Atemlos - Gefährliche Wahrheit (2011)

OT: Abduction - xx Minuten - Action / Drama / Mystery / Thriller
Atemlos - Gefährliche Wahrheit (2011)
Kinostart: 13.10.2011
DVD-Start: 22.03.2012 - Blu-ray-Start: 22.03.2012
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Filmkritik zu Atemlos - Gefährliche Wahrheit

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Was würde man tun, wenn sich herausstellt, dass die eigene Identität und das bisherige Leben eine einzige Lüge ist und man sich plötzlich von Agenten der guten und bösen Sorte gejagt sieht und das Ganze noch als Teenager bestreiten muss? Genau mit dieser Frage beschäftigt sich der neue Action-Streifen Atemlos – Gefährliche Wahrheit von John Singleton, der unter anderem bei Shaft – Noch Fragen? (2000) und 2 Fast 2 Furious (2003) Regie führte und dadurch im Action-Genre bereits mehr oder weniger erfolgreich wirken konnte.

Für die Hauptrolle seines neuesten Films besetzte der US-Amerikaner niemand Geringeren als Teenie-Star und Mädchenschwarm Taylor Lautner, der mit seiner Rolle des Jacob in Twilight (2008) sowie den Fortsetzungen New Moon (2009) und Eclipse (2010) unzählige Mädchenherzen für sich gewann und sich langsam aber sicher auch mit anderen Produktionen wie Valentinstag (2010) einen Namen innerhalb der jungen Hollywoodgeneration macht. Hier beweist Lautner wie auch schon in der Twilight-Saga seinen körperlichen Einsatz, nur täuscht dieser leider nicht über die seichte Story des Films hinweg.

Nathan Harper (Taylor Lautner) ist ein ganz normaler Teenager, der sich mit den alltäglichen Problemen eines Jugendlichen, wie die Highschool oder fürsorgliche Eltern, herumplagen muss. Doch der Schein trügt und auch Nathan selbst spürt etwas Befremdliches in seinem Leben, seit jeher plagt ihn ein Traum von einer Frauengestalt, den er zusammen mit seiner Therapeutin Dr. Bennett (Sigourney Weaver) aufarbeitet. Nebenbei versucht er außerdem die Aufmerksamkeit der  Nachbarstochter und Freundin aus Kindertagen Karen (Lily Collins) auf sich zu ziehen. Als er im Rahmen eines Schulprojekts dann mit ihr zusammenarbeitet und sich ihm endlich die Chance einer Annäherung bietet, stoßen die beiden auf einer Internetseite für vermisste Kinder auf ein Foto, das Nathan zum Verwechseln ähnlich sieht. Diese Entdeckung bringt Geheimnisse um Nathans Leben zum Vorschein, dass dieses schlagartig ändert. Es stellt sich heraus, dass Nathans Eltern nicht diese sondern eigentlich CIA-Agenten sind und als plötzlich skrupellose Killer im Haus auftauchen, findet er sich zusammen mit Karen auf der Flucht vor den Killern wieder, aber auch die CIA setzt alles daran, den Jungen aufzuspüren...

Obwohl die Story generell  durchaus Potential hätte und Protagonist Nathan wirklich kaum eine Atempause gegönnt wird, schafft es der Film trotz einiger actiongeladener Szenen nicht wirklich, den Zuseher zu fesseln und zwischen bzw. während den Verfolgungsjagden eine bleibende Spannung aufkommen zu lassen. Die Handlung ist größtenteils vorhersehbar und wirkt vielleicht gerade dadurch ein wenig aufgesetzt und sehr realitätsfern. Zwar passt Taylor Lautner sehr gut in das typische Bild des jungen Actionheldes und erinnert oftmals an einen jungen Matt Damon (Bourne Identität, 2002) oder Tom Cruise (Mission Impossible, 1996) und überzeugt mit seinem sportlichen Einsatz, der ihn viele Stunts im Film selbst übernehmen ließ, dennoch überwiegen die schlecht ausgebaute Geschichte und die fehlende Spannung.

Nach und nach entwickelt sich zwar die Geschichte und Nathans Familienverhältnis wird aufgeklärt, er erfährt von seiner wahren Identität und der, seiner leiblichen Eltern, im Endeffekt bleibt aber auch diese Erklärung zu wenig und wird im Laufe des Films und vor allem gegen Ende zu oberflächlich behandelt. Auch die Lovestory zwischen Nathan und Karen baut sich während der Flucht der beiden gar schnell auf und passiert sozusagen nebenbei.

Schauspielerische Unterstützung erhält Lautner von Sigourney Weaver (Avatar – Aufbruch nach Pandora, 2009), die Nathans Therapeutin und wie sich im Laufe des Films herausstellt auch eine gute Freundin seines leiblichen Vaters darstellt, allerdings nur eine kleine Rolle in der Handlung spielt und zu sehr im Hintergrund gehalten wird. Alfred Milona (Spider Man 2, 2004) beweist sich in der Rolle des CIA-Agenten Frank Burton, aber auch er kann die Handlung nicht wirklich retten. Des Weiteren sind Jason Isaacs (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, 2010) und Maria Bello (Coyote Ugly, 2000) sowie Michael Nyqvist (Verblendung, 2009), der als Bösewicht für den ein oder anderen lustigen Moment sorgt, im Film zu sehen.

Fazit:
Trotz einiger Action-Szenen mit Spezialeffekten schafft es Atemlos – Gefährliche Wahrheit nicht, die gewisse Spannung aufzubauen, die es für ein unterhaltsames Filmerlebnis benötigt. Die Story wirkt vorhersehbar und bietet dem Zuseher kaum einen mitreißenden Moment. Einzig und allein Hauptdarsteller Taylor Lautner macht als Teenager im Kampf gegen skrupellose Killer, die es auf ihn abgesehen haben, eine gute Figur und bekommt die Möglichkeit, sich von einer neuen Seite zu zeigen und aus seinem Twilight-Image auszubrechen. Lautner-Fans werden also sicherlich auf ihre Kosten kommen, allen anderen hat der Film wohl nicht mehr zu bieten, als bereits gesehene Verfolgungsjagden und Actioneffekte.

Wertung:
4/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 4.3/10 | Kritiken: 2 | Wertungen: 7
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