Spielfilmdebüt Killer Elite distanziert sich aber etwas von den allzu abgedrehten Vertretern des Genres und orientiert sich stattdessen an der wahren Geschichte der Feather Man, wie sie im Sachbuch von Ranulph Fiennes beschrieben wird. Es sind somit echte Probleme, echte Figuren und echte Konflikte die der Film thematisiert - gleichzeitigt versucht der Regisseur aber auch die Stärken seines Hauptdarstellers, dem versierten Actiondarsteller Jason Statham, auszuspielen. Herauskommt ein Mix der leider nicht immer zufriedenstellend funktioniert.

Die beiden Auftragskillern Danny (Jason Statham) und Hunter (Robert De Niro) verbindet eine erfolgreiche berufliche Vergangenheit und eine tiefe Freundschaft. Nach einem traumatischen Auftrag beschließt Danny den Beruf an den Nagel zu hängen. Doch wie das in dieser Profession nun einmal ist fällt ein Ausstieg nicht immer einfach. Denn Hunter wird von einem reichen Scheich als Geisel genommen. Um ihn zu befreien muss Danny einen Job annehmen: Der Scheich verlangt Rache für seine getöteten Söhne und Danny muss vier ehemalige Mitglieder der britischen Spezialeinheit SAS umbringen. Doch es muss aussehen wie ein Unfall und sie müssen den Mord an den Söhnen des Scheichs gestehen...

Heutige Spionage-Thriller treten das schwierige Erbe der Hochphase des Geres während der 70er-80er Jahre an. Das Problem ist nur, dass scheinbar das Bedürfnis besteht sich irgendwie doch an die Klassiker anzulehnen, aber gleichzeitig den Stil zu modernisieren - das Ergebnis sind oft sehr zwiespältige Filme, bei denen man den Eindruck hat, dass sie sich nicht wirklich entscheiden konnten was sie nun eigentlich sein wollen. Killer Elite macht genau diesen Fehler, da der Film gleichzeitig realistischer, glaubwürdiger Spionagefilm und Actionfilm sein möchte, was nicht immer wirklich gut geht.

Die Ausgangslage an sich ist dabei durchaus interessant, aber durch den gespaltenen Stil des Films ergeben sich einige Probleme. So funktioniert Killer Elite als Actionfilm nicht so richtig, da Jason Statham zwar immer wieder als “Larger-than-Life” Actionhero angedeutet wird, aber so richtig traut man sich doch nicht auf dieser Schiene zu fahren, damit man den realistischen Touch des Films nicht ganz verliert. Außerdem schleichen sich zahlreichen Durchhänger ein, bei deinen man das Gefühl nicht los wird, dass Killer Elite einige Figuren zu viel hat und etwas zu unfokusiert um das Ziel herumtanzt. Weiters erschwerend ist die Tatsache, dass der Film relativ kalt und emotionslos ist, was ihm auf Unterhalungsebene nicht sehr entgegen kommt.

Aber als reiner Spionage-Thriller funktioniert der Film ebensowenig, da man immer wieder Zugeständnisse ans Actionpublikum macht und die Geschichte an sich nicht die nötige Kompromisslosigkeit aufweist um als Film dieser Gattung wirklich zu funktionieren. Was schlussendlich herauskommt ist zwar durchaus solide, aber Killer Elite wird es dennoch sowohl bei Action- als auch bei Spionagefans schwer haben. Auch Fans der drei Hauptdarsteller werden nicht durchgehend auf ihre Kosten kommen, da sie zwar durchaus solide spielen, aber allesamt nicht in einer Art eingesetzt werden, die ihre Fans zufriedenstellen wird.

Jason Statham hat sich ja immer wieder als charismatischer Actiondarsteller empfohlen, aber bei einem solchen Spionage-Thriller ist er sicher nicht der erste Name, der einen in den Sinn kommt. In Killer Elite gibt er zwar einen guten Sympathieträger für das Publikum, aber trotz seines Status als Auftragskiller, hat seine Rolle viel zu wenige Ecken und Kanten - man assoziert ihn immer mit dem “Guten”, was doch etwas schade ist, da die Geschichte etwas mehr Ambivalenz vertragen hätte können. Robert de Niro ist leider hauptsächlich fürs illustre namedropping gut, kann aber ansonsten keine nennenswerten Akzeten setzen und der eigentlich immer gute Clive Owen bleibt überraschend blass - was vor allem an seiner Rollenzeichnung liegen dürfte.

Fazit:
Killer Elite ist ein Spionage-Action-Film, der leider sehr zwischen den Stühlen sitzt und deshalb auf allen Ebenen kleine Probleme hat: Als Actionfilm ist der Film teilweise zu dialoglastig und schleppend, als Spionage-Thriller aber wiederum zu wenig dreckig und kompromisslos. Auch Jason Statham, Robert de Niro und Clive Owen können ihre Stärken nicht wirklich ausspielen. Trotz seinen Schwächen sorgt Killer Elite zwar dennoch für einen soliden Filmabend, aber die zahlreichen Kompromisse die der Film eingeht verhindern leider, dass der Film richig überzeugt.

Wertung:
6/10 Punkte
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